Chai-Apfelkuchen

Der Winter steht vor der Tür… machen wir es uns mit einer Tasse Tee und einem Stück winterlich-würzigem Apfelkuchen auf dem Sofa gemütlich!
Ich habe ihn in einer Napfkuchenform gebacken, Du kannst aber auch eine Kranzform oder eine Springform benutzen.
Die Gewürzmischung ist Geschmackssache! Ich habe Milchreisgewürz von Schubeck benutzt. Es enthält neben Zimt, Ingwer und Kardamom auch Vanille, Kurkuma, Nelken, Pfeffer, Fenchel und Anis. Leider wurde der Gewürzladen im Levantehaus kürzlich geschlossen. Das sehr leckere Gewürz kann man sich natürlich selbst mischen, im Internet ist es auch noch erhältlich.
Für die Chai-Glasur habe ich Vanilla-Chai-Latte Tee aus dem Wasserschloss Hamburg benutzt. Dieser Tee basiert auf Rotbuschtee und enthält neben Zimt, Ingwer und Kardamom auch rosa Pfeffer, Nelke und Vanille. Sehr lecker! Wir gehen dort gelegentlich Tee trinken und decken uns hinterher mit Grünem Tee ein. Den Chaitee hatte ich für den Kleinen L gekauft, der gerne Chai-Latte mag.

Zutaten:
250 g Mehl (1050er Dinkelmehl)
100 g Dinkelvollkornmehl
2 TL Backpulver
2-3 TL Milchreisgewürz (Zimt, Ingwer, Kardamom)
2 EL Kakao
250 g Butter
100 g weißer Zucker
100 g brauner Zucker
1 TL Vanillezucker
5 Eier
15o ml Milch
2 Äpfel (Boskoop)
100 g gehackte Haselnüsse (oder Mandeln)
1 TL Chai-Tee (oder Milchreisgewürz)
200-250 g Puderzucker

Zubereitung:
Ofen auf 175°C vorheizen. 20 g Butter schmelen, Kuchenform damit auspinseln und mit Zwiebackbröseln oder gemahlenen Mandeln oder Nüssen ausstreuen.
200 g Butter mit Zucker (weiß, braun und Vanille) in einer großen Schüssel so lange aufschlagen, bis eine weiße Buttercreme entstanden ist. Mehle mit Backpulver, 2 TL Gewürzmischung (nach Geschmack auch mehr) und Kakao mischen und sieben. Eier einzeln in die Buttercreme mixen, dabei jeweils einen Teelöffel Mehlmischung zugeben, damit der Teig sich nicht trennt.
Äpfel schälen und grob reiben. Restliches Mehl, Apfel und Nüsse kurz unterheben. Teig in die Form füllen und ca. 1 Stunde backen (ca. 10 Minuten je Zentimeter Teighöhe) – Stäbchenprobe! Den Kuchen abkühlen lassen.
Restliche 30 g Butter mit 30 ml Milch und 1 TL Chai-Tee aufkochen und je nach Teesorte 5-10 Minuten ziehen lassen. Durch ein Teesieb in eine Schüssel gießen. Gesiebten Puderzucker untermixen, bis eine cremige Masse entstanden ist. Mit ein paar gehackten Haselnüssen bestreuen und trocknen lassen.
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Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag noch besser, wenn er durchgezogen ist!


Quelle: Zucker, Zimt und Liebe

Kaiserschmarrn

Urlaub in Österreich 2021: vier Tage Hüttenwanderung im Ötztal auf dem Ötztal-Trek mit dem Großen M und dem Kleinen L waren geplant. Und dann kam der Regen.
Etappe 1 lief noch ganz gut: Aufstieg zur Dortmunder Hütte. Im Regen. Dann wurde es heikel und die Hüttenwirte rieten uns dringend von unserem geplanten Weg ab. Also änderten wir (wieder) unseren Plan und fuhren am nächsten Tag mit dem Bus ins Tal um zur Schweinfurter Hütte aufzusteigen (Etappe 2). Im Regen. Am nächsten Morgen wieder Abstieg (im Regen) und gleich wieder Aufstieg zur Winnebachseehütte (Etappe 3). Natürlich blieben wir hier auch nicht trocken. Und statt Etappe 4 am nächsten Morgen Abstieg nach Gries. Genug gewandert. Der Regen hörte immer noch nicht auf…

Worauf wir uns trotzdem jeden Tag gefreut haben war der Kaiserschmarrn bei der Ankunft auf der Hütte. Mit Preiselbeeren oder Apfelmus. So lecker!!!

