Blumenkohlpizza

Du siehst gar keinen Blumenkohl auf dem Foto? Richtig! Ich habe ihn gut versteckt… Das war der Trick, um dem kleinen L. eine ordentliche Portion Blumenkohl unter zu schummeln. Nach dem veganen Monat (selbstgesetzte Challenge) ist er derzeit in der Fleisch-ist-mein-Gemüse-Phase.
Unser erster Versuch mit der Blumenkohlpizza war schon relativ erfolgreich verlaufen, allerdings hatte ich die Pizzen zu groß gebacken und sie ließen sich nicht unfallfrei auf den Teller bringen…

Zutaten für 4 Personen:
800 g Blumenkohl (ca. 1 großer Kopf)
150 g kräftiger Käse, z.B. Bergkäse
150 g Parmesan
6 Eier
20 g Flohsamenschalen
400 g passierte Tomaten
Salz, Pfeffer, Oregano

Belag nach Wahl:
200 g Broccoli, 4 Scheiben Bacon, 4 Tomaten, Käse
200 g Champignons, 4 Scheiben Rindersalami, ggf. etwas Käse
200 g junger Spinat, 4 Scheiben Ziegenkäse (-rolle)

Zubereitung:
Käse rein reiben. Käseraspel mit Eiern und Flohsamenschalen mischen. Etwa 10 Minuten quellen lassen. Den Backofen auf 200°C vorheizen. In der Zwischenzeit den Blumenkohl grob reiben. Die entstandenen Krümel sollen etwa 3 mm groß sein. Unter die Eiermasse heben und mit Salz und Pfeffer würzen.
Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech Pizzaböden von max. 15 cm Durchmesser und 5 mm Dicke ausstreichen. So passen 6 Pizzen auf ein normales Backblech. Im heißen Ofen bei 200°C ca. 12-15 Minuten vorbacken, bis sie anfangen, leicht zu bräunen. Auf einem 2. Backblech die nächsten 4 Böden vorbereiten und ebenfalls vorbacken. Je nach Dicke der Böden bleibt noch etwas Teig übrig, den kannst Du später vorbacken und einfrieren, oder Pizzen für den nächsten Tag fertigstellen.
Während der Teig im Ofen ist, die passierten Tomaten aufkochen und etwas einkochen. Mit Salz, Pfeffer und Oregano kräftig abschmecken und durchziehen lassen.
Nach dem Vorbacken die Böden großzügig mit Sauce bestreichen und belegen. Die Kids haben sich für Rindersalami und frische Champignons entschieden. Darauf gab es noch etwas geriebenen Käse für die Optik. Der große M und ich hatten Babyspinat und Ziegenkäse („Ziegenrolle“) mit ordentlich Pfeffer auf der Pizza.
Weitere 10-15 Minuten backen, bis der Rand des Bodens knusprig wird und der Käse schmilzt.
Sehr lecker!
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Natürlich kann diese Pizza nicht an eine frische Holzofenpizza mit „echtem“ Boden heranreichen. Aber es ist eine wirklich leckere Möglichkeit, eine große Portion Gemüse (Blumenkohl!) in ein optisch ansprechendes, leckeres Alltagsgericht zu verwandeln. Nicht jeder mag hier nämlich gerösteten Blumenkohl so gerne, wie ich…

Spaghetti mit Pilzrahmsauce

Ich hatte Lust auf Gemüse, der Große M eher auf Nudeln. Die Kleine M mag gebratene Pilze, der Kleine L isst Tomaten lieber roh. Sahnesauce mögen hier alle – und schon ist es fertig: ein super einfaches, schnelles Abendessen!

