Life Changing Bread

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Ob es nun mein Leben verändern wird, sei mal dahin gestellt. Aber da ich an keinen nennenswerten Lebensmittelunverträglichkeiten leide, kann ich vermutlich auch nicht nachvollziehen, wie es ist, auf gutes Brot verzichten zu müssen. Bei A. durfte ich kürzlich ihren Versuch, ein „glutenfreies Vollkornbrot“ zu backen probieren: es war zu meiner Überraschung köstlich! So schön nussig und knusprig… herrlich!
Das musste ich nachbacken. Mein Vorteil ist, dass ich nicht darauf achten muss, ob die Haferflocken glutenfrei sind, aber ansonsten habe ich mich an die Zutatenliste gehalten. Das Original-Rezept stammt vom Blog My New Roots, lässt sich wirklich einfach nachbacken und gut variieren. Kalorienarm ist es allerdings nicht…
Der Großen L. und mir hat es am besten mit etwas Butter und Parmaschinken gefallen – hmmmmm!
Hier meine Variante des Rezeptes:

Zutaten:
150 g Sonnenblumenkerne
100 g Leinsamen
75 g Haselnüsse (ganz oder gemahlen)
175 g Haferflocken (ggf. glutenfreie)
50 g 5-Korn-Flocken (ggf. durch glutenfreie Haferflocken ersetzen)
3 EL Chia Samen
4 EL Flohsamenschalen
1 TL Salz (nur wenig gehäuft)
1 EL Ahornsirup
2 EL Butterschmalz (oder Cocosöl), erwärmt
450 ml Wasser

Zubereitung:
Die trockenen Zutaten in einer Schüssel gut mischen, Sirup, Fett und Wasser zugeben und durchmischen. In eine gefettete Kastenform geben und glattstreichen, dabei die Ränder etwas herunterdrücken.
2-4 Stunden quellen lassen, dabei nicht mehr mischen!
Den Backofen mit Rost auf 175°C vorheizen, Brot in der Form 25 Minuten backen. Dann auf den Rost stürzen und 40 Minuten weiter backen. Ganz abkühlen lassen, dann in Scheiben schneiden.

Das Brot hält sich einige Tage, lässt sich aber auch einfrieren und auftoasten.

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Quelle: My New Roots

Pane Valle Maggia

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Ich wurde beim Browsen durch ein Foto auf Chili und Ciabattas Blog auf dieses Brot aufmerksam. Es sah zwar völlig anders aus, als mein Exemplar, aber lachte mich einfach an… Es musste also nachgebacken werden. Zugegeben, ich war etwas skeptisch aufgrund der großen Wassermenge, und habe diese auch ein wenig reduziert. Außerdem habe ich wieder mit „falschem“ Sauerteig gearbeitet und dafür etwas mehr Hefe benutzt, war aber nicht so schlimm. Falls ich noch mal einen guten Weizensauer angesetzt bekomme, probiere ich ihn bei diesem Brot aus!

Dann ist mir noch ein kleiner Fehler unterlaufen, der sich aber als Vorteil erwies: ich habe das Brot mit dem Schluss nach oben eingeschoben. Upps. Ich hatte es mit dem Schluss nach unten gehen lassen und dann auf den Backstein gestürzt. Dadurch fiel das Brot sofort stark auseinander. Ich befürchtete Schlimmes. Da ich aber gut geschwadet hatte, bildete sich schnell eine stützende Kruste und das Brot ging in der Mitte stark hoch. Eine interessante Kruste ist so entstanden, die sehr lecker schmeckt. Super knusprig!

Aufgrund der Größe lässt sich das Brot etwas schwer schneiden. Das Foto vom Anschnitt möchte ich Euch trotzdem nicht vorenthalten, es zeigt die wunderbar fluffig-saftige Krume, und die knusprige Kruste lässt sich erahnen… es duftete herrlich!!! Und geschmeckt hat es genauso gut.