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Zutaten (Snack für 4 Personen):
1 EL Rosinen
4 Eier, getrennt
60 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
300 ml Milch, zimmerwarm
125 g Mehl
1 TL (Weinstein-)Backpulver
75 ml Mineralwasser
Butter oder Butterschmalz (Ghee) zum Braten
Puderzucker

Zubereitung:
Rosinen in etwas Wasser aufkochen (geht am schnellsten in der Microwelle) und einweichen lassen.
Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.
In einer großen Schüssel Eigelb mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Milch unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unterheben. Rosinen abtropfen lassen und zugeben, Mineralwasser zugießen und unterrühren. Dann das Eiweiß unterheben.

In einer großen beschichteten Pfanne oder Eisenpfanne einen Eßlöffel Butterschmalz erhitzen, den Teig in die Pfanne geben. Bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten backen, dann wenden. Wenn der Teig durchgebacken ist mit dem Pfannenwenderin mundgerechte Stücke teilen. Mit Puderzucker bestäuben. Einen weiteren Eßlöffel Butterschmalz in die Pfanne geben und ein paar Minuten weiter braten, dabei wenden, damit nichts anbrennt. Wenn die kleinen Krümel knusprig werden, ist der Kaiserschmarrn fertig: sofort servieren.
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Dazu schmecken Apfelmus, Preisenbeeren, oder auch ein Obstsalat!

Panna Cotta Beerentarte

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Wenn ich auf der Suche nach neuen Inspirationen für Kuchen und Torte bin, schaue ich gerne bei Clara aka Tastesheriff vorbei. Für das letzte Familientreffen im Spätsommer sollte es „Etwas mit Beeren“ werden. Der Panna Cotta Kuchen sah sowas von lecker aus… musste ich nachbacken!
Die Beeren musste ich leider kaufen, da unsere Blaubeeren bereits weggefutter waren, die Himbeeren und Stachelbeeren nicht nennenswert trugen und die Brombeeren? Die versuche ich seit 10 Jahren loszuwerden – mit mittlerem Erfolg. Nur mein einzelner Jostabeeren-Busch trägt jedes Jahr zuverlässig etwa ein Kilo Früchte. Sie waren aber schon reif, als wir noch im Urlaub waren. Meine liebe Nachbarin und Housesitterin hat sich um die Beeren gekümmert, Marmelade daraus gekocht und uns zur Rückkehr ein Glas davon geschenkt! Wir haben uns total gefreut, denn sonst hätten wir jetzt 1 kg Beerenmatsch vom Trampolin kratzen müssen…

Ich habe den Kuchen in meiner eckigen Tarteform, die ich so liebe, gebacken. Sie ist etwas kleiner als runde Formen, ca. 15 x 30 cm, daher habe ich das Rezept heruntergerechnet. Es ist auch passend für eine Springform mit 20-22 cm Durchmesser und reicht für etwa 8 Stücke Kuchen.
Und dann wäre da noch die Gelatine… natürlich könnt ihr Alternativen verwenden. Die Creme hat dann ggf. eine etwas andere Textur. Genauso verhält es sich mit der Zeit, bis die Panna Cotta fest ist. Ich bereite daher den Boden und die Panna Cotta schon am Vorabend zu, dann gibt es keine bösen Überraschungen an der Kaffeetafel. Probiert es einfach aus!

Zutaten Teig:
150 g Mehl
1/2 TL Backpulver
60 g Butter
60 g Zucker
1 Pkt. Vanillezucker
1 Ei
1/2 TL Salz
Zwiebackbrösel
Blindbackerbsen
1 Eigelb, verquirlt
1 TL Sahne

Zutaten für Creme und Belag:
Gelatine für 500 ml Flüssigkeit (ich habe gemahlene Gelatine benutzt)
2 Päckchen Vanillezucker oder 1/2 TL Vanillemark
500 g Sahne
60 g Zucker
100 g Blaubeeren
100 g Himbeeren
100 g Brombeeren
oder 300 g Beeren und anderes saures Obst nach Wahl bzw. Saison: Stachelbeeren, Erdbeeren, Rhabarber…

