Linsensuppe mit Feigen und Feta

Das Große L hat offensichtlich auch Spaß an Küchen-Experimenten: dieses Rezept habe ich von ihr bekommen. Eigentlich gehört eine ordentliche Portion frischer Koriander dazu, aber außer mir mag den der leider niemand…

Hier meine leicht abgewandelte Version, den Link zum Originalrezept findet Ihr unten.

Zutaten:
220 g Beluga Linsen (getrocknet)
100 g rote Linsen (getrocknet)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 Stangen Staudensellerie mit Grün
1 große Mohrrübe (ca. 200 g)
2 große Fleischtomaten
4 Feigen
1 EL Ras el Hanout (ersatzweise 1 TL gemahlener Kreuzkümmel)
2 Lorbeerblätter
1 Liter Gemüsefond
1 Bio-Zitrone
1/2 Bund Koriander, wer mag
200 g Feta oder Schafskäse
Cayennepfeffer oder Chiliflocken
Salz,Pfeffer
erhitzbares Olivenöl

Zubereitung:
Die Linsen abspülen und in Wasser einweichen. Zwiebel und Möhre fein würfeln (ca. 5 mm groß), Knoblauch sehr fein würfeln. Selleriestangen in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. In einem großen Topf 1-2 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Knoblauch, Sellerie und Möhre zufügen und mit andünsten.
Die Tomaten und eine der Feigen würfeln und zugeben. Mit 1 EL Ras el Hanout und einer Prise Cayennepfeffer bestreuen, Linsen abgießen und zugeben. Die Zitrone abreiben und auspressen. Zitronenabrieb, Lorbeerblätter und Fond zufügen und etwa eine halbe Stunde kochen, bis die Linsen gar sind.
Suppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und etwas ziehen lassen (gerne auch bis zum nächsten Tag im Kühlschrank).
Feta würfeln, restliche Feigen in Spalten schneiden. Koriander abspülen und grob hacken.

Suppe mit Feta, Feigen und Koriander bestreut servieren.

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Hat sogar dem Kleinen M geschmeckt… und am nächsten Tag haben wir die Linsen statt Hackfleisch mit in den Wrap gewickelt. Sehr lecker!

Quelle: Brigitte

Family Poke Bowl

Statt in 1000 Schälchen kann man die Zutaten für die Pole Bowl auch mal in einer großen, flachen Schüssel oder, wie hier, in einer Auflaufform auf den Tisch bringen. Quasi als XXL-Bowl…

Hier unsere Variante der Rainbow Bowl. Sie eignet sich gut, um mit mehreren Personen zu kochen!

Zutaten für 4 Personen:
500g Brokkoli
4 Mini-Salatgurken
1 große Möhre
50g Mung Bohnen, getrocknet (ersatzweise andere getrocknete Bohnen oder TK-Edamame)
100g Rukkola, Feldsalat oder Baby-Spinat
4 Champignons
1-2 Frühlingszwiebeln
250g Lachs (Stremellachs oder roh)
2 kleine Schnitzel (Schwein oder Huhn)
50g Quinoa
50g Soba-Nudeln
Koriander
Sojasauce
Reisessig
Chilisauce
Honig oder Reissirup
Sesamöl (geröstet)
Sesamsamen
Raps- oder Olivenöl (erhitzbar, eher neutral)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Bohnen 2 Stunden in kaltem Wasser einweichen, dann abspülen und in der dreifachen Menge Wasser ca. 20-25 Minuten kochen, bis sie weich werden. Dann salzen und etwas ziehen lassen, abgießen. Wenn Du Edamame benutzt, einfach in Salzwasser gar kochen.
Quinoa gründlich waschen, dann in der dreifachen Menge Wasser ca. 25-30 Minuten kochen, bis die Körner aufplatzen. Abgießen und abtropfen lassen, salzen.
Gurken waschen und mit Schale längs mit einem Sparschäler in dünne Scheiben schneiden. In einer Schüssel mit Salz mischen und 10 Minuten ziehen lassen. Dann abgießen, mit etwas Reisessig und Sesamöl mischen.
Brokkoli in Rosen schneiden, in gesalzenem Wasser sehr bissfest kochen, dann abtropfen lassen.
Möhre schälen und entweder mit dem Spiralschneider zu Möhrennudeln schneiden, oder mit dem Sparschäler in dünne Scheiben schneiden.
Champignons in Scheiben schneiden.
Aus 3 EL Sojasauce, 1 EL Reisessig und 1 EL Sesamöl eine Marinade mischen, mit etwas Chilisauce, Honig, Salz und Pfeffer würzen. Frühlingszwiebel in Ringe schneiden und ca. 1/3 davon in die Marinade rühren. 1 EL Sesamsamen in einer Pfanne etwas anrösten. 1/3 davon in die Marinade geben.
Lachs würfeln und in der Marinade ziehen lassen.
Koriander abbrausen und grob kleinzupfen. Salat abspülen und trockenschleudern.
Soba-Nudeln in Salzwasser bissest garen. Kalt abspülen und mit etwas Öl mischen, damit sie nicht verkleben.
Schnitzel in etwas Öl braten, salzen und pfeffern. In Streifen schneiden.