Zutaten für 4 Personen:
500 g Spaghetti (Nr. 7)
200 g Pancetta (ersatzweise Bacon) oder etwas Öl
1 kg Pilze (hier Champignons, Austernpilze, Shitake)
1 Schalotte
1 Bund Frühlingszwiebeln
500 g Sahne
250 g Cocktailtomaten
1 TL Just Spices Pilzpfannen Gewürz
(ersatzweise Salz, Pfeffer, Knoblauch und Petersilie)

Zubereitung:
Pilze putzen und in dicke Scheiben oder grobe Stücke schneiden. Pancetta würfeln und in einer großen Pfanne auf mittlerer Hitze auslassen. Die Speckwürfel aus der Pfanne nehmen. Das Fett abgießen und zum braten benutzen. Schalotte würfeln und in etwas Fett glasig dünsten, aus der Pfanne nehmen. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und kurz anbraten, aus der Pfanne nehmen. Die Pilze in 2 Portionen jeweils in etwas Fett kräftig anbraten.
Nudeln in Salzwasser bissfest kochen.
Sahne in die Pfanne geben und bei großer Hitze auf die Hälfte reduzieren. Gewürz einrühren, Pilze, Pancetta und Zwiebeln zugeben und köcheln lassen, bis die Nudeln gar sind.
Nudeln und Sauce mischen. Tomaten würfeln und über die heißen Nudeln streuen. Mit frisch gemahlenem Pfeffer gewürzt servieren.
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Das Pilzpfannen Gewürz war in meinem Just Spices Adventskalender – sehr lecker! Aber ihr könnt es natürlich ersetzen durch Salz, Pfeffer, etwas Knoblauch und frische Petersilie.

Mac ’n‘ Cheese

Weder die Kleine M. noch der Kleine L. finden meinen Mac and Cheese and Broccoli Auflauf überzeugend. Zu viel Gemüse. OK, nächster Versuch: wir kochen es wieder getrennt. Nicht besonders hübsch, aber lecker. Damit die Kids es leicht alleine nachkochen können, hier die One Pot Version:

Zutaten für 4 Portionen:
500 g kurze Makkaroni
1500 ml (fettarme) Milch
50 g Butter
4 TL Gewürzmischung
300 g kräftiger Cheddar (am Stück kaufen!)
Röstzwiebeln
(der Brokkoli ist nur Deko…)

Zutaten Gewürzmischung:
(steht bei uns fertig gemischt im Gewürzregal)
2 TL Salz
2 TL Paprikapulver edelsüß
1 TL Paprikapulver geräuchert)
1 TL Zwiebelpulver
1 TL Knoblauchpulver
1/4 TL gemahlene Senfkörner
1/4 TL Selleriesalz
1/4 TL schwarzer Pfeffer
1/4 TL gemahlene Muskatnuss
(reicht für 2 Rezepte)

Zubereitung im Topf:
In einem großen Topf die Milch aufkochen, Nudeln, Butter und Gewürzmischung zugeben und kochen, bis die Nudeln bissfest gar sind. Währenddessen den Käse reiben.
Topf vom Herd nehmen, Käse zugeben, unterheben und schmelzen lassen. Mit Röstzwiebeln bestreuen und sofort servieren!

oder:

Zubereitung im Ofen:
Nudeln in eine Auflaufform geben, Milch mit Gewürzen mischen und darübergießen. Käse würfeln und darüberstreuen, Butter in Flöckchen darauf setzen. Im Ofen bei 180°C backen, bis die Nudeln gar sind. Das wird sicherlich 45 Minuten dauern. Ggf. mit Alufolie abdecken, damit die oberen Nudeln nicht zu dunkel werden. So verpackt könnten die Nudeln auch im Grill garen.

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Broccoli schmeckt übrigens wirklich gut dazu…

Mac and Cheese and Broccoli

Niemand kocht so gute Mac and Cheese wie Carla in Indiana, da sind sich die Kleine M. und der Kleine L. ausnahmsweise einig. Selbst wenn ich mich streng an ihr Rezept halte, ist es nicht das selbe. Klar: anderer Käse, anderes Mehl, die Milch schmeckt anders… ich habe auch noch nicht einmal die richtigen Elbow Macaroni in Deutschland gefunden!

