Brotpudding

Zutaten:
100 g helle Brötchen oder Weißbrot „von gestern“
100 g trockenes Gebäck (Kekse, Spekulatius, Florentiner, Marzipan etc.)
100 g Mehl
6 g Backpulver
1 Prise Salz
100 g Butter
4 Eier, getrennt
80 g Rosinen (Sultaninen oder Korinthen), eingeweicht
300 ml Milch

Zubereitung:
Brot in 1-2 cm große Würfel schneiden. Milch erwärmen, Brot darin einweichen. Puddingform ausbuttern und panieren, Wasserbad zum Kochen bringen. Die Form sollte zu etwa ¾ im Wasser stehen können.
Brotwürfel abtropfen lassen und leicht ausdrücken. Gebäck grob zerbröseln oder kleinschneiden, Butter schmelzen.
Mehl, Backpulver und Salz mischen, Brot, Brösel, Butter, Eigelb und Rosinen untermischen. Eiweiß sehr steif schlagen und unterheben.
Teig in die Form füllen und dicht verschließen. Im kochenden Wasserbad ca. 2 Stunden garen, danach sofort servieren: stürzen und mit Puderzucker bestreuen.

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Die kleine M fand das Ganze noch nicht süß genug und hat sich noch ein wenig Ahornsirup dazu gegönnt…

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Bacon and Egg Muffins

Immer Egg Benedict zum Sonntags-Frühstück ist doch auf Dauer auch langweilig… finden das Kleine M und L zwar nicht, aber ICH. Abgesehen davon stehe ich morgens nicht so gerne ewig am Topf und pochiere Eier.
Diese Bacon and Eggs lassen sich gut vorbereiten: abends alles schnibbeln und morgens nur schnell backen. Und während sie im Ofen sind, könnte man sich nochmal in Bett kuscheln (Wunsch)… oder halt den Tisch decken (Realität).
Ich liebe die Kombi aus Spinat, Tomaten und Feta als Füllung, aber natürlich könnt Ihr hier Eure Lieblings-Rührei-Zutaten im Ei versenken: angedünstete Zwiebeln, Kochschinken, Lachs, Shrimps, geriebener Cheddar, gedünsteter Brokkoli, gebratene Kartoffelwürfel…
Ich habe die Muffins neulich für ein Elternfrühstück in der Schule gebacken. So früh am morgen hatte ich keine Zeit den Spinat anzudünsten und habe ihn roh (ohne Zwiebeln, da ich die roh nicht essen kann) in die Eiermasse gestopft. Das schmeckt etwas herzhafter, passt aber auch sehr gut!

Zutaten für ein Blech mit 12 großen Muffinmulden:
10 Bio-Eier Gr. M
12 Scheiben Bacon „gegart“
12 Scheiben Bacon „roh“
200 g Spinat
1 Schalotte
12 Kirschtomaten
150 g Feta
30 ml Milch
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Das Muffinblech gut einfetten und die Wände der Mulden jeweils mit einer Scheibe vorgegartem Bacon auskleiden. Dabei darf der Bacon ruhig ein wenig oben aus der Form herausschauen!
Die rohen Baconscheiben in einer beschichteten Pfanne schön dunkel braten, dann kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen. Jeweils eine Scheibe auf den Boden der Mulden drücken, solange der Bacon noch weich ist.
Das überschüssige Fett bis auf etwa 1 TL abgießen, die Hitze reduzieren. Die Schalotte fein würfeln und in dem Öl bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Den Spinat waschen und putzen, dann grob kleinschneiden (Blätter etwa dritteln). In die Pfanne geben, etwas salzen und zusammenfallen lassen, dabei gelegentlich wenden.
Die Tomaten je nach Größe halbieren oder vierteln, den Feta in Würfel schneiden.
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eier mit Milch verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dabei mit dem Salz nicht übertreiben, da Bacon und Feta noch einiges an Salz dazugeben.
Eier in die Mulden des Muffinbleches gießen, dann Spinat, Tomaten und Feta in die Masse setzen. Die Mulden sind jetzt bis zum Rand gefüllt, sollten aber natürlich nicht überlaufen!
Die Form auf einem Rost in die Mitte des Backofens schieben und je nach Ofen und Größe der Eier 20-30 Minuten garen. Mit einem Messer vorsichtig um den Bacon herum die Muffins an den Wänden lösen, dann vorsichtig mit einem Esslöffel aus der Form heben.
Wenn Ihr die Muffins nicht sofort essen möchtet, lieber etwas länger garen und im Kühlschrank aufbewahren. Am besten schmecken sie natürlich ganz frisch und nur knapp gar!