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Zutaten:

35 g Weizenvollkornmehl
35 ml Wasser
1 Msp. Trockenhefe

500 g Manitoba-Mehl (Weizenmehl mit erhöhtem Proteingehalt, z.B. ital. Ciabattamehl)
450 ml Wasser (lauwarm)
100 g Roggenmehl Type 1150
20 g Roggenvollkornmehl
Roggensauerteig entsprechend der Roggenmehlmenge (hier 1 TL Trockensauerteig von Alnatura)
9 g Trockenhefe
14 g Salz (Meersalz)

 

Sauerteig:
Am Vortag 1 EL Weizenvollkornmehl (ca. 35g) mit der gleichen Menge Wasser und etwas Hefe mischen und über Nacht bei Zimmertemperatur stehen lassen. Gelegentlich durchheben. Bis zum Backen sollte es leicht angesäuert sein und angenehm weinsauer riechen. Oder ihr benutzt Euer vorhandenes Anstellgut…

Zubereitung:

In der Rührschüssel der Rührmaschine Weizenmehl, Roggenmehle, Trockensauerteig, Hefe und Salz mischen. Lauwarmes Wasser und Sauerteig (ca. 70 g) zufügen und alles auf kleiner Stufe 15 Minuten kneten lassen, bis sich das Gluten entwickelt hat (Fenstertest).

In einer eingeölten Schüssel mit Deckel 45 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Dann auf etwas Mehl strecken und falten und wieder in die Schüssel geben.

Nach weiteren 45 Minuten wieder die Luft herausdrücken, strecken und falten. Kurz ruhen lassen. Den Backofen mit dem Backstein vorheizen. Da ich einen schrecklichen Stein (Tchibo) habe, kann ich nur auf 200°C vorheizen, sonst stinkt er zum Himmel. Leider tut er das nach Jahren der Benutzung immer noch. Ich brauche mal einen neuen!

Nun das Brot durch Falten zu einem runden Laib formen, mit dem Schluss nach unten auf einem bemehlten Tuch in der Schüssel 30 Minuten gehen lassen.

Vorsichtig auf den Backstein stürzen und gut schwaden. Nach 10 Minuten den Dampf ablassen. Nach 20 Minuten nochmals kurz den Ofen öffnen. Dann auf 190°C herunterschalten und weitere 30 Minuten backen. Dann durch Klopfen auf die Unterseite prüfen, ob das Brot gar ist. Es sollte sehr hohl klingen.

Auf dem Gitter gut abkühlen lassen. Die Kruste wird dabei verführerisch knistern…
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Wer sich ein glattes, rundes Brot wünscht, lässt es mit dem Schluss nach oben gehen und ritzt es nach dem Stürzen auf den Stein mit einer Rasierklinge mehrfach parallel ein. Dieses Brot wird vermutlich höher werden, als meins und muss daher etwas länger backen.

Probiert das Pane Valle Maggia getoastet mit Hummus!

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Quelle: Chili und Ciabatta

Vollkorntoast

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Der kleine L steht total auf Sandwiches. Zur Schule. Jeden Tag…

Aber immer nur Toastbrot? Vollwertige Ernährung stelle ich mir irgendwie anders vor. Also habe ich ein wenig im Internet gesucht, und bin wie immer beim brotdoc fündig geworden. Mein Brot-Guru hat gleich mehrere Toastbrot-Rezepturen auf Lager. Scheinbar stehen seine kids auch auf Toast!

Wenn Ihr wie ich duftendes selbstgebackenes Brot liebt, schaut Euch mal auf dem Blog vom Brotdoc um! Der ist eine wahre Fundgrube für Brotrezepte aller Art. Viele sogar zusätzlich auf Englisch, kann man wunderbar an Freunde im Ausland weiterleiten! Ich habe schon einige seiner Rezepte nachgebacken, und alle Brote sind superlecker geworden.

Ich habe erstmal seinen „Vollkorntoast“ gebacken, dann aber noch ein wenig am Rezept gearbeitet. Der kleine L fand es nämlich „zu vollkornig“… Das Ergebnis des 2. Versuchs war ein wunderbar fluffiges, nach Butter duftendes Toastbrot. Kam gut an!