Zubereitung Teig:
Am Vortag: Zutaten kurz (mit der Küchenmaschine) verkneten. Den Boden der Tarteform mit Backpapier auslegen, Form buttern (Rand bis ganz oben!) und mit Zwiebackbröseln panieren.
Teig ausrollen und in die Form drücken, dabei den Rand ausbilden. Aufpassen, dass der Teig in der Ecke nicht zu dick bleibt. Mit einer Gabel ein paar Mal einstechen und 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 220 °C vorheizen. Auf den Teig ein Stück Backpapier legen und mit Keramik-Backerbsen oder ähnlichem beschweren. Den Teig auf mittlerer Schiene im Ofen 12-15 Minuten blind backen bis er leicht gebräunt ist.
Eigelb mit 1 TL Sahne verquirlen. Den Tarteboden aus dem Ofen nehmen, Erbsen und Backpapier entfernen und sofort mit der Eiersahne bestreichen. Abkühlen lassen.

Die gemahlene Gelatine in einen Topf geben, 4-6 Eßlöffel Wasser dazu geben und ein paar Minuten quellen lassen. Dann langsam erhitzen, bis die Gelatine geschmolzen ist. Währenddessen die Sahne mit Zucker und Vanillezucker bzw. Vanillemark verrühren. Vom Herd nehmen. Ein wenig Sahnemischung zur Gelatine geben, gut verquirlen. Dann die Gelatinemischung unter Rühren zur Vanillesahne geben. Bei dieser „kalten“ Zubereitung beginnt die Masse recht schnell zu gelieren. Daher gleich auf den Tarteboden gießen und in den Kühlschrank stellen. Es dauert allerdings eine Weile, bis die Panna Cotta fest ist!
(Die Zubereitung mit Gelatineblättern oder Alternativen wie Agar Agar ist etwas anders, steht aber auf der jeweiligen Verpackung des Produktes.)

Kurz vor dem Servieren den Boden mit der nun festen Creme aus dem Kühlschrank holen. Die Form entfernen und Tarte auf einem möglichst flachen Servierteller platzieren. Mit frischen Beeren bunt gemischt belegen und mit etwas Zitronenmelisse dekorieren. Da die Panna Cotta ggf. nicht ganz schnittfest ist, schneide ich die Tarte erst am Tisch an.

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Superlecker auch als Nachtisch…

Quelle: Tastesheriff

Zwetschgenkuchen mit Zimtstreuseln

Wenn mal keine Zeit für den leckeren Pflaumenkuchen mit Streuseln (mit Hefeteig) ist, machen wir einen schnellen Knetteig. Eigentlich ist diese Rezept für jedes Steinobst geeignet. Lasst bei Aprikosen, Pfirsichen etc. einfach den Zimt weg.

Zutaten für eine 28er Springform:

150 g Mehl (z.B. Dinkelmehl Typ 1050)
50 g Maisstärke
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
125 g weiche Butter
60 g Zucker
1/2 Pk. Vanillezucker
2 Eier
1 Schuss Rum

1 kg Zwetschgen (werden hier im Norden auch „Pflaumen“ genannt!)

für die Streusel:
100 g Mehl
75 g Butter
50 g Zucker
1 Pk. Vanillezucker
1/2 TL Ceylon Zimt, bio

Zubereitung:
Ofen auf 175°C vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier beziehen, Ränder einfetten und mit gemahlenen Mandeln (oder Paniermehl) panieren.

Mehl mit Stärke, Salz und Backpulver mischen. In einer großen Schüssel Butter, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Eier einzeln unterrühren, dann den Rum zugeben. Mehlmischung unterrühren. Den Teig in die Form drücken, am Rand leicht hochziehen, damit später der Pflaumensaft nicht unter den Teig laufen kann.

Pflaumen waschen, abtrocknen, halbieren und entkernen. Denkt dabei an die Gummihandschuhe 😉
Die Pflaumenhälften fächerartig sehr dicht auf dem Boden verteilen.

Für die Streusel Mehl, Butter, Zucker, Vanillezucker und Zimt kurz verkneten. Über die Pflaumen bröseln.

Den Kuchen 35-40 Minuten backen.