Daher versuche ich gar nicht mehr, es genauso hinzubekommen, sondern habe meine eigene Version des Mac and Cheese entwickelt – mit Gemüse. Echt! Das geht!!!

Zutaten:
1 kg Brokkoli oder 600 g Erbsen (TK)
500 g kurze Nudeln (z.B. Dinkel-Hörnchennudeln von Alnatura)
50 g Butter
30 g Mehl (550er Weizen oder 630er Dinkel)
600 ml (fettarme) Milch
1/4 TL gemahlene Senfkörner (oder 1/2 TL Senf)
1/8 TL Knoblauchpulver (oder 1/2 Zehe, durchgedrückt)
100 g Frischkäse (manche schwören auf Schmelzkäse)
250 g kräftiger Cheddar, gerieben
200 g Mozzarella, gerieben (z.B. Pizzakäse)
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:
In einem Topf die Butter schmelzen lassen und das Mehl darin anschwitzen, dabei rühren. Milch auf einmal zugeben und schnell untermixen. Zum Kochen bringen und 10 Minuten köcheln lassen, bis der mehlige Geschmack verschwunden ist.
Backofen auf 180°C vorheizen. Nudeln nach Packungsangaben in Salzwasser kochen. Brokkoli putzen, in Röschen teilen und in etwas Salzwasser bissfest garen. Beides abgießen, dabei etwas Kochwasser aufheben.
Während die Nudeln kochen die Sauce zubereiten: Hitze reduzieren, Senf und Knoblauch zur Mehlschwitze geben, verrühren, Frischkäse zugeben und unterrühren, dabei wieder wärmer werden lassen. Geriebenen Cheddar und die Hälfte des Mozzarellas zufügen und unter rühren schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, etwas Nudelwasser hinzugeben.
Eine große Auflaufform ausbuttern. Nudeln zur Sauce geben und gründlich mischen. Brokkoli zugeben und vorsichtig unterheben. Dann alles in die Auflaufform geben, mit dem restlichen Mozzarella bestreuen und im Ofen überbacken, bis die Oberfläche leicht bräunt.
(Wenn Ihr es eilig habt, rührt den gesamten Mozzarella in die Sauce und lasst das Überbacken weg!)

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Und wem das alles zu gesund ist, der lässt halt das Gemüse weg… vielleicht schmeckt es ja dann doch, wie bei Carla?

Scharfe Nudeln

Der Kleine L. wollte mal wieder was scharfes Essen… also haben wir „scharfe Nudeln“ gegoogelt. Neben den schärfsten Nudeln der Welt (aus der Tüte) fanden wir etliche asiatische Rezepte (aus echten Zutaten). Geeinigt haben wir uns auf ein Rezept mit Hähnchenfleisch und Pilzen. Ab zum Einkaufen. Wobei uns eigentlich nur die wenigen frischen Zutaten fehlten, und die Nudeln. Und da standen wir vor dem Problem: es gab Ramen-Nudeln nur als eingeschweißte, vorgekochte Version. Ich habe mich überreden lassen, sie trotzdem zu kaufen und erstaunlicherweise waren die Nudeln gar nicht schlecht!

Zutaten:
180 g Ramen (oder die doppelte Menge frische Nudeln)
250 g Hähnchenhackfleisch
1 Schalotte
6 Shitake Pilze
250 g Champignons
2 Kräutersaitlinge
2 Frühlingszwiebeln
2 Chilischoten, mittelscharf
2 cm Ingwer
1 EL Tahin (Sesampaste)
1 Knoblauchzehe
150 ml Hühnerfond
30 g Erdnüsse, geröstet, nicht gesalzen
Sesamöl, geröstet
Hoisinsauce, Sojasauce, Chilipulver
5-Gewürze-Pulver (Pfeffer, Zimt, Anis, Fenchel, Nelke)
Öl zum Braten (z.B. Kokosöl)