In einer flachen Schüssel anrichten:
Quinoa in die Mitte geben, Soba-Nudeln an einer Seite dazugeben, mit einer Gabel etwas eindrehen. Gemüse farblich abwechselnd drum herum anrichten. Fisch und Fleisch in die Mitte geben. Frühlingszwiebeln, Koriander und Sesam darüberstreuen, mit etwas Chilisauce besprenkeln.

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Natürlich passt dazu auch noch Avocado oder etwas Mango… alles, was Euch schmeckt!

E`Ai KAUA… Guten Appetit!

Tonkotsu-Ramen mit Chashu

Die Kids lieben Nudelsuppe. Eigentlich könnte es jede Woche Hühnersuppe mit Nudeln, Eierstich und Erbsen geben. Gähn!

Ich habe ja ein kleines Faible für die asiatische Küche – nicht erst seit unserer Vietnam-Reise 2017. Was ich dann koche, kann ich aber meistens alleine essen… Scharfe Gerichte kommen hier gar nicht an, also koche ich gerne alles, was man „bei Tisch“ würzen kann.
Bei Ramen ist das etwas anderes. Der Kleine L. liebt die japanische Suppe und auch die anderen essen gerne mit.

Es gibt mehrere Hauptvarianten des Ramen. Ich stelle Euch hier Tonkotsu-Ramen (豚骨ラーメン) also Schweineknochen-Ramen vor. Leider ist das Ganze etwas zeitaufwändig, aber die Mühe schmeckt man!

Zutaten Ramen:
1 Stück Kombu-Alge
1 kg Schweineknochen
1/2 Schweinshaxe (Haxe vom Metzger 4 Scheiben schneiden lassen, 2 einfrieren)
1 kg Hähnchenflügel
300 g geräucherter Bauchspeck (am Stück)
1 Gemüsezwiebel
6-10 Knoblauchzehen
60 g Ingwer
2 große Karotten, grob gehackt
250 g getrocknete Shiitake-Pilze (eingeweicht)
Miso-Paste
Salz, Sojasauce, Mirin

Einlagen (pro Person):
50 g Ramen-Nudeln
2 Scheiben Chashu
2 EL gegartes Gemüse: Bambussprossen, Mais, Edamame, Shitake-Pilze o.ä.
Frühlingszwiebel in Ringen
Shichimi tōgarashi (scharfe Gewürzmischung mit Orangenschalen) 

Zutaten Chashu:
1000 g Schweinebauch am Stück (ohne Knochen)
250 ml Sojasauce
250 ml Sake
250 ml Mirin
100 g Zucker
1 Scharlotte, halbiert
6 Frühlingszwiebeln (grob in Ringe geschnitten)
6 Zehen Knoblauch
50 g Ingwer (in Scheiben geschnitten)

 

Zubereitung Chashu:
Schweinebauch mit der Schwarte nach außen der Länge nach aufrollen. Die Rolle mit Küchenzwirn schnüren.