Vorteig:
145g Weizenvollkornmehl
150g lauwarmes Wasser
2g Trockenhefe

Zutaten vermischen und 12-18 Stunden fermentieren lassen

Quellstück:
150g Weizenvollkornmehl
150g Wasser
17g (Meer-)Salz

Zutaten vermischen und 12-18 Stunden quellen lassen

Zutaten Hauptteig:
200g Weizenmehl
100g Dinkelmehl
40g Roggen
(Mahlgrade nach Geschmack wählen, ich habe 800er bzw. Vollkornmehl benutzt)
20g Zucker
4g Trockenhefe
10g Bäckerlecithin
10g Weizenmalzmehl
165g kalte Milch
75g kalte Butter in Stückchen

Zubereitung:
Einen EL Mehl für die Arbeitsfläche abnehmen und zur Seite stellen. Die trockenen Zutaten mischen, Vorteig, Quellstück und Milch zugeben, verkneten bis alles gut vermischt ist. Dann die Butter zugeben und unterkneten. Das Kneten dauert bei mir insgesamt 5-7 Minuten.
45 Minuten ruhen lassen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche einige Male strecken und falten, dann in zwei Teile teilen. Zwei Stränge wirken, dabei die großen Luftblasen aus dem Teig drücken. Die Stränge zu einem X legen, dann die Enden miteinander verdrehen (flechten). In eine gefettete Toastbrotform geben, dabei die Ende etwas unterschlagen. Der Teig sollte gleichmäßig in der Form liegen und an allen Stellen etwa gleich dick sein.
Ich benutze eine 1,5kg Brotform aus Blauglanzblech, eingefettet habe ich sie mit Pflanzenöl. Jetzt mit Folie abgedeckt etwa 30-60 Minuten bei Raumtemperatur oder etwas wärmer zur Gare stehen lassen. Die Form sollte dann bis ca. 1cm unterhalb des Randes gefüllt sein.
Ofen mit einem Backblech (mittlere Schiene) auf 210°C vorheizen. Deckel auflegen und Form in den Ofen stellen. Nach 10 Minuten auf 190°C reduzieren und weitere 40 Minuten backen. Mein Ofen ist recht speziell, was das Halten der Temperaturen angeht. Die Werte sind für mich passend, kann sein, dass Ihr höher drehen müsst!

Nach der Backzeit sofort aus der Form stürzen und abkühlen lassen. Danach kann man es in einer Gemüsetüte (diese dünnen, gelochten Plastikbeutel) aufbewahren. Hält sich durchaus eine Woche!

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Da das Brot gehaltvoller und saftiger ist als gekauftes Toastbrot, müsst Ihr den Toaster etwas höher einstellen!

Quelle: brotdoc und andere


Blümchenbrot

Reine Show! Aber das kleine M. hat beim Backen geholfen, ich kann ja eigentlich froh sein, dass es kein Hallo-Katze-Brot geworden ist…

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Zubereitung wie Graubrot aus dem Gusseisenbräter. Mangels Zeit diesesmal als Lazy-Brot, aber das war nicht von Vorteil: das Brot ist ziemlich aufgerissen. Also, lieber langsam gehen lassen! Das Muster haben wir direkt vor dem Backen ca. 5mm tief mit einem spitzen Messer eingeschnitten.

Osterzopf

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Im 2. Anlauf ist er super geworden! Nachdem der 1. Versuch mich zum Verzweifeln gebracht hat, und partout nicht aufgehen wollte, hat es Nummer 2 etwas übertrieben und ist auf das vierfache seiner Ausgangsgröße gewachsen…. Also: flechtet locker und backt ihn lieber frei – auf dem Blech!

Zutaten für einen Zopf:
350g 550er Weizenmehl
3 Eier Gr. M, kalt
50ml Wasser, 10°C
16g frische Hefe oder 5g Trockenhefe
4g Salz
45g Zucker
150g  Süssrahmbutter, kalt

für die Eistreiche:
1 Eigelb
1 EL Milch
½ TL Puderzucker

Zubereitung:
Alle Zutaten außer der Butter (Mehl, Eier, Wasser, Hefe, Salz und Zucker) mit dem Mixer verkneten. Je kälter sie waren, desto besser lässt sich nachher die Butter unterkneten. Es dauert knapp 10 Minuten, bis das Gluten anfängt sich zu entwickeln, also lieber mit der Maschine kneten, sonst gibt es Muskelkater und der Teig wird zu warm!
Jetzt die kalte Butter in Stückchen schneiden und unterkneten. Ruhig alles auf einmal! Das dauert eine Weile… Dann weiterkneten, bis sich das Gluten voll entwickelt hat (Fenstertest). Bei Zimmertemperatur etwa eine Stunde gehen lassen, dabei wird sich der Teig kaum vergrößern.