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Das Kleine M baut sich mit Hilfe eines Toastbrötchens aus den Muffins ein Frühstücks-Sandwich (geht auch mal ohne Rübensirup!)

Quelle: tausenfach im Netz…

Paderborner Landbrot

Meine Familie steht total auf „Graubrot“… also ein eher mittel-helles Brot ohne Körner, Satten und ähnliches. Das kann ziemlich langweilig werden!
Also suche ich immer nach Rezepten für Brote, die „grau“ genug sind, aber doch etwas interessant schmecken. Das Paderborner ist genau richtig für ein Alltagsbrot!

Sauerteig:
200 g Roggenmehl 1150
200 g Wasser (warm)
30 g Anstellgut vom Roggensauerteig

Verrühren und bei warmer Zimmertemperatur (24-26°C) 12 Stunden stehen lassen. Wie immer vor dem Weiterverarbeiten 50 g abnehmen und im Kühlschrank aufbewahren (als Anstellgut fürs nächste Mal).

Zutaten Hauptteig:
380 g Sauerteig
250 g Roggenmehl 1150
140 g Dinkel- oder Weizenmehl 1050
380 g Wasser
5 g Hefe (wenn der Sauerteig nicht triebstark ist, etwas mehr)
11 g Salz
¼ TL Brotgewürz (Fenchel, Kümmel und Anis)
10 g Malz- oder Rübensirup

Zubereitung:
Sauerteig und alle anderen Zutaten etwa 5 Minuten verkneten bis sie gut durchmischt sind. 45 Minuten ruhen lassen.
Kurz mit nassen Händen langwirken, in eine gefettete 1-kg-Brotform geben, gut anfeuchten und mindestens 1 Stunde abgedeckt gehen lassen. Ich gehe nicht bis zur vollen Gare, da mir dabei der Teig nach dem Stipfeln schon mehrfach im Ofen zusammengefallen ist (vermutlich Übergare). Wenn der Rand der Form fast erreicht ist, reicht es mir – probiert einfach etwas herum, bis es bei Euch passt.

Ofen rechtzeitig auf 210°C vorheizen. Teig nochmal befeuchten und stipfeln. Dafür benutze ich einfach einen angefeuchteten Schaschlikspieß. In den Ofen stellen und gut schwaden. 60 Minuten auf 200°C fallend backen, dann noch mal 5 Minuten ohne Form ausbacken.

Gut auskühlen lassen, dann erst anschneiden.
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Das Paderborner duftet herrlich und schmeckt super zu „Wurst und Käse“. Ich mag es auch gerne getoastet mit Butter und Rübensirup…

Quellen: brotdoc (wie immer etwas abgewandelt)

Schwarzbrot

Vom Kattendorfer Hof bekommen wir Roggen und Dinkel in demeter-Qualität. Daher backe ich natürlich gerne Brot aus Roggen und Dinkel… und habe das Mehl immer im Vorrat. Da ich keine eigene Mühle habe, mahle ich das Mehl im Hofladen. Es ist leider selbst in der feinsten Einstellung recht grob, das Ergebnis ist wie eine Mischung aus Vollkornmehl und feinem bis mittlerem Schrot. Ich siebe es dann, und bewahre Mehl und Schrot getrennt auf. So kann ich auch feinere Brote mit „unserem“ Mehl backen.
Diese Mal sollte es aber mal ein richtig deftiges Körnerbrot sein! Aber etwas lockerer als das Korn-an-Korn Brot, das meiner Familie zu mächtig ist. Inspiriert von Bäcker Süpkes „Schwarzem Hamster“ habe ich weitergesucht und bin bei ketex, Marla und schließlich Lutz Geißler fündig geworden. Hier meine Version des Hamsters:

Sauerteig:
150 g Roggenvollkornmehl
150 g Wasser (warm)
50 g Anstellgut vom Roggensauerteig

Mischen und bei warmer Zimmertemperatur (24-26°C) 16-18 Stunden stehen lassen. Bevor der Sauerteig in den Hauptteig wandert: 50 g abnehmen und im Kühlschrank aufbewahren. Das ist mein Anstellgut fürs nächste Mal!