Zubereitung:
Pilze putzen und würfeln. 1 EL Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Pilze darin anbräunen, salzen und ca. 10 Minuten braten bis sie gar sind. Aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
Knoblauch fein hacken, Ingwer ebenso. Chilischoten in Ringe schneiden. Je nach gewünschter Schärfe die Kerne entfernen. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, etwas davon für die Deko aufbewaren.
1 Tl Öl in die Pfanne geben, Knoblauch, Ingwer, Chili und Frühlingszwiebeln darin anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
1 EL Öl in der Pfanne erhitzen, Schalotte würfeln und darin andünsten. Hack zugeben und krümelig anbraten.
Tahin mit 2 EL Sojasauce glattrühren. 2 TL Hoisinsauce, jeweils 1/2 TL Chiliflocken, Sesamöl und 5-Gewürze-Pulver einrühren. Über das Fleisch geben, Gemüse ebenfalls zugeben und untermischen. Hühnerfond zugeben und köcheln lassen.
In der Zwischenzeit Wasser zum Kochen bringen und die Nudeln nach Packungsanweisung garen.

Nudeln mit der Sauce mischen und mit Frühlingszwiebeln, Erdnüssen und Chilisauce garniert servieren.

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Der kleine L. war begeistert. Der Schärfegrad ist allerdings noch steigerungsfähig…

Quelle (wie immer habe ich das Rezept etwas abgewandelt): Yasilicious

Green Shakshuka

Gemüse musste her. Mal was richtig schön deftiges, mit viel Protein und ganz viel Farbe!

Zutaten:
4-6 Frühlingszwiebeln
500 g junger Spinat
100 g Erbsen (frisch oder TK)
6 Eier
½ Zitrone
100 g Feta
100 g Kirschtomaten
2 Zweige Dill
Gewürze: Cumin, Koriandersamen, Oregano
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung:
In einer großen Pfanne ¼ TL Koriandersamen (nach Geschmack auch mehr) anrösten, etwas Cumin zugeben bis es duftet. Dann im Mörser mit ½ TL getrocknetem Oregano und etwas Salz und Pfeffer fein verreiben.

Spinat sehr gründlich waschen und trockenschleudern. Eventuell die Stiele abschneiden, wenn die Blätter schon zu groß geworden sind.

1 EL Olivenöl erhitzen, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und im Öl andünsten. Gewürze zugeben. Zitrone auspressen, 2 El Saft in die Pfanne geben. Erbsen zugeben und aufkochen. Dann die Spinatblätter zugeben und unter Rühren zusammenfallen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Hitze reduzieren. In den Spinat mit einem Löffel 6 Vertiefungen drücken. In jede Mulde ein Ei gleiten lassen. Dabei vorsichtig mit dem Eigelb umgehen! Wenn die Eigelbe kaputt gehen, schlagt die Eier vielleicht erst einzeln in eine kleines Schälchen und lasst es von dort aus in die Pfanne gleiten. Eier salzen, eventuell Deckel auflegen und ein paar Minuten garen lassen. Das Eiklar sollte weiß und die Eigelbe noch flüssig sein.

Feta und Kirschtomaten würfeln. Dill fein hacken. Alles über die Shakshuka streuen und sofort servieren.

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Den Spinat kann man natürlich ganz oder teilweise durch anderes Blattgemüse (Mangold, Grünkohl…) ersetzen. Uns hat es mit Spinat pur aber am besten gefallen!

Quelle: Jamie Oliver

Griechischer Hackfleischauflauf

Ich präsentiere: das neue Lieblingsessen vom Kleinen M! Herzhaft, wärmend, tomatig-süss und ohne sichtbares Gemüse…
Es ist eigentlich ein typisches Sonntagsessen: die Zutaten habe ich alle zu Hause im Vorrat  😉
Eventuell fällt dann mal die „Gemüsekomponente“ weg, aber die tut beim Geschmack eh nichts zur Sache, ist nur für mein Gewissen im Auflauf!
Die Kritharaki -Nudeln kann man im Ernstfall durch andere Nudeln ersetzen. Dann verliert der Auflauf zwar seinen „griechischen“ Charakter, schmeckt aber trotzdem super!
Man könnte sogar das Hackfleisch durch kross angeröstete Pilzwürfelchen oder Auberginenstücke ersetzen, aber ich habe immer Hackfleisch im Gefrierfach…