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Mit einer ordentlichen Portion Vanillesahne servieren…

Marillenkuchen

Einer der Lichtblicke während unseres total verregneten Wanderurlaubs im Ötztal in diesem „Sommer“ war der Marillenkuchen auf den Hütten. Manchmal war er noch warm… und dann gab es für den Kleinen L Vanilleeis dazu… Whow!
Zurück in Deutschland hat es immernoch geregnet, deshalb habe ich zu meinem Geburtstag für die Kolleginnen einen Marillenkuchen gebacken. Das Rezept scheint ganz ok zu sein, er war ziemlich schnell weggefuttert…

Zutaten:

1 kg Marillen, in Norddeutschland: Aprikosen
6 Eier, getrennt
250 g Butter, zimmerwarm
250 g Puderzucker
1 Pk. Vanillezucker
250 g Dinkel- oder Weizenmehl
1 TL Weinsteinbackpulver
1 Schuss Rum
1 Prise Salz

Zubereitung:

Marillen waschen, halbieren und entkernen. Backofen auf 180°C vorheizen. Den Boden einer Springform (26-28 cm Durchmesser) mit Backpapier beziehen, Ränder mit Butter bestreichen und mit gemahlenen Mandeln oder Zwiebackbröseln panieren.
Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen. Butter mit Zucker und Vanillezucker aufschlagen, bis eine fast weiße Buttercreme entstanden ist. Eigelbe einzeln unterrühren. Rum einrühren.
Mehl mit Backpulver mischen und von Hand unterheben. Eischnee vorsichig unterheben. Teig in die Form füllen und glattstreichen. Marillen mit der Schnittseite nach oben auf den Teig legen. Auf mittlerer Schiene 35 – 45 Minuten backen. Stäbchenprobe!

Nach dem Abkühlen mit Puderzucker bestäuben und mit Sahne servieren.

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Schmeckt auch mit Vanilleeis…

Frankfurter Kranz

23. Februar – Zeit für ein weiteres Rezept von Oma Hanna!
Heute wäre ihr 103. Geburtstag gewesen. Wir machen uns pünktlich um 15 Uhr einen Kaffee und denken an sie. Dann schnappe ich mir ihr Rezept vom Frankfurter Kranz, das sie mir 1998 aufgeschrieben hat, und tippe es für Euch ab. So, wie Oma es notiert hat. Daher das etwas ungewöhnliche Format dieses Rezeptes!
Wenn Ihr also mal Lust auf eine Kalorienbombe habt: ab an den Herd. Frankfurter Kranz ist nicht nur eine kleine Sünde… Buttercreme ohne Ende. Aber sooo gut! Schneiden wir lieber nur kleine Stücke ab. Und bitte kalt stellen!

Nach dem Rezept hat Oma Hanna noch einen Glückwunsch für ihre Tochter (Oma C.) zum 50. Geburtstag notiert. Ich hatte damals ein Kochbuch zusammengestellt, mit ihren eigenen Rezepten und auch Rezepten und Glückwünschen von Familie und Freunden. Solche Rezeptsammlungen können echt Gold wert sein: man findet darin lauter Erinnerungen…

Frankfurter Kranz

150 gr. Butter schaumig rühren
175 gr. Zucker
4 Eier
2 Esslöffel Rum
abgeriebene Zitronenschale
einige Minuten dazu rühren

175 gr. Mehl
75 gr. Speisestärke
3 Teelöffel Backpulver
dazu geben und glattrühren

In Ringform füllen und bei 175 Grad 50 bis 60 Minuten backen,
10 Minuten ruhen lassen und aus der Form nehmen.
kann schon am Vortag gebacken werden

Füllung

1/2 lit. Milch
1 Päck. Vanillepudding
1 Päck. Vanillesoße
3 Essl. Zucker
Pudding kochen und abkühlen lassen, ab und zu umrühren

inzwischen
300 gr. Butter
2 Essl. Puderzucker
schaumig rühren, dann Pudding esslöffelweise unterrühren.

Etwa 50 gr. Mandeln zerkleinern und mit etwas Butter und Zucker leicht bräunen, erkalten lassen.

Kuchen 3 – 4 mal quer durchschneiden und füllen
Die untere Schicht mit Creme füllen, die zweite mit Aprikosenmarmelade dick bestreichen, die nächste Schicht wieder mit Creme füllen.
Den Kranz rund herum mit Creme bestreichen und mit den gebräunten Mandeln bestreuen. Eventuell verzieren.
Guten Appetit.