Nun folgt das Falten und Strecken, das dem Teig später seine Konsistenz geben wird. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, liest beim brotdoc die Foto-Anleitung (mein Brot-Guru!)…
Gut verschlossen ruht der Teig nun über Nacht im Kühlschrank. Nach einer Weile noch mal entgasen.

Nach mindestens 12 Stunden Ruhe darf der Teig sich etwa 20 Minuten auf der Arbeitsplatte entspannen, bevor ich ihn in Form bringe. Dafür in drei gleiche Teile schneiden und unter Strecken, Falten und Rollen zu Strängen formen. Die sind etwas länger, als der Zopf werden soll! Dabei nicht zu viel Mehl benutzen, damit sich der Zopf gut verbindet.
Alle drei Stränge an einem Ende aufeinanderdrücken, etwas plattdrücken und nach unten umschlagen. So gibt es ein schönes Ende. Jetzt locker flechten und das Ende wie den Anfang formen.

Ich habe den Teigling jetzt in eine Kastenform gegeben, die er zu 1/3 füllte. Nach zwei Stunden Gare war er fast so groß, wie die Form. Im Ofen ist er aber noch einmal fast doppelt so groß geworden, was das schöne Zopfmuster etwas zerstört hat. Nächstes Mal (Ostern!) backe ich ihn frei geformt auf dem Blech!

Nach 1½ – 2 Stunden Gare bei Raumtemperatur sollte der Teig backreif sein (Probe). Den Ofen auf 190°C aufheizen. Aus Eigelb, Milch und Zucker eine Eistreiche mischen und den Zopf damit einpinseln.
Ab in den Ofen (ohne Schwaden)! Nach 20 Minuten prüfen, ob der Zopf zu dunkel wird, ggf. mit Alufolie locker belegen. Nach weiteren 20 Minuten sollte der Zopf gar sein!

Noch warm mit Butter und Marmelade oder Käse genießen!

Mischbrot aus dem Gusseisentopf

Schnell noch ein Brot. Mir ist kein schöner Name eingefallen, wer einen besseren weiß, darf einen Kommentar schreiben…

Die „Bauart“ ist dieselbe, wie beim Graubrot, nur mit mehr „Biss“.

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Zutaten:

100 g feine 3-Korn-Flocken oder Haferflocken
200 ml heißes Wasser

250 ml warmes Wasser
1 EL Rübensirup
½ Stück Hefe (1 Pk. Trockenhefe)

200 g 550er Weizenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
100 g Roggenvollkornmehl
2 gestr. TL Salz
1 Prise Trockensauerteig
1 Prise Brotgewürz (Fenchel, Anis, Kümmel, Koriander)

Zubereitung:

Am Vorabend die Getreideflocken mit dem Wasser übergießen und über Nacht quellen lassen.

Rübensirup und Hefe im Wasser auflösen und zur Seite stellen. Zeigen sich nach ca. 10 Minuten Bläschen, ist die Hefe aktiv.

Mehle, Salz, Sauerteig und Gewürz mischen, Hefelösung in die Mitte gießen, die Getreideflocken dazugeben. Von der Mitte aus langsam und gründlich (mit dem Handrührgerät) das Mehl einkneten. Bei Zimmertemperatur ca. 2 Stunden gehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist. Dann auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz kneten, dabei die Teigseiten zur Mitte falten und so eine schön glatte Kugel formen. Ein Geschirrtuch über ein Schüssel legen, leicht bemehlen. Die Teigkugel vorsichtig darauflegen, etwas bemehlen, die Tuchenden locker über den Teig schlagen.

An einem warmen Ort noch einmal etwa 2 Stunden gehen lassen. 15 Minuten vor dem Backen den Ofen samt Gusseisentopf mit Deckel auf 220°C aufheizen.

Ist der Teig reif, vorsichtig in den heißen Topf gleiten lassen. Deckel auflegen und 20 Minuten mit Deckel bei 220°C backen, dann auf 200°C reduzieren. Nach weiteren 15-20 Minuten den Deckel abnehmen und ca. 20 Minuten offen fertigbacken, je Dicke des Brotes.

Dann aus dem Topf kippen und den Klopftest machen – Klingt hohl? Dann ist es gar!

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Mein Brot hat knapp 60 Minuten gebacken. Es ist wunderbar saftig und schmeckt kräftiger als das Graubrot, aber weit entfernt von Vollkornbrot… So ein Mischding halt!

