Linsensuppe mit Feigen und Feta

Das Große L hat offensichtlich auch Spaß an Küchen-Experimenten: dieses Rezept habe ich von ihr bekommen. Eigentlich gehört eine ordentliche Portion frischer Koriander dazu, aber außer mir mag den der leider niemand…

Hier meine leicht abgewandelte Version, den Link zum Originalrezept findet Ihr unten.

Zutaten:
220 g Beluga Linsen (getrocknet)
100 g rote Linsen (getrocknet)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 Stangen Staudensellerie mit Grün
1 große Mohrrübe (ca. 200 g)
2 große Fleischtomaten
4 Feigen
1 EL Ras el Hanout (ersatzweise 1 TL gemahlener Kreuzkümmel)
2 Lorbeerblätter
1 Liter Gemüsefond
1 Bio-Zitrone
1/2 Bund Koriander, wer mag
200 g Feta oder Schafskäse
Cayennepfeffer oder Chiliflocken
Salz,Pfeffer
erhitzbares Olivenöl

Zubereitung:
Die Linsen abspülen und in Wasser einweichen. Zwiebel und Möhre fein würfeln (ca. 5 mm groß), Knoblauch sehr fein würfeln. Selleriestangen in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. In einem großen Topf 1-2 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Knoblauch, Sellerie und Möhre zufügen und mit andünsten.
Die Tomaten und eine der Feigen würfeln und zugeben. Mit 1 EL Ras el Hanout und einer Prise Cayennepfeffer bestreuen, Linsen abgießen und zugeben. Die Zitrone abreiben und auspressen. Zitronenabrieb, Lorbeerblätter und Fond zufügen und etwa eine halbe Stunde kochen, bis die Linsen gar sind.
Suppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und etwas ziehen lassen (gerne auch bis zum nächsten Tag im Kühlschrank).
Feta würfeln, restliche Feigen in Spalten schneiden. Koriander abspülen und grob hacken.

Suppe mit Feta, Feigen und Koriander bestreut servieren.

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Hat sogar dem Kleinen M geschmeckt… und am nächsten Tag haben wir die Linsen statt Hackfleisch mit in den Wrap gewickelt. Sehr lecker!

Quelle: Brigitte

Rote Beete Aufstrich

Zum selbstgebackenen Vollkornbrot passt am besten ein kräftiger Käse oder Aufstrich. Gerne mit etwas Frischkäse drunter… Da klang das Rezept für einen Aufstrich mit Roter Beete einen Versuch wert.

Zutaten:
2 Rote Beete (roh, etwa tennisballgroß)
100 g Cashewkerne
50 ml Olivenöl
1 EL Apfelessing oder Aceto Balsamico
20 g Hefeflocken (z.B. Allnatura)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Rote Beete Kugeln waschen, dabei Stengelansatz und Wurzelspitze nicht abschneiden. Auf dem Backblech oder in einer feuerfesten Form bei 180°C etwa eine Stunde backen. Man kann die Rote Beete auch „mitbacken“, wenn ein Auflauf im Ofen ist. Abkühlen lassen, dann schälen und würfeln.
Im Mixer erst die Nüsse zerkleinern, dann die Rote Beete zugeben und pürieren. Wenn die Paste cremig ist, Öl, Essig und Hefeflocken zugeben und untermixen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Viele Rezepte für Aufstriche dieser Art enthalten Agavendicksaft oder Zucker. In diesem Jahr sind die Roten Beete vom Kattendorfer Hof so süß, da finde ich das absolut überflüssig!

Franzbrötchen

Hier in Hamburg sind sie ein absoluter Klassiker fürs zweite Frühstück: Franzbrötchen. Sie bestehen aus einem Plunderteig (Butter!) mit einer Zimt-Zucker Füllung. Beim Backen karamellisiert das Ganze und wird so richtig schön klebrig…
Leider sind Franzbrötchen echte Kalorienbomben und daher nichts für jeden Tag! Selbstgebacken kann ich zumindest die Zuckermenge anpassen und etwas Vollkornmehl hineinschummeln. Ansonsten habe ich mich an dem (sicheren) Rezept von Lutz Geißler (plötzblog) orientiert.