Zutaten:
250 g griechische Kritharaki- oder italienische Risoni-Nudeln
400 g stückige Tomaten (aus der Dose)
400 ml Passata
2-3 EL getrocknete Tomaten
200 g Kirschtomaten
100 g schwarze Oliven (z.B. mit Kräutern trocken eingelegt)
400 g Hackfleisch (Rind, Lamm, Huhn, Schwein oder gemischt)
1 große Zwiebel oder 2 Schalotten
1 Knoblauchzehe (nach Geschmack und Job)
1 Zucchini oder ½ Aubergine
100 g Tomatenmark
400 ml Rinder- oder Geflügelfond oder Gemüsebrühe
1 TL Oregano
½ TL Zimt
frisch geriebene Muskatnuss
200 g griechischer Joghurt
200 g Feta
erhitzbares Olivenöl, Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:
Backofen auf 200°C vorheizen. In einer großen Schüssel Nudeln, Tomaten und Passata mischen. Getrocknete Tomaten, Oliven und Kirschtomaten kleinschneiden und dazugeben.
In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und das Hack darin scharf anbraten, es muss nicht ganz durchbraten. Das Hack in die Schüssel geben. Zucchini oder Aubergine würfeln und ebenfalls in etwas Öl in der Pfanne anbraten (nach Geschmack durchgaren) und zur Sauce geben. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. In etwas Olivenöl bei reduzierter Hitze langsam glasig dünsten, zur Sauce geben. Tomatenmark anbraten, mit Fond ablöschen und zur Sauce geben.
Die Auflaufmasse mit Oregano, Zimt und Muskatnuss würzen, kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann in eine gefettete Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) füllen. Joghurt mit einem Esslöffel als dicke Kleckse darauf geben, Feta würfeln und darüber streuen.
Auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen (in der Auflauf-Mitte prüfen, ob die Nudeln gar sind).

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Zum Hackfleischauflauf schmeckt ein grüner Salat (mit Joghurt-Dressing) super!

Quelle: monda-magazin

 

Zucchinilasagne

Gemüse im Anmarsch… gut getarnt als Lasagne geht sogar Zucchini! Der Kleine L ist nicht so der Fan von meinem Lieblings-Alltags-Gemüse. Dieser Auflauf war ok.

Nicht gerade super schnell zubereitet, aber trotzdem ein leckeres Abendessen!

Zutaten
4-5 Zucchini (5-6 cm dick)
300 g Hackfleisch vom Rind
200 g Hackfleisch vom Schwein
1 Scharlotte
1 Knoblauchzehe
500 g passierte Tomaten
30 g Butter
1 EL Mehl
250 ml Milch
400 ml Gemüse- oder Geflügelfond, heiß
2 Kugeln einfacher Mozzarella
50 g Parmesan
Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Basilikum

Zubereitung
Zuerst müssen wir aus dem Gemüse unsere „Nudeln“ zaubern: Zucchini längs in 3 mm dicke Streifen schneiden. Nebeneinanderlegen und gut salzen. Etwa eine Stunde Wasser ziehen lassen, dann vorsichtig abwischen.

In der Zwischenzeit koche ich die Sauce: in einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten, auf einen Teller geben. Temperatur erhöhen und das Hackfleisch scharf anbraten, dabei mit einem (hölzernen) Pfannenwender krümelig hacken. Zwiebeln und Knoblauch wieder zugeben, dann die Tomaten in die Pfanne geben und alles bei reduzierter Hitze köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

In einem Topf die Butter schmelzen, Mehl unterrühren und anschwitzen, aber nicht bräunen. Dann die Milch unter Rühren zugeben und aufkochen lassen. Fond unterrühren, 10 Minuten köcheln lassen. Eventuell noch etwas Milch zufügen, falls die Sauce zu dick wird. Mit Salz und etwas frisch geriebener Muskatnuss abschmecken.