In einem Topf die restlichen Zutaten zum Kochen bringen. Der Topf sollte nicht viel größer als das Fleisch sein, damit die Rolle von der Flüssigkeit umgeben ist. Schweinebauch hineingeben, Deckel auflegen und leicht simmernd etwa 4 Stunden garen, bis das Fleisch zart ist. Alternativ kann der Topf im 120°C heißen Ofen garen.

Auskühlen lassen, aus der Flüssigkeit nehmen, Zwirn entfernen und Chashu in dünne Scheiben schneiden.

Zubereitung Ramen:
Kombu-Alge gut abspülen und über Nacht in 1 Liter Wasser einweichen. Langsam zum Kochen bringen, Alge entfernen.
Knochen, Haxe und Hähnchenflügel unter kaltem Wasser gründlich waschen, in einen sehr großen Topf geben. Bauchspeck und Gemüse dazugeben. Algenwasser zugießen und mit Wasser auffüllen, bis das Fleisch bedeckt ist. Langsam aufkochen, dabei ggf. den Schaum abschöpfen. Etwa 3-4 Stunden köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen, durch ein Tuch gießen. Mit Miso-Paste, Salz, Sojasauce und Mirin abschmecken.

Für die Einlage die Ramen-Nudeln nach Packungsangabe kochen, auf die Teller verteilen. Brühe darübergeben. Die anderen Einlagen in die Brühe geben, nach Geschmack mit Shichimi tōgarashi würzen.

Guten Appetit: Itadakimasu (頂きます) !

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Naruto oder Wakame geben auch eine gute Einlage ab. Die Kleine M. mag am liebsten weich gekochte Eier im Ramen. Bei mir darf es eine Extra-Portion Shichimi tōgarashi sein…

Quellen: nekobento, ladyandpups, seriouseats and many more

Gelbes Thai Curry mit Huhn (Gaeng Gari Gai)

Ich habe mir schon ein paar Mal die Mühe gemacht, die Curry-Paste selbst zuzubereiten. Schmeckt toll. Aber dauert mir im Alltag einfach zu lange! Also habe ich mich in Hamburgs Asia-Läden auf die Suche nach Curry-Paste gemacht, die einfach nur Kräuter und Gewürze enthält und ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel auskommt. Gibt es! Die stehen jetzt in drei Gläsern (grün, rot und gelb) in meinem Kühlschrank und erleichtern mir die Arbeit ungemein.

Das milde gelbe Curry wird oft etwas süßlich zubereitet, das schärfere rote Curry mag ich persönlich am liebsten, beim grünen Curry muss selbst ich aufpassen, dass es nicht too much wird. Ich schreibe hier mal ein Grundrezept für ein thailändisches Gelbes Curry mit Kartoffeln und Hühnchen auf. Wie bei deutschen Eintöpfen gibt es 1000 Variationen. Jede Region, jeder Koch macht das Curry anders und jede Paste hat andere Zutaten. Mir ist eine große Portion Gemüse wichtig, da in Thailand Kartoffeln als Gemüse gelten und nicht, wie hier, als Sättigungsbeilage, ist dort oft keines enthalten. Ebenso ist es mit den Kräutern und der Erdnussbutter: alles kann, nichts muss. Entscheidet selbst!