Kochstück:
50 g Roggen, ganze Körner
50 g Dinkel, ganze Körner

Mit Wasser bedecken, 30 Minuten kochen bis die Körner weich sind. Abgießen und auskühlen lassen.

Quellstück:
120 g Roggen-Feinschrot
50 g Flocken (z.B. 3-Korn-Flocken von Allnatura)
50 g Haselnüsse
50 g Kürbiskerne
50 g Sonnenblumenkerne
30 g Leinsamen
30 g Sesam
14 g Salz
300 g Wasser

Alles mischen und mindestens 3 Stunden stehen lassen. Kühl lagern, zimmerwarm verarbeiten.

Zutaten Teig:
Sauerteig, Kochstück, Quellstück
130 g Dinkelmehl oder Weizenmehl 1050
10 g Hefe (wenn der Sauerteig nicht triebstark ist, etwas mehr)
10 g Malz- oder Rübensirup

Zubereitung:
300 g vom Sauerteig, Quellstück und Teigzutaten etwa 5 Minuten langsam verkneten bis sie gut durchmischt sind. Dann das Kochstück kurz unterkneten. 30 Minuten ruhen lassen.
Kurz durchkneten, in ein paar Saaten rollen, in gefettete 1-kg-Brotform geben, gut anfeuchten und 1 Stunde abgedeckt gehen lassen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Teig einschneiden oder nochmal befeuchten und stippen. In den Ofen stellen und gut schwaden. 55 Minuten backen, dann noch mal 5-10 Minuten ohne Form ausbacken.

Gut auskühlen lassen, am besten erst am nächsten Tag anschneiden.
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Dieses deftige Körnerbrot schmeckt mir am besten mit Butter und luftgetrocknetem Schinken.

Quellen: Bäcker Süpke, Plötzblog (Lutz Geißler), ketex, Marla

Gelbe Tomatensuppe

Bevor die Tomaten-Saison ganz zu Ende ist hier schnell noch ein Rezept für eine Tomatensuppe. Nicht nur sehr lecker, sondern auch ziemlich fotogen, oder?

Zutaten:
1 kg gelbe (Fleisch-)Tomaten oder 800g gelbe Tomaten aus der Dose
400 ml Gemüsefond
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Bund Basilikum
2 feste Büffelmozzarelle
Salz, Pfeffer, Olivenöl, Zucker

Zubereitung:
Tomaten waschen und mit einem sehr scharfen Messer die Schale kreuzförmig einritzen. In einem Topf 2 Liter Wasser zum Kochen bringen, die Tomaten kurz darin blanchieren. Mit einer Schaumkelle herausheben, sobald die Schale beginnt, sich aufzurollen. In kaltem Wasser abschrecken. Jetzt kann man die Schale ganz leicht von der Tomate abziehen. Das geht je nach Sorte besser oder schlechter. Einige Tomaten brauchen etwas länger im heißen Wasser, bis sie ihre Schale hergeben. Anschließend filetieren: Strunk und Glibber kommen nicht mit in die Suppe.
Manche Sorten haben eine so dünne Schale, dass es einfacher ist, sie nach dem Blanchieren kleinzuschneiden  und durch ein grobes Sieb zu streichen. So ist man auch gleich die Kerne los…

Schalotte und Knoblauch würfeln. In einem Topf 1 EL Olivenöl erhitzen und Schalotten- und Knoblauchwürfel langsam glasig dünsten. Mit Fond ablöschen, Tomaten zugeben. Köcheln, bis die Tomaten weich sind.

Währenddessen das Basilikumöl herstellen: ein paar Blätter Basilikum für die Deko aufheben, die restlichen Blätter fein hacken und mit 50ml gutem Olivenöl pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Mozzarelle würfeln. Ich mag am liebsten Büffelmozzarella, für dieses Rezept sollte er aber noch recht fest sein.

Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Auf die Suppenteller geben und mit Mozzarellawürfeln, Basilikumöl, Basilikumblättern und (für das kleine Bisschen umami) einem Streifen getrockneter Tomate garniert sofort servieren.