Ofen auf 180°C vorheizen. In einer ofenfesten Form etwas Tomatensauce verteilen, darauf eine Schicht Zucchinischeiben legen. Etwa 1/3 der Bechamelsauce auf den Zucchinischeiben verteilen, dann abwechselnd Hacksauce und Zucchinischeiben in die Form schichten. Dabei kann man jede 2. Schicht um 90° verdreht auflegen, damit die Lasagne nicht auseinanderrutscht. Am Ende passiert das aber beim Servieren so oder so.
Mit einer Schicht Hacksauce enden. Darauf die restliche Bechamelsauce geben. Mozzarella in Scheiben schneiden und darauf verteilen. Parmesan fein reiben und über den Mozzarella streuen.

Auf mittlerer Schiene 30-40 Minuten backen, bis der Käse leicht gebräunt ist.

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wem die Kohlenhydrate fehlen, der kann zur Lasagne etwas Chiabatta reichen und die Sauce damit auftunken – lecker!

Fladenbrot

Wir lieben Fladenbrot „überbacken“ mit türkischem Weichkäse (Schaf oder Kuh oder beides), Tomaten, Gewürzen, Schinken und Rucola: Fladenbrot horizontal halbieren, auf zwei Backbleche legen, beide Teile mit Frischkäse bestreichen, eine Hälfte zuerst mit Schinken (getrocknet, gekocht oder auch mal Rinderschinken), dann mit Käse belegen, die andere mit Tomaten und Gewürzen. Kurz aber heiß überbacken, mit Rucola belegen und zusammenklappen. Dann vierteln und heiß wegknuspern…

Zutaten für 2 große Fladen:

Vorteig
300 g Weizenmehl (550er)
300 g Wasser
10 g Frischhefe (5 g Trockenhefe)
Verrühren und 12-16 Stunden reifen lassen.

Hauptteig
600 g Vorteig
300 g Weizenmehl (550er)
300 g Hartweizenmehl
200 g Wasser
10 g Frischhefe (5 g Trockenhefe)
10 g Zucker
20 g Salz
1 EL Olivenöl
10 g Weizenmalzmehl (inaktiv)
10 g Sonnenblumenlecithin
100 g griechischer Joghurt
Sesam
Schwarzkümmel

Alle Zutaten 10 Minuten verkneten, eine Stunde ruhen lassen. Strecken und falten, noch mal 30 Minuten ruhen lassen. Dann halbieren, rundwirken, noch mal 30 Minuten entspannen lassen.

Den Ofen samt Backstein auf 220°C (oder heißer, wenn möglich) vorheizen. Mein Stein benötigt fast eine Stunde, bis er richtig durchgeheizt ist!
Jetzt die Fladen formen (rund auseinanderziehen, nicht mehr kneten!) und gut bemehlt auf Backpapier geben. Mit Wasser abstreichen oder besprühen, etwas Sesam und Schwarzkümmel aufstreuen. Nochmal etwa 20 Minuten gehen lassen.

Den ersten Fladen einschießen, dabei gut schwaden. Wer es schafft, schießt direkt auf den Stein ein, ansonsten nach 10 Minuten den Fladen mit dem Einschießer vom Backpapier lösen und dieses aus dem Ofen entfernen. Nochmal mit Wasser besprühen und weitere 5-10 Minuten (je nach Ofentemperatur und Dicke der Fladen) ausbacken. Der Schwarzkümmel verbreitet jetzt sein wunderbares Aroma! Auf dem Rost abkühlen lassen und den zweiten Fladen backen.

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Nach dem Auskühlen sind die Fladen in Folie ein paar Tage lagerbar, sie werden so allerdings etwas gummig. Wer das nicht mag, bäckt sie vor dem Essen kurz im Ofen auf.