Zutaten:
500 g Hühnchenfleisch (Schenkel, geteilte Kottelets, Keulen, Brustfleisch…)
300 g festkochende Kartoffeln
2 Zwiebeln
1 cm Ingwerknolle
evtl. 500 g Gemüse nach Wahl (Thai-Auberginen, Champignons, Möhren, Erbsenschote, Brokkoli, Tomatenfilets, Paprika…)
500 g Kokosmilch
3 EL Gelbe Currypaste
neutrales Öl oder Kokosöl
Fischsauce
nach Geschmack: Sojasauce, Erdnussbutter, Palmzucker, Koriander, Thai-Basilikum, Chili, Limette

500 g Jasminreis

Zubereitung:
1 EL Currypaste mit 2 EL Öl mischen, das Fleisch in Stücke, Streifen oder Würfel schneiden und darin marinieren.
Kartoffeln schälen, eventuell teilen und in Salzwasser gar kochen. Reis in der doppelten Menge Wasser aufkochen, dann die Hitze reduzieren und dämpfen, bis er das Wasser aufgenommen hat. Warm stellen.
Zwiebeln schälen und vierteln, Ingwer schälen und fein würfeln. Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden und beiseite stellen.

Eine große (Wok-) Pfanne erhitzen. Fleisch in 2 Portionen darin scharf anbraten (nicht durchgaren!) und warm stellen (dabei gart es zu Ende). Temperatur etwas herunterdrehen.
1 EL Kokosöl in der Pfanne erhitzen. 2 EL Currypaste darin anbraten bis es duftet. Zwiebeln und Ingwer zugeben und anbraten. An dieser Stelle käme das Gemüse dazu. Dann die Kokosmilch zugeben und aufkochen. Alles köcheln lassen, bis das Gemüse fast gar ist. Das variiert natürlich, je nachdem, wofür ihr Euch entschieden habt. Dann die Kartoffeln und das Fleisch zugeben und etwas durchziehen lassen, bis das Fleisch sicher durchgegart ist. Mit 1-2 EL Fischsauce und nach Belieben Sojasauce, 1-2 EL Erdnussbutter, etwas Palmzucker und Limettensaft abschmecken.

Mit gehacktem Koriander, Thai-Basilikum oder Chili bestreut zum Reis servieren.

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Die Erdnussbutter macht die Sauce schön sämig und nimmt die Schärfe!

Gelbe Tomatensuppe

Bevor die Tomaten-Saison ganz zu Ende ist hier schnell noch ein Rezept für eine Tomatensuppe. Nicht nur sehr lecker, sondern auch ziemlich fotogen, oder?

Zutaten:
1 kg gelbe (Fleisch-)Tomaten oder 800g gelbe Tomaten aus der Dose
400 ml Gemüsefond
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Bund Basilikum
2 feste Büffelmozzarelle
Salz, Pfeffer, Olivenöl, Zucker

Zubereitung:
Tomaten waschen und mit einem sehr scharfen Messer die Schale kreuzförmig einritzen. In einem Topf 2 Liter Wasser zum Kochen bringen, die Tomaten kurz darin blanchieren. Mit einer Schaumkelle herausheben, sobald die Schale beginnt, sich aufzurollen. In kaltem Wasser abschrecken. Jetzt kann man die Schale ganz leicht von der Tomate abziehen. Das geht je nach Sorte besser oder schlechter. Einige Tomaten brauchen etwas länger im heißen Wasser, bis sie ihre Schale hergeben. Anschließend filetieren: Strunk und Glibber kommen nicht mit in die Suppe.
Manche Sorten haben eine so dünne Schale, dass es einfacher ist, sie nach dem Blanchieren kleinzuschneiden  und durch ein grobes Sieb zu streichen. So ist man auch gleich die Kerne los…

Schalotte und Knoblauch würfeln. In einem Topf 1 EL Olivenöl erhitzen und Schalotten- und Knoblauchwürfel langsam glasig dünsten. Mit Fond ablöschen, Tomaten zugeben. Köcheln, bis die Tomaten weich sind.

Währenddessen das Basilikumöl herstellen: ein paar Blätter Basilikum für die Deko aufheben, die restlichen Blätter fein hacken und mit 50ml gutem Olivenöl pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Mozzarelle würfeln. Ich mag am liebsten Büffelmozzarella, für dieses Rezept sollte er aber noch recht fest sein.

Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Auf die Suppenteller geben und mit Mozzarellawürfeln, Basilikumöl, Basilikumblättern und (für das kleine Bisschen umami) einem Streifen getrockneter Tomate garniert sofort servieren.