Das Timing des Teiges ist nicht ganz einfach (wenn man nicht mitten in der Nacht aufstehen möchte), daher habe ich es mit einer Übernachtgare probiert: zwei Tage vor dem Backen werden schon einmal Vorteig und Kochstück zubereitet, am Vorabend dann der Teig. Achtet darauf, die Teigrolle schön dicht in Folie verpackt und in einer Schüssel im Kühlschrank aufzubewahren! Die Zimtfüllung verflüssigt sich mit der Zeit und wenn die Folie nicht dicht genug gewickelt ist, kommt einem morgens eine Teig-Schlange auf einer klebrigen Schicht entgegengekrochen, wenn man den Kühlschrank öffnet…

Vorteig:
125 g Weizenvollkornmehl oder 1050er
125 g Wasser
0,1 g Trockenhefe (ein paar Krümel) oder ein Krümel Frischhefe

Gut vermischen und einen Tag lang bei Zimmertemperatur reifen lassen.

Kochstück:
25 g Weizenmehl 1050
125 ml Milch
5 g Salz

Zutaten in einem kleinen Topf verrühren, dann langsam erwärmen, bis das Mehl die Milch andickt. Dabei nicht zum Kochen bringen! Wenn eine puddingähnliche Konsistenz erreicht ist, vom Herd nehmen und noch ein wenig weiter rühren. Abkühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Hauptteig:
Vorteig
Kochstück
200 g Dinkelmehl 630
100 g Weizenmehl 550
75 g Weizenvollkornmehl oder 1050er
4 g Trockenhefe (oder 8 g Frischhefe)
30 g Milch
2 Eier
50 g Zucker
50 g Butter

200 g Butter zum Tourieren
100 g Zucker (oder mehr nach Geschmack) für die Füllung
1 TL Zimt (oder mehr nach Geschmack) für die Füllung

Alle Zutaten des Hauptteiges außer der Butter mischen und ca. 10 Minuten mit der Maschine verkneten. Dann die 50 g Butter in Stückchen zugeben und unterkneten. Den Teig abgedeckt im Kühlschrank gut durchkühlen lassen (etwa 2 Stunden).
Die 200 g Butter zwischen zwei Frischhaltefolien 20 x 20 cm groß ausrollen. Dann wieder in den Kühlschrank legen.

Tourieren:
Den gekühlten Teig 20 x 30 cm groß ausrollen. Butterplatte an der kurzen Seite passend darauflegen. Dann erst den überstehenden Teig auf die Butter falten, anschließend noch einmal in der gleichen Richtung falten, so dass die Butter „eingepackt“ ist. Nun das kleine Päckchen wieder auf  20 x 30 cm ausrollen und wieder ebenso falten. Dann in Folie einschlagen (die von der Butter) und zurück in den Kühlschrank legen.
Nach einer Stunde noch einmal auf 20 x 30 cm ausrollen (ich habe dieses Format gewählt, weil man es leicht mit einem DIN-A4-Blatt Papier vergleichen kann) und erneut gedrittelt falten.

Füllung:
Für die Füllung Zucker und Zimt mischen. Den Teig dieses Mal auf das doppelte Format (40 x 60 cm) ausrollen. Dünn mit Wasser einpinseln, damit der Zucker kleben bleibt, dann von der langen Kante her fest aufrollen. Die Rolle fest und dicht in Folie verpacken und in einer Teigwanne über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am Backtag die Teigrolle aus der Folie nehmen. Mit dem Schluß nach unten auf die Arbeitsplatte legen und mit einem Brotmesser in 16 Scheiben schneiden (immer wieder halbieren). Ich habe die Rolle in zwei Schritten aufgeschnitten und die andere Hälfte erst einmal wieder in den Kühlschrank gelegt. Die Abschnitte mit einem Holzlöffel in der Mitte plattdrücken, so dass die Teigwaren an der Seite herausgedrückt werden und die typische Form der Franzbrötchen entsteht.
Jeweils max. 6 Teiglinge auf ein Backblech legen und etwa eine Stunde gehen lassen. Den Ofen auf 200°C aufheizen. Jeweils ein Backblech in den vorgeheizten Ofen einschieben und schwaden. Auf 180°C fallend 20 Minuten backen. Die Franzbrötchen dürfen ruhig noch etwas matschig in der Mitte sein!
Anschließend die restlichen Teiglinge ebenso backen.