Quelle: abgewandelt nach brotbackliebe und brotdoc

Ravioli mit Hähnchenfüllung

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Nicht gerade fast food, aber hmmmm, es lohnt sich! Mudderns Nudelmaschine steht seit ihrem vorletzten Umzug in meinem Keller, und wird viel zu selten genutzt. Schade eigentlich, aber man braucht halt doch etwas Zeit  und Ruhe, um gefüllte Pasta selbstzumachen. Dazu kommt noch, dass Nudelei und Nudelfrauen auf den hamburger Wochenmärkten wirklich super leckere, immer neue Nudelkreationen anbieten, und das ist so schön schnell und lecker…
Als Ausgleich zur Arbeit, die wir in die Nudeln stecken, gibt es eine ruck-zuck-fertige Sauce dazu. Probiert es aus!
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Zutaten:

250 g Mehl (italienisches Nudelmehl von Andronaco)
3 Eier
1 EL Ölivenöl

150 g Hähnchenbrust
50 g Prosciutto, hauchdünn geschnitten
2 Salbeiblätter
1/2 Knoblauchzehe
100 g Ricotta
2 EL frisch geriebener Parmesan
1 Ei
1 Eigelb zum Bestreichen (mit etwas Wasser verquirlt)

1 Zwiebel (fein gewürfelt)
2 EL erhitzbares Olivenöl
2 EL Tomatenmark
100 ml Geflügelfond
500 ml passierte Tomaten
Basilikum

Salz, Pfeffer, Parmesan

Zubereitung:

Nudelmehl in eine Schüssel sieben, mit etwas Salz sowie Eiern und Öl  verkneten, bis der Teig weich und elastisch ist. Das kann etwa 5 Minuten dauern, also überlasse ich diesen Teil der Arbeit meinem Küchenhelfer…
Dann forme ich eine Teigkugel, öle sie ein, wickelen sie in Folie und lasse sie eine Weile ruhen.

Für die Füllung das Fleisch sehr klein schneiden, ebenso den Schinken und den Salbei. In einen Mixer geben und sehr fein pürieren. Den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse drücken und dazugeben. Ricotta, Parmesan und Ei unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Nudelteig mit dem Nudelholz ausrollen. In Streifen schneiden und mit der Nudelmaschine Stufe für Stufe dünner ausrollen. Etwa die mittlere Einstellung sollte ausreichen (ca. 1/2 mm). Jetzt könnt ihr den Aufsatz für gefüllte Nudeln auf die Maschine schrauben, oder besser: es sein lassen! Das wird eine riesen-Sauerei… Ich nehme lieber eine Nudelform, es geht aber auch ganz ohne. Also: einen Streifen Nudelteig auflegen, etwa 1 TL der Füllung in jede Vertiefung der Form drücken, Nudelteig mit Eigelb bestreichen. Einen weiteren Streifen Teig auflegen, dabei die Luft herausdrücken. Mit dem Nudelholz über die Form rollen, bis sich die Nudeln trennen. Alle Nudeln vorbereiten. Ihr könnt zum Besipiel auch Rechtecke schneiden, füllen, Ränder bestreichen, zusammenklappen und die Ränder mit einer Gabel verschweißen. Vor dem Kochen etwas antrocknen lassen.

Währenddessen in einem Topf Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten, Tomatenmark kurz mitbraten, mit Fond ablöschen. Die Passata zugeben, aufkochen. Basilikum kleinschneiden, zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen vom Herd nehmen und etwas ziehen lassen.

Einen gr0ßen Topf mit Salzwasser nur leicht köcheln lassen, Nudeln bissfest kochen, vorsichtig abgießen und gut abtropfen lassen. Mit der Tomatensauce servieren.

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Sehr gut passt auch eine Walnußbutter: einige Walnüsse in der Pfanne rösten, abkühlen lassen und kleinhacken, Butter schmelzen und Nüsse zugeben, über die Nudeln träufeln, salzen.