Apfeltarte

Bevor die neuen Äpfel reif werden, verbrauchen wir noch schnell die letzten, schon etwas schrumpeligen, Exemplare vom letzten Jahr. Das sie mürbe geworden sind, stört hier kein bisschen…
Ich habe zwei eckige Tarteformen benutzt (eine für meine Kollegen, eine für die Kollegen vom Großen M) und hatte etwas Teig übrig, für eine kleine Form für die Kids. Für eine runde 28er Form reicht etwa die Hälfte.

Zutaten
200 g Weizenmehl (550er)
200 g Dinkelmehl (630er)
150 g Zucker
1 Prise Salz
200 g Butter (kalt)
4 Eigelbe
2 Zwiebäcke, gerieben
8-10 Äpfel (gerne Boskoop)
100 g Butter (weich)
150 g Zucker
1/2 TL Zimt
100 g Apfelgelee oder Aprikosenmarmelade

Zubereitung
Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, Salz und Butter (in Flöckchen) kurz mit den Fingern zusammenkneten. Eigelbe kurz unterkneten. Dann den Teig gut verpackt für etwa eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Ich mag Frischhaltefolie nicht so gerne – man kann den Teig auch in einer Schüssel mit Deckel in den Kühlschrank stellen. Es dauert dann allerdings etwas länger, bis er durchgekühlt ist. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen und in Spälten schneiden. Wen es stört, dass sie braun werden, der gießt etwas Zitronensaft gemischt mit Wasser darüber. Mich stört es nicht, ich mag den Apfel caramellig-braun.
Den Backofen auf 180°C vorheizen (Ober- und Unterhitze). Dann die Tarteformen buttern. Teig ausrollen und in die Form drücken. Die Zwiebackbrösel daraufstreuen, Apfelspälten darauf anordnen. Butter schmelzen, darübergießen, Zucker mit Zimt mischen und darüberstreuen.
In der Mitte des Ofens auf einem Rost ca. 45 Minuten backen.
Das Apfelgelee schmelzen. Auf die noch heißen Äfel streichen, dann abkühlen lassen, ohne die Tarte abzudecken.

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Danke, liebe U. für das Rezept. Es ist aus einer Zeitschrift, leider weiß ich nicht, aus welcher…

Pilzrisotto mit Schweinefilet

Ein schönes schnelles Sonntagsessen: im Baconmantel bleibt das zarte Filet schön saftig, dazu würzige Pilze und ein cremiges Risotto. Da das Risotto hier mal nicht die Hauptrolle spielt, habe ich eine auf das Wesentliche reduzierte Version des Pilzrisottos zubereitet.

Zutaten für 4 Personen:
1 Schweinefilet
12 Scheiben Bacon
6 Blätter Salbei

3 EL getrocknete Pilze, kleingeschnitten
250 g Risotto Reis (Arborio o.ä.)
1 Schalotte
50 ml Weißwein
1 l Flüssigkeit: z.B. 400 ml Geflügelfond und 600 ml Wasser
500 g frische Pilze, z.B. Kräutersaitlinge, Austernpilze, Steinpilze, Champignons…
50 g Parmesan, frisch gerieben
100 ml Sahne
Olivenöl, Butter
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Die getrockneten Pilze in Wasser einweichen. Den Backofen auf 100°C vorheizen.

Den Bacon zu einem quadratischen Gitter legen. Dafür die Scheiben wie ein Stück Stoff verweben. Die Salbeiblätter in einer Reihe darauf legen. Das Filet ggf. von Sehnen befreien und auf das Bacongeflecht legen. Das dünne Ende so weit einschlagen, dass das Filet genauso lang ist, wie der Bacon. Dadurch ist das Fleisch auch an allen Stellen gleich dick und gart gleichmäßig. Das Filet vorsichtig einwickeln und mit der Nahtseite nach unten in einer heißen Pfanne scharf anbraten. Dann auch von den anderen drei Seiten jeweils für etwa 2 Minuten anbraten. Im Ofen garen, bis das Filet eine Kerntemperatur von 58°C hat. Vor dem Anschneiden noch einige Minuten ruhen lassen.