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Dazu habe ich ein Oliven-Chiabatta gebacken und in dünnen Scheiben geröstet.

Rezeptidee: kochhaus

 

Sweet Goat Cheese Salat

Die Idee zu diesem Salat kam mir beim Burgeressen. Bei Bobby´s Burger in Winterhude gibt es eine Burgerkreation mit Ziegenkäse und karamellisierten Walnüssen. Sehr lecker! Aber immer Burger? Wird so langsam langweilig!

Ein bisschen daran herumgebastelt, und ergänzt ergab es einen super leckeren Salat. Für das richtige Dressing musste ich ein wenig experimentieren, aber jetzt passt es. Der Salat lässt sich in einer tiefen Blechkuchenform mit Deckel sehr gut zu einer Bring-was-fürs-Buffet-mit-Party mitnehmen! Und mit gebratener Hähnchenbrust ergibt es eine tolle Mahlzeit.

Zutaten für 4 Personen:
1 Römer- oder anderer Blattsalat
2-3 kleine Zucchini (ersatzweise 1 Aubergine)
100 g Ziegen(frisch-)käse
1 handvoll Walnüsse
100 g Zucker
6-8 Scheiben Bacon
2 Hähnchenbrustfilets
Akazienhonig
Rosmarin, fein gehackt
Saft von ½ Zitrone
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Gemüse in Scheiben schneiden und in Olivenöl scharf anbraten oder mit Öl einstreichen und grillen. Salzen, pfeffern  und mit etwas Rosmarin bestreut abkühlen lassen.
Hähnchen ebenso scharf anbraten und im Ofen bei 100°C zu Ende garen lassen oder grillen, ebenso würzen und abgedeckt abkühlen lassen.
Bacon braten, abkühlen lassen und grob zerteilen.
Zucker in einem Edelstahltopf schmelzen, Walnüsse zugeben und karamelisieren, auf Backpapier abkühlen lassen.

Salatblätter vom Strunk brechen, gründlich waschen, trockenschleudern und kleinrupfen oder -schneiden (je nach Salat). In der Form ausbreiten, Gemüse und Fleisch darauf anrichten, Ziegenkäse würfeln oder zerbröseln und darüber verteilen.

Für das Dressing 2 EL Olivenöl, Zitronensaft, 1 EL Honig, etwas Salz und Pfeffer und fein gehackten Rosmarin in einem Glas gründlich durchschütteln.

Kurz vor dem Servieren das Dressing über den Salat träufeln und mit den Walnüssen garnieren.
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Danke C+T für die Einladung zu Eurem 100sten (dort hat der Salat seine Feuertaufe bestanden), es war ein wunderbar entspannter Tag!

Idee: Bobby´s Burger

 

Cannelé bordelais

Während unseres New York Trips im März habe ich auf einen Besuch in Dominique Ansel´s Bakery bestanden. Der Große M war sagen wir mal „so medium“ begeistert… ich hatte ihm leider verraten, dass man bei Mr. Ansel anstehen muss, um eines der weltberühmten Cronuts bei ihrem Erfinder naschen zu dürfen. Anstehen und warten ist nicht so seins! Richtig mieses Wetter hat uns dann den Tag gerettet: an einem Montagmorgen um 8:00 Uhr im Schneesturm mussten wir nur 10 Minuten vor dem Laden ausharren, bevor wir mit einem köstlichen Buttermilk-Blueberry Cronut belohnt wurden. Unbeschreiblich knusprig, cremig, lecker!!! Der Große M war nach 2 Cronuts dann auch wieder bester Laune. Auch der Kaffee war hervorragend (überhaupt können die Amerikaner inzwischen wirklich guten Kaffee kochen!). Aber so richtig abgeschossen hat es dieses kleine Backwerk, dass ich nach dem Cronut und dem DKA (Dominique’s Kouign Amann) beim besten Willen nicht mehr essen konnte, das deshalb erstmal in meine Tasche wanderte… und dann bei der Einlasskontrolle zum Madisons Square Garden wieder zutage gefördert wurde. Keine mitgebrachten Speisen erlaubt! Ok, dann esse ich es jetzt schnell… und dann war es um mich geschehen – whow! Außen knusprig, caramellig, innen cremig vanillig und überhaupt: mein erstes Cannelé!