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Recht viel Glück auf allen Wegen,
Gesundheit und ein langes Leben.
Dies wünscht Dir,
liebe C.
von ganzen Herzen
Deine Mutter

Nov. 98

Apfeltarte

Bevor die neuen Äpfel reif werden, verbrauchen wir noch schnell die letzten, schon etwas schrumpeligen, Exemplare vom letzten Jahr. Das sie mürbe geworden sind, stört hier kein bisschen…
Ich habe zwei eckige Tarteformen benutzt (eine für meine Kollegen, eine für die Kollegen vom Großen M) und hatte etwas Teig übrig, für eine kleine Form für die Kids. Für eine runde 28er Form reicht etwa die Hälfte.

Zutaten
200 g Weizenmehl (550er)
200 g Dinkelmehl (630er)
150 g Zucker
1 Prise Salz
200 g Butter (kalt)
4 Eigelbe
2 Zwiebäcke, gerieben
8-10 Äpfel (gerne Boskoop)
100 g Butter (weich)
150 g Zucker
1/2 TL Zimt
100 g Apfelgelee oder Aprikosenmarmelade

Zubereitung
Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, Salz und Butter (in Flöckchen) kurz mit den Fingern zusammenkneten. Eigelbe kurz unterkneten. Dann den Teig gut verpackt für etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Ich mag Frischhaltefolie nicht so gerne – man kann den Teig auch in einer Schüssel mit Deckel in den Kühlschrank stellen. Es dauert dann allerdings etwas länger, bis er durchgekühlt ist. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und in Spälten schneiden. Wen es stört, dass sie braun werden, der gießt etwas Zitronensaft gemischt mit Wasser darüber. Mich stört es nicht, ich mag den Apfel caramellig-braun.
Den Backofen auf 180°C vorheizen (Ober- und Unterhitze). Dann die Tarteformen buttern. Teig ausrollen und in die Form drücken. Die Zwiebackbrösel daraufstreuen, Apfelspälten darauf anordnen. Butter schmelzen, darübergießen, Zucker mit Zimt mischen und darüberstreuen.
In der Mitte des Ofens auf einem Rost ca. 45 Minuten backen.
Das Apfelgelee schmelzen. Auf die noch heißen Äfel streichen, dann abkühlen lassen, ohne die Tarte abzudecken.

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Danke, liebe U. für das Rezept. Es ist aus einer Zeitschrift, leider weiß ich nicht, aus welcher…

Himbeer-Schoko-Cupcakes

Zum Geburtstag meiner lieben Nachbarin S. haben das Kleine M. und ich Himbeer-Schoko-Cupcakes gebacken. Super-lecker! Das Rezept hatte ich bei Sweet Paul gefunden. Aber statt Mini-Muffinförmchen haben wir die normal Größe gebacken und das Rezept entsprechend angepasst. Daher ist auch die Buttercreme-Schicht nur halb so dick – das reicht!!!

Zutaten Teig:
150 g Mehl (550er Weizen oder Dinkel)
½ TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
220 g Zucker
75 g Kakao
½ Pk. Vanillezucker
2 Eier
30 g neutrales Öl
125 g Buttermilch
125 g Mineralwasser

Zutaten Buttercreme:
2 Eiweiß
100 g Zucker
1 Prise Salz
150 g Butter, weich
50 g Himbeeren

Zuckerperlen

Zubereitung:
Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze oder 160°C Umluft vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen bestückt bereitstellen.

Die trockenen Teigzutaten in einer Schüssel mischen. Ei, Öl und Buttermilch kurz verquirlen und unter die Mehlmischung heben, bis ein glatter Teig entstanden ist. Mineralwasser zugeben und unterrühren. Teig in die Förmchen geben, diese nur zu 2/3 füllen!

Je nach Ofen 15-20 Minuten backen (unbedingt mit der Stäbchenprobe testen!). Die Törtchen vollständig abkühlen lassen, bevor die Buttercreme aufgetragen wird.

Für die Buttercreme zuerst das Eiweiß im heißen Wasserbad mit Zucker und Salz unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann in die Schüssel vom Mixer geben und bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen (Quirl). Butter stückchenweise unterschlagen. Himbeeren durch ein Sieb passieren. Auf langsamer Stufe die Himbeeren unterrühren.

Die Buttercreme in einen Spritzbeutel mit „Blütentülle“ füllen und auf die Cupcakes auftragen. Mit Zuckerperlen verzieren.