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Dazu habe ich ein Oliven-Chiabatta gebacken und in dünnen Scheiben geröstet.

Rezeptidee: kochhaus

 

Kürbistopf

 

Es ist Herbst! Das Laub fällt, die Sonne steht tief (wenn sie überhaupt mal zu sehen ist) und ich bin erkältet. Musste ja kommen.
Nachdem es gestern schon die Erkältungssuppe gab, muss jetzt etwas wärmendes, herbstliches her. Wie wäre es mit dem Kürbistopf?

Zutaten:
1 Hokaidokürbis
1,5 kg Kartoffeln (am liebsten Linda)
200 g getrocknete Datteln
500 ml Sahne
400 ml Gemüsefond
3 EL Curry
2 Hähnchenbrüste
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Ofen auf 180°C vorheizen. Den Kürbis gründlich waschen und in 3-4 cm breite Spalten schneiden. Natürlich bleibt die Schale dran! Die Kartoffeln ebenfalls waschen und in 2-3 cm breite Spalten schneiden, auf einem gefetteten Backblech ausbreiten. Die Datteln vierteln und dazugeben.

Sahne, Fond und Curry mit Salz und Pfeffer in einem Mixbecher verrühren, kräftig abschmecken und darüber geben. Jetzt ab in den Ofen und backen, bis die Kartoffeln gar sind. Je nach Größe der Stücke dauert es 45-60 Minuten.

Hähnchenbrüste in 4-5 cm große Würfel schneiden. In einer sehr heißen Pfanne in etwas Butterschmalz kurz aber scharf anbraten, dann herausnehmen, salzen, pfeffern und für die letzten 15 Minuten auf dem Backblech zwischen das Gemüse geben und fertig garen.

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Am besten passt hier ein mildes, fruchtiges Curry, aber auch ein wenig Schärfe kann der Kürbis gut vertragen!

Quelle: von der lieben U.  – ich hab´ noch etwas Huhn ergänzt…

Borschtsch

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Es ist kalt und regnerisch draußen. Ekelhaft! Hier kränkeln alle so vor sich hin – Zeit für eine heiße Suppe! Von meiner russischen Kollegin inspiriert sollte es dieses Mal ein Borschtsch werden. Das hatte ich noch nie gegessen, hatte mich noch nicht an das vor Jahren ausgedruckte Rezept gewagt. Ich muss aber sagen: es war wirklich lecker!
Sogar die Kleine M ließ sich aufgrund der Farbe (pink!) und des reichlich enthaltenen Fleisches leicht animieren, das Borschtsch zu probieren. Und: es hat auch ihr geschmeckt!

Zutaten:
1kg Rindfleisch (hohe Rippe oder Suppenfleisch)
1 Zwiebel (grob gewürfelt)
2 Möhren (grob gewürfelt)
4 Knoblauchzehen
8 schwarze Pfefferkörner
2 Lorbeerblätter
4 Wacholderbeeren

1 mittlere Rote Beere
1 Möhre (fein gewürfelt)
1 Zwiebel (fein gewürfelt)
1 EL Weißweinessig

1/8 Rotkohl
3 Kartoffeln
1-2 Tomaten
5 Stiele Petersilie
2 Kohlwürste

Butter, Olivenöl, Salz, Pfeffer, Dill
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Zubereitung:
Rindfleisch abspülen und in einen Suppentopf geben. Mit kaltem Wasser bedecken und langsam aufkochen. Den Schaum abschöpfen. Zwiebel, Möhre, Knoblauch, Pfefferkörner, Lorbeerblätter und Wacholderbeeren zugeben und 2 Stunden sehr leise köcheln lassen. Vorsicht: kocht es zu stark, wird das Fleisch zäh… Wenn man einen launischen E-Herd hat, wie ich, sollte man in Erwägung ziehen, etwas mehr Aufwand zu betreiben: den Backofen samt Pizzastein auf 100°C vorheizen, dann den Topf nach dem Abschöpfen des Schaumes und Zugabe des „Gemüses“ hineinstellen. 2 Stunden garen. Kurz vor Ende der Kochzeit die Tomate(n) einritzen und 1 Minute mitkochen, bis die Schale aufplatzt. Wieder entnehmen und häuten. Das Fleisch entnehmen und zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein feines Sieb in einen großen Topf geben und heiß halten.