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Natürlich schmecken Franzbrötchen frisch aus dem Ofen am Besten! Möchte man sie später essen, sollte man sie vorher kurz in den heißen Ofen geben oder auftoasten.

Quelle: plötzblog

Caesar Salad

In diesem Frühsommer gibt es bei uns Salat ohne Ende. Vom Hof bekommen wir noch immer jede Woche zwei Köpfe, und so langsam wird der Schnittsalat im Gewächshaus erntereif…

So richtig lecker und zum Sattessen finden wir alle Caesar Salat. Ich habe es schnell mal gegoogelt: seinen Namen erhielt der Salat von seinem „Erfinder“ – einem italo-amerikanischen Restaurantbetreiber namens Caesare Cardini. Bereits 1924 kreierte er den gehaltvollen Salat mit dem markanten Dressing.

Wir orientieren uns eng am Originalrezept, ergänzen aber noch gebratene Hähnchenbrust, um eine komplette Mahlzeit daraus zu machen. Ein super Sommer-Abendessen!

Zutaten für 4 Personen als Hauptmahlzeit:
1 Kopf Romanasalat (schmeckt aber auch mit Endivie oder anderen Salatarten)
1 Chiabatta
1 Knoblauchzehe
2 TL Butter
2 EL Olivenöl
1 Eigelb
2 Knoblauchzehen
2 TL Zitronensaft
2 TL Worchestersauce
4 Sardellen
100 ml Olivenöl
100 g Parmesan
2 Hähnchenbrustfilets
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Die Butter im einem großen Topf erhitzen, vom Herd nehmen. 2 EL Olivenöl zugeben, Knoblauch feinhacken und zugeben. Kräftig Salzen und Pfeffern. Das Chiabatta in ca. 3 x 3 cm große Würfel schneiden und mit dem Knoblauchöl mischen. Auf ein Backblech geben und im Ofen rösten, bis die Würfel leicht braun und schön knusprig sind.

Salat putzen, waschen und in 1 cm breite Streifen schneiden. In eine sehr große Salatschüssel oder eine flache Schale geben.
Für das Dressing zuerst die Knoblauchzehen fein hacken und die Sardellen kleinschneiden. Das Eigelb mit Knoblauch, Sardellen, Zitronensaft, Worchestersauce und etwas Salz und Pfeffer  im Mixer glattrühren. Dann das Olivenöl langsam dazugeben. Wenn alles gut emuliert ist, 2 EL geriebenen Parmesan untermixen. Das Dressing über den Salat geben und gut durchheben.

Die Hähnchenbrustfilets horizontal halbieren und in heißen Olivenöl scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen, salzen und pfeffern und auf einem Teller abgedeckt gar ziehen lassen. Dann in Streifen schneiden.

Croutons und Hähnchenstreifen auf den Salat geben, restlichen Parmesan darüberhobeln und servieren.

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Natürlich kann man den Salat mit Tomaten, Gurken oder ähnlichem ergänzen. Und statt Hähnchen schmecken auch Steakstreifen oder Bacon dazu!!!

Spinat-Käse-Zigarrenbörek aus dem Ofen

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Zigarrenbörek sind einfach lecker! Uns quält nur immer die Frage „Spinat oder Käse?“ – warum ODER ???
Deshalb machen wir sie selbst – mit Spinat UND Käse!
Und lieber im Ofen gebacken statt frittiert. Ist weniger fettig und besser aufzuwärmen (im heißen Ofen oder der Bratpfanne).

Der Yufka-Teig wird in unterschiedlichen Größen und Formen in jedem türkischen Supermarkt angeboten. Wir hatten sehr große, runde Blätter bekommen und diese in ca. DIN A5 große Abschnitte geteilt. Es gibt aber auch dreieckig geschnittenen Teig, der ist sicherlich perfekt für Zigarrenbörek geeignet.