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Die Cupcakes nicht luftdicht verpacken, lieber offen stehen lassen. Sie sollten aber kühl gelagert werden!

Quelle: sweetpaul

Sfogliatelle

Knusper, knusper… hmmmmmmmm!

Mein erster Kontakt mit Sfogliatelle war eher so lala. Muddern und ich kamen von einem Mutter-Tochter-Wochenende in Venedig zurück und verbummelten unsere Wartezeit in der Bar am Flughafen bei einem Glas Chianti. Nach den ganzen Leckereien der letzten Tage sollte ich nun auch noch Sfogliatelle probieren. Ich habe nicht widersprochen, denn sie sahen echt gut aus.
Die Sfogliatelle standen unter einer Glasglocke auf dem Tresen. Das war wohl auch ihr Problem, denn sie waren nicht wirklich knusprig. Aber: man konnte schon ahnen, dass die Dinger göttlich sein könnten.
Ich habe sie natürlich wieder probiert. Ganz frisch… und knusprig!

Und dann haben wir sie natürlich selbst backen müssen. Ehrensache! Etwas aufwändig, aber zur Not kann man sich mit fertigem Blätterteig behelfen…

Zutaten Teig:
500 g Manitobamehl (oder italienisches Mehl Tipo 00)
200 g Wasser
20 g Honig
5 g Salz (1/2 TL)
250g Butter, gekühlt
(ersatzweise 1 kg TK-Blätterteig)

Zutaten Füllung:
400 ml Milch
1 Vanilleschote oder (1 Pk Vanillezucker)
150 g Weichweizengrieß
125 g Zucker
1 Prise Salz
200 g Ricotta
1 Ei
50 g Weinbeeren oder Rosinen, eingeweicht (in Wasser oder Orangenlikör)
50 g Orangeat oder 1 EL abgeriebene Orangenschale

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Am Vortag Teig und Füllung vorbereiten. Mehl mit Wasser, Honig und Salz verkneten, in Folie wickeln und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Für die Füllung Milch mit ausgekratztem Vanillemark aufkochen, Gries unter Rühren einstreuen, kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen und ausquellen lassen. Wenn der Gries abgekühlt ist, mit Ricotta, Zucker, Salz und Ei vermischen. Weinbeeren und Orangenschale untermischen oder Orangeat fein hacken und unterrühren. Bis zum Füllen in den Kühlschrank stellen.

Für das Tourieren des Blätterteiges brauchst Du viel Geduld und Platz. Oder eine Nudelmaschine…
Teig und Butter sollten etwa die gleiche Temperatur haben. Zuerst den Teig zu einem Rechteck ausrollen, Butter zu einem etwa halb so großen Rechteck ausrollen und um 45° verdreht darauflegen. Jetzt die Ecken des Teiges wie bei einem Briefumschlag über die Butter falten und zusammendrücken, so dass die Butter gut versiegelt ist.
Den Teig in eine Richtung etwa 1 cm dick zu einem länglichen Rechteck ausrollen. Die seitlichen Drittel über das mittlere Drittel schlagen und festdrücken. Jetzt wandert der Teig für 20 Minuten in den Kühlschrank…
und dann geht es weiter: ausrollen, falten, kühlen. Insgesamt sollte der Blätterteig 5-mal touriert werden. Dann fest zu einer Rolle aufrollen, in Folie wickeln und über Nacht in den Kühlschrank legen.
Wenn Du die Nudelmaschine benutzt, musst Du den Teig leider in mindestens 4 Teile teilen und einzeln verarbeiten. Ist weniger anstrengend, aber zeitlich kein großer Vorteil.
Man kann den Teig alternativ auch sehr dünn ziehen, mit flüssiger Butter bestreichen und aufrollen. Schreibt mir, wenn Ihr Euch das getraut habt!

Am nächsten Tag werden die Sfogliatelle geformt. Ofen auf 200°C vorheizen, am besten bei Umluft. 2 Backbleche mit Backpapier ausgelegt vorbereiten.
Die Teigrolle in daumendicke Scheiben schneiden. In der hohlen Hand zügig „ausziehen“ – also mit dem Daumen der anderen Hand zu einer tiefen Schale formen. Die Form sollte eher wie ein Dreieck werden, unten spitz. Vielleicht wie eine Spritztüte…
Dann mit ca. 1 EL der Griesmasse füllen und die Ränder oben zudrücken. Die entstandenen Kissen auf die Backbleche legen. Bei 200°C ca. 25 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig (wichtig!) sind. Bei Ober- und Unterhitze musst Du die Bleche nacheinander backen.