Graubrot aus dem Gusseisentopf

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Zutaten:

350 ml warmes Wasser
1 EL Rübensirup
½ Stück Hefe (1 Pk. Trockenhefe)

300 g 550er Weizenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
100 g Roggenvollkornmehl
2 gestr. TL Salz
1 Prise Trockensauerteig
1 Prise Alnatura Brotgewürz

Zubereitung:

Rübensirup und Hefe im Wasser auflösen und zur Seite stellen. Zeigen sich nach ca. 10 Minuten Bläschen, ist die Hefe aktiv.

Mehle, Salz, Sauerteig und Gewürz mischen, Hefelösung in die Mitte gießen. Von der Mitte aus langsam und gründlich (mit dem Handrührgerät) das Mehl einkneten. Bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist. Dann auf der bemehlten Arbeitsfläche kurz kneten, dabei die Teigseiten zur Mitte falten und so eine schön glatte Kugel formen. Ein Geschirrtuch über ein Schüssel legen, leicht bemehlen. Die Teigkugel vorsichtig darauflegen, etwas bemehlen, die Tuchenden locker über den Teig schlagen.

An einem warmen Ort erfolgt die zweite Teigruhe. Es dauert etwa 1-2 Stunden, bis der Teigling backreif ist, je nach Temperatur. Drückt man ihn leicht mit dem Finger, bleibt der Abdruck im Teig.

15 Minuten vor dem Backen den Ofen samt Gusseisentopf mit Deckel auf 220°C aufheizen. Der Topf sollte 3-4 l fassen und muss nicht eingeölt werden.

Ist der Teig reif, vorsichtig in den heißen Topf kugeln lassen, ohne ihn zu erschüttern – das geht mit dem Geschirrtuch recht gut! Deckel auflegen und 20 Minuten mit Deckel bei 220°C backen, dann auf 200°C reduzieren. Nach weiteren 15-20 Minuten den Deckel abnehmen und 10-20 Minuten offen fertigbacken, je nach Form des Brotes.

Dann vorsichtig aus dem Topf holen (kippen) und auf die Unterseite klopfen. Klingt hohl? Dann ist es gar!

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Mein Brot hat einen Durchmesser von gut 20 cm und ist etwa 10 cm hoch, es hat insgesamt knapp 50 Minuten gebacken. Und, was soll ich sagen: es ist unglaublich gut geworden. Leicht knusprig, fluffig und ein super Geschmack. Perfektes Graubrot!

Lazy Bread: Baguette

Es ist soooo einfach… und duftet sooooo herrlich: selbstgebackenes Brot!
Ich frage mich, warum ich noch kein Rezept gepostet habe. Legen wir also los – zuerst mal das „Grundrezept“:

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Zutaten:
350 ml lauwarmes Wasser
1/4 Würfel Hefe (entspricht ca. 10 g, oder 1/2 Tüte Trockehefe)
1/4 TL Zucker
500 g Weizenmehl (500er) oder ein beliebiges helles Mehl, z.B. Dinkel 600er (bei Roggenmehl Sauerteig zugeben)
2 gestr. TL Salz

Zucker und Hefe im Wasser auflösen, 5 Minuten warm stellen. Mehl und Salz mischen. Auf der Hefemischung sollten sich jetzt Bläschen zeigen. Zum Mehl gießen und mit einem Kochlöffel unterrühren. Abgedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur, danach mehrere Stunden oder Tage im Kühlschrank gehen lassen.

Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ein paar Sekunden kneten (Seiten von außen in die Mitte schlagen), länglich formen, danach 30-60 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Ofen (mit Pizzastein oder zumindest Backblech) auf 220°C aufheizen. Eine feuerfeste Schale unten in den Ofen stellen. Das Brot vorsichtig in den Ofen legen, eine Tasse Wasser in die Schale gießen und die Ofentür schnell, aber ohne Erschütterung schließen.

Das Brot wird jetzt förmlich explodieren und aufreißen. Durch das Wasser wird es schön knusprig! Wer es lieber soft mag (Chiabata), läßt es nach dem ruhen noch 30 Minuten an einem warmen Ort gehen, heizt nur auf 200°C auf und gibt kein Wasser in den Ofen.

Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren und 30-60 Minuten ausbacken. Ein Baguette benötigt ca. 25-30 Minuten, ein runder Laib fast 60. Ich teste einfach, ob es schon gar ist: auf die Unterseite klopfen – klingt das Brot hohl, ist es gar!

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Ich mache einfach gleich die doppelte Menge Teig – hält sich im Kühlschrank 1-2 Wochen! – und backe es bei Bedarf. Oder es wird eine Pizza daraus…
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Quellen: Chaosqueen,  Ilka

Malzbiervollkornbrot

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Zutaten:

100 g Haferflocken (oder 3-Korn-Flocken von Alnatura)
200 ml Malzbier

300 ml warmes Wasser
½ Stück Hefe (1 Pk. Trockenhefe)
300 g Weizenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
100 g Roggenvollkornmehl
2 gestr. TL Salz
1 Pr. Trockensauerteig
1 Pr. Alnatura Brotgewürz

Zubereitung:

Die Flocken im Malzbier aufkochen und 2 Stunden quellen lassen.

Hefe im Wasser auflösen (Trockenhefe ins Mehl mischen), Mehle, Salz, Sauerteig und Gewürz mischen, Hefelösung in die Mitte gießen. Dann die Flocken zufügen. Und jetzt wie immer: gründlich (Handrührgerät) verkneten und bei Zimmertemperatur gehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist. Dann kurz kneten, dabei die Teigseiten zur Mitte falten. In Haferflocken rollen, dabei eine Wurst formen und in eine mittlere Brotbackform legen.

An einem warmen Ort etwa 1-2 Stunden gehen lassen, bis der Teigling backreif ist (drückt man ihn leicht mit dem Finger, bleibt der Abdruck im Teig).

15 Minuten vor dem Backen den Ofen auf 200°C aufheizen.

Ist der Teig reif, mit Alufolie abdecken und 20 Minuten bei 200°C backen, dann auf 180°C reduzieren. Nach weiteren 20 Minuten die Folie abnehmen und ca. 20 Minuten offen backen, dann vorsichtig aus der Form nehmen und auf dem Rost fertigbacken (bis es beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt).

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Ich hatte mein Brot leider neben der Heizung vergessen, die 2. Teigruhe war also viel zu lang. Es war aber nicht ganz so schlimm, nur halt „obenrum“ nicht so hübsch! Das Brot hat hat insgesamt knapp 70 Minuten gebacken.

Laugenbrötchen

Die Kinder lieben Laugenbrötchen. Und Laugenstangen. Und Laugenbrezel……
Also: mußte ich mal selbst backen.

Zutaten

1000 g Mehl (500er Weizen / etwas Roggenmehl/ Dinkel etc.)
750 ml warmes Wasser
1 TL Rübensirup oder Zucker
3 TL Salz
1/2 Würfel frische Hefe (oder 1 Tüte Trockenhefe)
3 EL Natron (Baking Soda, Kaisernatron etc.)
3 TL Salz
1 TL grobes Salz (oder Sesam) zum Bestreuen

Morgens:
Warmes Wasser, Rübensirup und Hefe mischen und 10 Minuten stehen lassen.
Mehl abwiegen, mit Salz mischen, Hefebrühe dazu, mischen, bis das Mehl gut befeuchtet ist, dann 2 Stunden stehen lassen und danach ab in den Kühlschrank oder Keller. Mindestens 4 Stunden kühl stehen lassen.

Abends:
Teig kurz kneten, eine Rolle formen, Stücke abschneiden (16?), Brötchen formen, schleifen und bis zur Endgröße gehen lassen.
Natron und Salz im großen Topf in 1 l Wasser aufkochen. Die Teiglinge portionsweise vorsichtig in das leicht kochende Wasser legen, etwa 30 Sekunden kochen, kurz abtropfen lassen, abkühlen lassen.
Während dessen den Ofen auf 190°C aufheizen. Teiglinge über kreuz einritzen, etwas grobes Salz darauf streuen. Sind sie noch zu klein, Brötchen während des Aufheizens in den Ofen schieben, sonst erst bei Backtemperatur. Nach etwa 15 Minuten sollten sie goldbraun und knusprig sein…
Auf einem Rost abkühlen lassen!

selbstgemachter Obatzda ist die Krönung dazu! Rezept folgt hier

Das Foto musste ich mir ausleihen, meine sind nichts geworden. Es ist von mjammi.de.