Zutaten für 12 Stück:
400 g Blattspinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Eier
100 g Feta
50 g kräftiger Käse
1/2 TL Oregano
12 Blätter Yufkateig für Zigarrenbörek (oder 3 große Bögen, geviertelt)
100 g Butter
1 EL Milch
Schwarzkümmel
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel würfeln, Knoblauch fein würfeln, Spinat gründlich waschen, trockenschleudern und grob kleinhacken. Dabei die dicken Stiele ggf. entfernen. In einer großen Pfanne 1 EL Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Dann den Spinat zufügen und kurz mitbraten, bis er zusammengefallen ist.

Feta würfeln, Käse reiben, in einer Schüssel mit dem Spinat vermischen. 1 Ei und das Eiklar des 2. Eies zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Alles gut vermischen.

Ofen auf 180°C vorheizen. Die Butter sehr weich werden lassen oder (in der Mikrowelle) schmelzen. Auf der Arbeitsfläche ein Filoblatt ausbreiten.  An eine kurze Seite des Teiges 1/12 der Füllung geben und am Rand entlang verteilen. Dabei rechts und links ca. 2 cm. frei lassen. Diese freien Ränder einschlagen, dann den Börek zu einer Zigarre aufrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech legen. Jetzt die anderen Börek rollen.

Das übrige Eigelb mit etwas Milch mischen, die Börek damit großzügig einpinseln. Mit etwas Schwarzkümmel bestreuen.

Im heißen Ofen etwa 20 Minuten backen, dann gerne noch einmal ein paar Minuten mit Umluft weiterbacken, damit sie schön knusprig werden!

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Vorsicht: ganz frisch aus dem Ofen schmecken die Zigarrenbörek natürlich am besten, man verbrennt sich aber definitiv den Gaumen an der heißen Füllung!!!

Quelle: inspiriert von Ottolenghis Instagram Story, aber mit anderen Gewürzen

 

Mac and Cheese and Broccoli

Niemand kocht so gute Mac and Cheese wie Carla in Indiana, da sind sich die Kleine M. und der Kleine L. ausnahmsweise einig. Selbst wenn ich mich streng an ihr Rezept halte, ist es nicht das selbe. Klar: anderer Käse, anderes Mehl, die Milch schmeckt anders… ich habe auch noch nicht einmal die richtigen Elbow Macaroni in Deutschland gefunden!

Daher versuche ich gar nicht mehr, es genauso hinzubekommen, sondern habe meine eigene Version des Mac and Cheese entwickelt – mit Gemüse. Echt! Das geht!!!

Zutaten:
1 kg Brokkoli oder 600 g Erbsen (TK)
500 g kurze Nudeln (z.B. Dinkel-Hörnchennudeln von Alnatura)
50 g Butter
30 g Mehl (550er Weizen oder 630er Dinkel)
600 ml (fettarme) Milch
1/4 TL gemahlene Senfkörner (oder 1/2 TL Senf)
1/8 TL Knoblauchpulver (oder 1/2 Zehe, durchgedrückt)
100 g Frischkäse (manche schwören auf Schmelzkäse)
250 g kräftiger Cheddar, gerieben
200 g Mozzarella, gerieben (z.B. Pizzakäse)
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:
In einem Topf die Butter schmelzen lassen und das Mehl darin anschwitzen, dabei rühren. Milch auf einmal zugeben und schnell untermixen. Zum Kochen bringen und 10 Minuten köcheln lassen, bis der mehlige Geschmack verschwunden ist.
Backofen auf 180°C vorheizen. Nudeln nach Packungsangaben in Salzwasser kochen. Brokkoli putzen, in Röschen teilen und in etwas Salzwasser bissfest garen. Beides abgießen, dabei etwas Kochwasser aufheben.
Während die Nudeln kochen die Sauce zubereiten: Hitze reduzieren, Senf und Knoblauch zur Mehlschwitze geben, verrühren, Frischkäse zugeben und unterrühren, dabei wieder wärmer werden lassen. Geriebenen Cheddar und die Hälfte des Mozzarellas zufügen und unter rühren schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, etwas Nudelwasser hinzugeben.
Eine große Auflaufform ausbuttern. Nudeln zur Sauce geben und gründlich mischen. Brokkoli zugeben und vorsichtig unterheben. Dann alles in die Auflaufform geben, mit dem restlichen Mozzarella bestreuen und im Ofen überbacken, bis die Oberfläche leicht bräunt.
(Wenn Ihr es eilig habt, rührt den gesamten Mozzarella in die Sauce und lasst das Überbacken weg!)