Rotkohl schälen und in eine Schüssel hobeln, mit etwas Salz und Olivenöl kräftig durchkneten. Rote Beete schälen und in Streifen schneiden. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen und Rotkohl, Rote Beete, Zwiebel und Möhre darin andünsten. Salzen, Pfeffern und mit Weißweinessig abschmecken. Zur Seite stellen und ziehen lassen.

Kartoffeln kochen und in Würfel schneiden. Die Tomaten würfeln. Das Fleisch würfeln. Die Kohlwürste in Scheiben schneiden. Die Petersilie feinhacken, alles in die Brühe geben. Das rote Gemüse ebenfalls dazugeben.

Das Borschtsch etwas durchziehen lassen und mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit saurer Sahne und Dill garniert servieren.
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Wunderbar wärmende Suppe für einen kalten, regnerischen Tag!

Spargelcremesuppe

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Endlich Spargelzeit! Es ist allerdings nicht ganz so leicht, in Hamburg guten Spargel zu bekommen. Jeder Spargelhof hier behauptet zwar von sich, den besten Spargel der Region zu haben, aber so richtig gut schmeckt der nur von so richtig sandigen Böden… Viel Spaß beim suchen!
Ich liebe Spargel in jeder Variante: roh als Salat, pur gekocht, auf Pizza, angebraten… nur bitte nicht weichgekocht. Spargelcremesuppe lieben auch Spargelmuffel. Ich koche zwei Arten: als pürierte Variante mit größerem Gemüseanteil, oder auf Basis einer Mehlschwitze (wenn es gestern Spargel satt gab).
Und noch was aus der Schlaumeier-Ecke: bitte nicht die Schalen auskochen oder mitkochen! Ist zwar ein uralter „Spartrick“, aber eigentlich kocht man nur die Bitterstoffe aus den Schalen. Das kann voll daneben gehen! Ich kaufe lieber zwei Stangen mehr und bringe die Schalen auf den Kompost…

Zutaten:
500g weißer Spargel
100g grüner Spargel
1 TL Butter
1 Scharlotte (fein gewürfelt)
2 Kartoffeln (geschält und gewürfelt)
1 Eigelb
50ml Milch
200ml Sahne
einige Blätter Salbei

Zubereitung:
Den weißen Spargel schälen und in 2l Wasser mit 2TL Salz und 1TL Zucker sehr bissfest garen. Dabei nur knapp köcheln lassen. Den grünen Spargel im unteren Bereich schälen und einige Minuten mitgaren. Spargel abgießen, Kochwasser auffangen.
Grünen Spargel und einige Stangen weißen Spargel (oder die Köpfe) zur Seite stellen. Restlichen Spargel kleinschneiden.

In einem Topf die Butter erhitzen und die Scharlottenwürfel langsam andünsten. Kartoffelwürfel und Spargelabschnitte zufügen, mit Spargelwasser bedecken und 10 Minuten köcheln lassen. Einige Kartoffelwürfel für die Deko zur Seite stellen. Die Suppe pürieren und durch ein grobes Sieb streichen. Eigelb mit Milch verquirlen, die Suppe legieren.

Sahne unterrühren, Suppe mit Salz und Muskatnuss würzen. Mit Spargelköpfen, Kartoffelwürfeln und Salbei garniert servieren, etwas schwarzen Pfeffer darüber mahlen.

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Geht superschnell (bis auf das Durch-das-Sieb-streichen…)!

Besuch im Kochhaus oder: Pastinakencremesuppe

Ich war im Kochaus!