Der Geschmack ließ mich nicht mehr los. Zu Hause musste ich es dann unbedingt nachbacken. Glücklicherweise hat Mr. Ansel das Rezept in seinem Kochbuch veröffentlicht. Ich habe es auf meine Bedürfnisse angepasst (vor allem an die Größe meiner Backform: eine 12er Mini-Gugelhupfform von Brinkmann – sie ist aus antihaftbeschichtetem Blech und funktioniert super!). Es ist und bleibt aber Ansel´s Rezept, Link siehe unten.

Zutaten
für 12 große Mini-Gugelhupfformen oder Kupfer-Cannelé-Formen
500ml Vollmilch
50g Butter
½ Vanilleschote
2 Eier + 2 Eigelbe Gr. L
25g dunkler Rum
100g Weizenmehl 450er
200g weißer Zucker
1g Salz

Zubereitung
Die Vanilleschote auskratzen. Milch mit Butter und Vanille (Schote und Mark) im Topf langsam zum köcheln bringen, dann abkühlen lassen, bis sie etwa 38°C hat. Die Eier und Eigelbe unterrühren, anschließend den Rum. In einer Rührschüssel Mehl, Zucker und Salz mischen. Etwa ein Drittel der Milch hinzugeben und untermixen bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind, dann nach und nach den Rest der Milch zugeben. Möglichst keine Luft unter den Teig schlagen. Den Teig sieben, um evtl. Mehlklümpchen aufzulösen, dann luftdicht verpackt 2-3 Tage in den Kühlschrank stellen. Das Gefäß, z.B. eine Milchflasche sollte genau die passende Größe haben, damit sich keine Haut bildet (evtl. die Oberfläche des Teiges mit Frischhaltefolie abdecken).

Am Backtag zuerst die Form fetten, dann im Backofen ca. 15 Minuten auf 230°C aufheizen. Mr. Ansel streicht die Formen mit Bienenwachs aus, aber er benutzt sicher auch Kupfer-Förmchen. Mit neutralem Öl und Blech- oder Alu-Form funktioniert es aber auch sehr gut! Den Teig gut aufrühren und in die heißen Formen füllen. Dabei etwa 1 cm frei lassen. Auf einem Backblech in der Ofenmitte etwa 15 Minuten bei 200°C backen, dann auf 175°C reduzieren und die Form um 180° drehen. Sollte der Teig über den Rand der Form hochgehen, diese kurz aus dem Ofen nehmen und den Teig einsinken lassen, dann sofort wieder in den Ofen stellen. Weitere 45 Minuten backen, bis die Cannelés schön braun karamellisiert sind. Die Zeit hängt sehr von der Form und dem Ofen ab, daher einfach mal anklopfen, ob sie schon knusprig klingen.

In der Form 10 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Rost stürzen und gut auskühlen lassen.
Sobald sie abgekühlt sind schmecken sie am besten!

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Angeblich sind die Cannelés 5 Tage im Kühlschrank haltbar – aber dazu wird es nicht kommen!!!

Quellen: Dominique Ansel, o.canada.com

 

Nachtrag 17.09.2018:
Heißt es jetzt „Cannelé bordelais“ oder „Canelé de Bordeaux“??? Das wäre jetzt eigentlich ein Beitrag für die Rubrik Klugsch… sorry: Besserwisser. Aber Ihr erfahrt es jetzt gleich hier: das Rezept für die Canelés ist uralt, vermutlich wurde hierfür das Eigelb verbraucht, das übrigblieb, wenn die Winzer das Eiweiß zum klären ihres Weines benutzt hatten. Vielleicht auch nicht, hier könnt Ihr mehr dazu lesen!
Auf jeden Fall haben sich 1985 genau 88 Patissiers aus Bordeaux zusammengeschlossen und sich den Namen „Canelé de Bordeaux“ schützen lassen. Dafür entfernten sie ein „n“ aus der historischen Schreibweise, sonst hätten sie den Namen nämlich nicht schützen lassen können. Schlau, was? Hat aber nicht geholfen, ist genau wie mit dem Wiener Schnitzel…
Also ist mein Gebäck wohl ein „Cannelé bordelais“ und ich bleibe bei der Schreibweise mit den zwei „n“.