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Und wem das alles zu gesund ist, der lässt halt das Gemüse weg… vielleicht schmeckt es ja dann doch, wie bei Carla?

Pannfisch

Am Fischhaus Loop im Dulsberg fahre ich jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit vorbei. Normalerweise ist es dann noch geschlossen, aber dank morgendlichem Homeschooling fahre ich derzeit später los. Da ergab sich heute ein kleiner Fischeinkauf am Morgen… Das Fischhaus ist berühmt für seinen Mittagstisch. Die Auswahl an frischem Fisch ist nicht gerade riesig, aber Kabeljau und Lachs gibt es immer. Das sind unsere Lieblingssorten für gebratenen Fisch. Heute gab es Hamburger Pannfisch mit Senfsauce!


Zutaten:

1 kg festkochende Kartoffeln
2 Schalotten oder 1 Zwiebel
Butterschmalz
Salz, Pfeffer

1 Schalotte
30 g Butter
1 EL Mehl
50 ml Weißwein
300 ml Milch
1-2 TL Senf
Salz, Pfeffer, Zucker

500 g Erbsen (TK)

100 g Fischfilet pro Person
Salz, Pfeffer
Petersilie, Schnittlauch oder Kerbel für die Deko

 

Zubereitung:
Die Kartoffeln in der Schale in Salzwasser garen und abkühlen lassen. Das kann man auch schon am Vortag machen. Die Schalotten würfeln und in einer Pfanne in etwas Butterschmalz glasig dünsten. Aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.
Kartoffeln pellen und in dicke Scheiben schneiden. In der Pfanne 1 EL Butterschmalz erhitzen, Kartoffeln darin knusprig braun anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln wieder zugeben und im Ofen warmhalten, bis der Fisch gar ist.

In einem kleinen Topf die Schalotte in der Butter dünsten, bis sie gar ist. Mehl darüberstäuben und anschwitzen. Wein zugeben und aufkochen. Milch zugeben und verquirlen. Aufkochen lassen, dann 10 Minuten köcheln. Senf einrühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker würzen.

Erbsen in Salzwasser garen, abgießen.

Den Fisch waschen, ggf. entschuppen und nochmal auf Gräten prüfen. Gut trockentupfen, auf beiden Seiten kräftig salzen und pfeffern, in ca. 5 cm breite und lange Stücke schneiden, mit Mehl bestäuben. 1 EL Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, bis sie leicht bräunt, Fisch auf der Hautseite braten, bis er fast gar ist. Dann wenden und ganz kurz weiter braten.

Den Fisch auf den Bratkartoffeln in der Pfanne servieren. Mit Kräutern garnieren. Erbsen und Sauce dazu reichen.
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Etwas Zitronensaft zum Fisch reichen!

Scharfe Nudeln

Der Kleine L. wollte mal wieder was scharfes Essen… also haben wir „scharfe Nudeln“ gegoogelt. Neben den schärfsten Nudeln der Welt (aus der Tüte) fanden wir etliche asiatische Rezepte (aus echten Zutaten). Geeinigt haben wir uns auf ein Rezept mit Hähnchenfleisch und Pilzen. Ab zum Einkaufen. Wobei uns eigentlich nur die wenigen frischen Zutaten fehlten, und die Nudeln. Und da standen wir vor dem Problem: es gab Ramen-Nudeln nur als eingeschweißte, vorgekochte Version. Ich habe mich überreden lassen, sie trotzdem zu kaufen und erstaunlicherweise waren die Nudeln gar nicht schlecht!

