Wirsingeintopf

Es gab die ersten Wirsingkohlköpfe vom Hof! Und da die kleine M. mit Kochen dran war, gab es gleich eines ihrer Lieblingsgerichte: einen einfachen, schnellen Wirsingeintopf.
Die kleinen neuen Kartoffeln passen hervorragend zum Eintopf. Du kannst aber auch mehligkochende Kartoffeln verwenden, wenn Du sie gerne in die Brühe drückst.

Zutaten:
1 EL Olivenöl
1 große Zwiebel
350g Hackfleisch
800 g Wirsing
500 g sehr kleine Kartoffeln (Drillinge)
800 ml Brühe (Gemüse- oder Geflügelfond)
Salz und Pfeffer
Petersilie
Sahne, Creme fraiche

Zubereitung:
Den Kohl von den sehr festen und dunklen äußeren Blättern befreien. Dann den Kopf vierteln, den Strunk entfernen, die grünen Blätter abschneiden und gründlich waschen. Die hellen Kohlstücke quer in etwa 1cm breite Streifen schneiden, ebenso die grünen Blätter kleinschneiden.
Die Kartoffeln schälen. Das ist etwas mühsam, aber die kleinen Drillinge behalten im Eintopf schön ihre Form! Falls Du keine Drillinge hast, kannst Du sie durch jede festkochende Sorten ersetzen, nach dem Schälen in ca. 3-4 cm große Würfel/Stücke geschnitten.

Die Zwiebel würfeln und in einem großen Topf im Öl glasig dünsten. Hackfleisch zugeben und krümelig anbraten. (Du kannst das Hack auch würzen und zu kleinen Bällchen formen. Dann nach ca. 15 Minuten Garzeit vorsichtig auf den Kohl legen und garziehen lassen, vor dem Servieren unterhaben.) Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Kohl zugeben und mitbraten. Dann mit der Brühe ablöschen, die Kartoffeln zugeben, ggf. noch etwas Wasser zugeben, bis das Gemüse knapp bedeckt ist. Mit Deckel ca. 30 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln gar sind.

Jetzt kann der Eintopf mit Sahne verfeinert werden und nach Belieben mit Gewürzen abgeschmeckt werden. Mein Fond ist schon recht würzig (ich koche ihn mit reichlich Pfeffer, Lorbeer, Piment, Wacholder, etwas Knoblauch etc.) daher benutze ich keine weiteren Gewürze. Eignen würden sich aber z.B. Thymian, Kümmel oder auch Paprika.

Mit Creme fraiche und gehackter Petersilie heiß servieren!

Besuch im Kochhaus oder: Pastinakencremesuppe

Ich war im Kochaus!

Das ist doch war für Männer / Anfänger / Fantasielose… ??? Quatsch. Ich klopfe JEDEM auf die Schulter, der sich nach Feierabend noch schnell an den Herd stellt, und was Leckeres kocht! Egal, ob er/sie vorher stundenlang in Koch-Blogs nach dem passenden Rezept gesucht hat, oder es wie die Lady macht, die kurz nach mir das Kochhaus St. Georg betreten hat: sie stürmte zielsicher an den Suppe-Salat-Tischen vorbei, griff eine Papiertüte, wählte Hauptgericht „Ente“ und warf Zutaten für zwei Personen zusammen – ab an die Kasse, „ich hab die Kartoffeln und den Pfeffer weggelassen, und nehme noch ein Ciabatta und einen Latte to go“, bezahlte und raus. Whow.

Ich hatte etwas mehr Zeit, habe mich aber trotzdem für „was schnelles“ entschieden. Pastinakencremesuppe. Ist jetzt keine Unbekannte für uns, aber ich hatte Lust auf Gemüse. Und außerdem sah die riesige Pastinake richtig schön mürbe aus…

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Wie einfach: alle Zutaten liegen für mich bereit. Nur zugreifen. Rezeptkärtchen nicht vergessen. Für Menschen ohne Haushalt liegen die banalsten Zutaten griffbereit (Senf in Portionstütchen z.B.), oder Olivernöl in Mikro-Fläschchen…

Die Idee ist cool, die Aufmachung auch. Sogar der Prei ist ok.

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Meine „Beute“ nach 5 Minuten für Einkauf und Rezeptsuche. Keine 5 Euro bezahlt.

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Ab an den Herd. Alles kleinschnibbeln, andünsten, in der Brühe (naja, Brühwürfel würde ich sonst nicht benutzen, aber er war zumindest Bio!) weichkochen, Butter unterschlagen, abschmecken, fertig!

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Ab jetzt gibt es keine Ausrede mehr fürs Nicht-kochen!

Zumindest für alle, die ein Kochhaus in der Nähe haben. Das Rezept für die Suppe holt ihr Euch bitte im Kochhaus, ist schließlich nicht auf meinem Mist gewachsen… Hier findet Ihr die Kochhäuser: Kochhaus.de

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Quelle: Kochhaus