Das ist doch war für Männer / Anfänger / Fantasielose… ??? Quatsch. Ich klopfe JEDEM auf die Schulter, der sich nach Feierabend noch schnell an den Herd stellt, und was Leckeres kocht! Egal, ob er/sie vorher stundenlang in Koch-Blogs nach dem passenden Rezept gesucht hat, oder es wie die Lady macht, die kurz nach mir das Kochhaus St. Georg betreten hat: sie stürmte zielsicher an den Suppe-Salat-Tischen vorbei, griff eine Papiertüte, wählte Hauptgericht „Ente“ und warf Zutaten für zwei Personen zusammen – ab an die Kasse, „ich hab die Kartoffeln und den Pfeffer weggelassen, und nehme noch ein Ciabatta und einen Latte to go“, bezahlte und raus. Whow.

Ich hatte etwas mehr Zeit, habe mich aber trotzdem für „was schnelles“ entschieden. Pastinakencremesuppe. Ist jetzt keine Unbekannte für uns, aber ich hatte Lust auf Gemüse. Und außerdem sah die riesige Pastinake richtig schön mürbe aus…

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Wie einfach: alle Zutaten liegen für mich bereit. Nur zugreifen. Rezeptkärtchen nicht vergessen. Für Menschen ohne Haushalt liegen die banalsten Zutaten griffbereit (Senf in Portionstütchen z.B.), oder Olivernöl in Mikro-Fläschchen…

Die Idee ist cool, die Aufmachung auch. Sogar der Prei ist ok.

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Meine „Beute“ nach 5 Minuten für Einkauf und Rezeptsuche. Keine 5 Euro bezahlt.

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Ab an den Herd. Alles kleinschnibbeln, andünsten, in der Brühe (naja, Brühwürfel würde ich sonst nicht benutzen, aber er war zumindest Bio!) weichkochen, Butter unterschlagen, abschmecken, fertig!

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Ab jetzt gibt es keine Ausrede mehr fürs Nicht-kochen!

Zumindest für alle, die ein Kochhaus in der Nähe haben. Das Rezept für die Suppe holt ihr Euch bitte im Kochhaus, ist schließlich nicht auf meinem Mist gewachsen… Hier findet Ihr die Kochhäuser: Kochhaus.de

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Quelle: Kochhaus

Rote Beete Suppe

Rote-Beete in der Grünen Kiste – hat mich jedesmal zur Verzweiflung gebracht. Jede Woche 2 Kugeln…
Ich habe es mit Omas Heringssalat probiert, dann gebacken mit Gorgonzolasauce – konnte ich alles alleine essen.
Die kompromisslose Pink-Phase der Kleinen M hat mich auf die Idee gebracht, ihr die Farbe mal als Suppe vorzusetzen. Und siehe da: hat allen geschmeckt!
Einfach die Kugeln im kalten Keller gesammelt bis ich genug zusammen hatte und dann: Süppchen gekocht…

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Zutaten:

4-5 Rote Beete Rüben
1 Zwiebel
1 Karotte
1 Kartoffel
500 ml Geflügelfond
2 EL Schmand
150 ml Sahne
einige Salbeiblätter
Salz, Pfeffer, Butterschmalz, Olivenöl

Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen. Die Rote Beete auf ein Backpapier legen und etwa eine Stunde backen. Etwas abkühlen lassen, pellen (warm geht das am besten) und in Würfel schneiden. Eine halbe Kugel in superdünne Scheiben schneiden und mit Umluft bei 100°C knusprig trocknen.

Die Zwiebel fein würfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen, die Karotte ebenfalls fein würfeln und dazugeben. Mit dem Fond ablöschen. Die Kartoffel würfeln und mit der Roten Beete in den Topf geben. Mit Wasser bedecken und 20 Minuten köcheln lassen.

Salbei in Butterschmalz fritieren, Sahne halbfest schlagen.

Pürieren, Schmand unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Sahne und Salbei garniert servieren. Dazu die Rote Beete Chips reichen.