Zutaten:
180 g Ramen (oder die doppelte Menge frische Nudeln)
250 g Hähnchenhackfleisch
1 Schalotte
6 Shitake Pilze
250 g Champignons
2 Kräutersaitlinge
2 Frühlingszwiebeln
2 Chilischoten, mittelscharf
2 cm Ingwer
1 EL Tahin (Sesampaste)
1 Knoblauchzehe
150 ml Hühnerfond
30 g Erdnüsse, geröstet, nicht gesalzen
Sesamöl, geröstet
Hoisinsauce, Sojasauce, Chilipulver
5-Gewürze-Pulver (Pfeffer, Zimt, Anis, Fenchel, Nelke)
Öl zum Braten (z.B. Kokosöl)

Zubereitung:
Pilze putzen und würfeln. 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Pilze darin anbräunen, salzen und ca. 10 Minuten braten bis sie gar sind. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
Knoblauch fein hacken, Ingwer ebenso. Chilischoten in Ringe schneiden. Je nach gewünschter Schärfe die Kerne entfernen. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, etwas davon für die Deko aufbewaren.
1 Tl Öl in die Pfanne geben, Knoblauch, Ingwer, Chili und Frühlingszwiebeln darin anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
1 EL Öl in der Pfanne erhitzen, Schalotte würfeln und darin andünsten. Hack zugeben und krümelig anbraten.
Tahin mit 2 EL Sojasauce glattrühren. 2 TL Hoisinsauce, jeweils 1/2 TL Chiliflocken, Sesamöl und 5-Gewürze-Pulver einrühren. Über das Fleisch geben, Gemüse ebenfalls zugeben und untermischen. Hühnerfond zugeben und köcheln lassen.
In der Zwischenzeit Wasser zum Kochen bringen und die Nudeln nach Packungsanweisung garen.

Nudeln mit der Sauce mischen und mit Frühlingszwiebeln, Erdnüssen und Chilisauce garniert servieren.

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Der kleine L. war begeistert. Der Schärfegrad ist allerdings noch steigerungsfähig…

Quelle (wie immer habe ich das Rezept etwas abgewandelt): Yasilicious

Family Poke Bowl

Statt in 1000 Schälchen kann man die Zutaten für die Pole Bowl auch mal in einer großen, flachen Schüssel oder, wie hier, in einer Auflaufform auf den Tisch bringen. Quasi als XXL-Bowl…

Hier unsere Variante der Rainbow Bowl. Sie eignet sich gut, um mit mehreren Personen zu kochen!

Zutaten für 4 Personen:
500g Brokkoli
4 Mini-Salatgurken
1 große Möhre
50g Mung Bohnen, getrocknet (ersatzweise andere getrocknete Bohnen oder TK-Edamame)
100g Rukkola, Feldsalat oder Baby-Spinat
4 Champignons
1-2 Frühlingszwiebeln
250g Lachs (Stremellachs oder roh)
2 kleine Schnitzel (Schwein oder Huhn)
50g Quinoa
50g Soba-Nudeln
Koriander
Sojasauce
Reisessig
Chilisauce
Honig oder Reissirup
Sesamöl (geröstet)
Sesamsamen
Raps- oder Olivenöl (erhitzbar, eher neutral)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Bohnen 2 Stunden in kaltem Wasser einweichen, dann abspülen und in der dreifachen Menge Wasser ca. 20-25 Minuten kochen, bis sie weich werden. Dann salzen und etwas ziehen lassen, abgießen. Wenn Du Edamame benutzt, einfach in Salzwasser gar kochen.
Quinoa gründlich waschen, dann in der dreifachen Menge Wasser ca. 25-30 Minuten kochen, bis die Körner aufplatzen. Abgießen und abtropfen lassen, salzen.
Gurken waschen und mit Schale längs mit einem Sparschäler in dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit Salz mischen und 10 Minuten ziehen lassen. Dann abgießen, mit etwas Reisessig und Sesamöl mischen.
Brokkoli in Rosen schneiden, in gesalzenem Wasser sehr bissfest kochen, dann abtropfen lassen.
Möhre schälen und entweder mit dem Spiralschneider zu Möhrennudeln schneiden, oder mit dem Sparschäler in dünne Scheiben schneiden.
Champignons in Scheiben schneiden.
Aus 3 EL Sojasauce, 1 EL Reisessig und 1 EL Sesamöl eine Marinade mischen, mit etwas Chilisauce, Honig, Salz und Pfeffer würzen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und ca. 1/3 davon in die Marinade rühren. 1 EL Sesamsamen in einer Pfanne etwas anrösten. 1/3 davon in die Marinade geben.
Lachs würfeln und in der Marinade ziehen lassen.
Koriander abbrausen und grob kleinzupfen. Salat abspülen und trockenschleudern.
Soba-Nudeln in Salzwasser bissest garen. Kalt abspülen und mit etwas Öl mischen, damit sie nicht verkleben.
Schnitzel in etwas Öl braten, salzen und pfeffern. In Streifen schneiden.