Nach dem Backen vorsichtig auf einen Rost setzen, mit Puderzucker bestäuben und abkühlen lassen.

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Die Sfogliatelle solltet Ihr am besten noch ein wenig warm essen, auf jeden Fall frisch. Sobald sie verpackt werden, werden sie leider zäh, deshalb lieber gleich aufessen… sollte kein Problem sein!

Quellen: Muddern!
und mehlstaubundofenduft und peppinella (Rezept Millefoglie) und hier wird das Tourieren gut erklärt…

 

Oma Hannas Käsekuchen

Im Februar 2017 haben wir Oma Hannas 100. Geburtstag gefeiert. Sie selbst konnte leider nicht dabei sein, Oma ist 2009 gestorben. Aber: ganz in ihrem Sinne hält uns das nicht vom Feiern ab!
Wir haben also die Familie eingeladen und Omas (zumindest in unserer Familie) berühmte Kuchenrezepte nachgebacken. Die Klassiker: Käsekuchen, Frankfurter Kranz, Zitronenkuchen… und natürlich auf Omas „Rosengeschirr“ serviert!

Meine Version ihres Käsekuchens hat sie zu Lebzeiten „abgesegnet“, deshalb kann ich mich trauen, hier das Rezept zu veröffentlichen. Ich gebe zu, dass ich das Rezept inzwischen ein wenig an den Zeitgeist angepasst habe. Ich benutze statt Vanillinzucker lieber Vanillemark oder zumindest Vanillezucker mit echter Vanille, ersetze einen Teil des Weizenmehls durch helles Dinkelmehl, benutze statt „Käsekuchenhilfe“ Stärke und etwas mehr Vanille, nehme Weinsteinbackpulver und gebe zu guter Letzt ein wenig fein abgeriebene Zitronenschale in die Masse. Ich drücke den Teig nur als Boden in die Form, Oma hat ihn immer am Rand hochgezogen. Nach dem Backen darf der Kuchen bei mir in der Form abkühlen… Außerdem sind meine Zutaten bio, das wäre Oma auch nicht „in den Sinn gekommen“.

Hier kommt jetzt aber „das Originalrezept“, wie Oma es mir aufgeschrieben hat:

Zutaten Teig:
150 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
75 g Zucker
75 g Butter
1 Pk. Vanillinzucker
1 Ei
etwas Butter für die Form
1 Zwieback, fein gerieben

Zutaten Käsemasse:
750 g Magerquark
200 g Zucker
2 Pk. Vanillinzucker
5 Eier, getrennt
1 Pk. Käsekuchenhilfe Dr. Oetker
250 ml Schlagsahne

Zubereitung Teig:
Zutaten kurz (mit der Küchenmaschine) verkneten. Den Boden einer Springform (26 oder 28cm) mit Backpapier bespannen, Form buttern (Rand bis ganz oben!) und mit Zwiebackbröseln panieren.
Teig in die Form drücken, dabei dünn bis oben hochziehen und einen „Rand“ ausbilden. Aufpassen, dass der Teig in der Ecke nicht zu dick bleibt.

Zubereitung Käsemasse:
Backofen auf 175°C vorheizen. Eiweiß mit 1 EL vom Zucker steif schlagen, beiseite stellen.
Restlichen Zucker, Vanillezucker und Käsekuchenhilfe mischen, mit der Sahne durchschlagen. Quark und Eigelbe untermixen. Eiweiß vorsichtig unterheben.
Die Masse auf den Kuchenboden geben und glattstreichen.
Bei 175°C auf mittlerer Schiene ca. 70 Minuten backen, evtl. auch etwas länger. Stäbchenprobe hilft hier nicht. Der Kuchen wird etwas „wabbelig“ bleiben, solange er heiß ist.
Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, dann mit einem Messer vom Rand lösen. Ein rundes Rost auflegen, Kuchen stürzen, die Form entfernen und ganz auskühlen lassen.

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Natürlich ist eine ordentliche Portion Schlagsahne dazu Pflicht!!!

Quelle: Oma Hanna