In einer flachen Schüssel anrichten:
Quinoa in die Mitte geben, Soba-Nudeln an einer Seite dazugeben, mit einer Gabel etwas eindrehen. Gemüse farblich abwechselnd drum herum anrichten. Fisch und Fleisch in die Mitte geben. Frühlingszwiebeln, Koriander und Sesam darüberstreuen, mit etwas Chilisauce besprenkeln.

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Natürlich passt dazu auch noch Avocado oder etwas Mango… alles, was Euch schmeckt!

E`Ai KAUA… Guten Appetit!

Frankfurter Kranz

23. Februar – Zeit für ein weiteres Rezept von Oma Hanna!
Heute wäre ihr 103. Geburtstag gewesen. Wir machen uns pünktlich um 15 Uhr einen Kaffee und denken an sie. Dann schnappe ich mir ihr Rezept vom Frankfurter Kranz, das sie mir 1998 aufgeschrieben hat, und tippe es für Euch ab. So, wie Oma es notiert hat. Daher das etwas ungewöhnliche Format dieses Rezeptes!
Wenn Ihr also mal Lust auf eine Kalorienbombe habt: ab an den Herd. Frankfurter Kranz ist nicht nur eine kleine Sünde… Buttercreme ohne Ende. Aber sooo gut! Schneiden wir lieber nur kleine Stücke ab. Und bitte kalt stellen!

Nach dem Rezept hat Oma Hanna noch einen Glückwunsch für ihre Tochter (Oma C.) zum 50. Geburtstag notiert. Ich hatte damals ein Kochbuch zusammengestellt, mit ihren eigenen Rezepten und auch Rezepten und Glückwünschen von Familie und Freunden. Solche Rezeptsammlungen können echt Gold wert sein: man findet darin lauter Erinnerungen…

Frankfurter Kranz

150 gr. Butter schaumig rühren
175 gr. Zucker
4 Eier
2 Esslöffel Rum
abgeriebene Zitronenschale
einige Minuten dazu rühren

175 gr. Mehl
75 gr. Speisestärke
3 Teelöffel Backpulver
dazu geben und glattrühren

In Ringform füllen und bei 175 Grad 50 bis 60 Minuten backen,
10 Minuten ruhen lassen und aus der Form nehmen.
kann schon am Vortag gebacken werden

Füllung

1/2 lit. Milch
1 Päck. Vanillepudding
1 Päck. Vanillesoße
3 Essl. Zucker
Pudding kochen und abkühlen lassen, ab und zu umrühren

inzwischen
300 gr. Butter
2 Essl. Puderzucker
schaumig rühren, dann Pudding esslöffelweise unterrühren.

Etwa 50 gr. Mandeln zerkleinern und mit etwas Butter und Zucker leicht bräunen, erkalten lassen.

Kuchen 3 – 4 mal quer durchschneiden und füllen
Die untere Schicht mit Creme füllen, die zweite mit Aprikosenmarmelade dick bestreichen, die nächste Schicht wieder mit Creme füllen.
Den Kranz rund herum mit Creme bestreichen und mit den gebräunten Mandeln bestreuen. Eventuell verzieren.
Guten Appetit.

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Recht viel Glück auf allen Wegen,
Gesundheit und ein langes Leben.
Dies wünscht Dir,
liebe C.
von ganzen Herzen
Deine Mutter

Nov. 98