Die Schalotte fein würfeln. In einer großen Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebeln darin glasig andünsten. Reis zugeben und kurz mitdünsten. Mit Wein ablöschen, mit Flüssigkeit bedecken. Die eingeweichten Pilze samt Einweichflüssigkeit zugeben. Leise offen köcheln lassen, den Reis dabei ständig umrühren. Wenn die Flüssigkeit aufgesogen ist, wieder angießen, bis er bedeckt ist. Wiederholen, bis der Reis gar ist. Das dauert je nach Sorte 20-30 Minuten.

In der Zwischenzeit die Pilze putzen und in Scheiben schneiden. 1 EL Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, die Pilze heiß anbraten, salzen und pfeffern, zur Seite stellen.

Wenn der Reis gar ist, die Pfanne vom Herd nehmen, die Sahne, ein Stückchen Butter und den Parmesan unterziehen, ggf. etwas salzen, pfeffern.

Zum Servieren habe ich ein paar Löffel Risotto in einen Speisering gedrückt. Den Ring entfernen, Risotto mit Pilzen garnieren, jeweils 2 Tranchen des Filets daran drapieren. Mit kleinen Salbeiblättern garnieren.

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Dazu ein trockener Weißwein…

Himbeer-Schoko-Cupcakes

Zum Geburtstag meiner lieben Nachbarin S. haben das Kleine M. und ich Himbeer-Schoko-Cupcakes gebacken. Super-lecker! Das Rezept hatte ich bei Sweet Paul gefunden. Aber statt Mini-Muffinförmchen haben wir die normal Größe gebacken und das Rezept entsprechend angepasst. Daher ist auch die Buttercreme-Schicht nur halb so dick – das reicht!!!

Zutaten Teig:
150 g Mehl (550er Weizen oder Dinkel)
½ TL Backpulver
1 TL Natron
1 Prise Salz
220 g Zucker
75 g Kakao
½ Pk. Vanillezucker
2 Eier
30 g neutrales Öl
125 g Buttermilch
125 g Mineralwasser

Zutaten Buttercreme:
2 Eiweiß
100 g Zucker
1 Prise Salz
150 g Butter, weich
50 g Himbeeren

Zuckerperlen

Zubereitung:
Backofen auf 170°C Ober- und Unterhitze oder 160°C Umluft vorheizen. Eine Muffinform mit Papierförmchen bestückt bereitstellen.

Die trockenen Teigzutaten in einer Schüssel mischen. Ei, Öl und Buttermilch kurz verquirlen und unter die Mehlmischung heben, bis ein glatter Teig entstanden ist. Mineralwasser zugeben und unterrühren. Teig in die Förmchen geben, diese nur zu 2/3 füllen!

Je nach Ofen 15-20 Minuten backen (unbedingt mit der Stäbchenprobe testen!). Die Törtchen vollständig abkühlen lassen, bevor die Buttercreme aufgetragen wird.

Für die Buttercreme zuerst das Eiweiß im heißen Wasserbad mit Zucker und Salz unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann in die Schüssel vom Mixer geben und bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen (Quirl). Butter stückchenweise unterschlagen. Himbeeren durch ein Sieb passieren. Auf langsamer Stufe die Himbeeren unterrühren.

Die Buttercreme in einen Spritzbeutel mit „Blütentülle“ füllen und auf die Cupcakes auftragen. Mit Zuckerperlen verzieren.

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Die Cupcakes nicht luftdicht verpacken, lieber offen stehen lassen. Sie sollten aber kühl gelagert werden!

Quelle: sweetpaul

Dinkeltoast

Unser geliebtes

habe ich inzwischen in so vielen Variationen gebacken… und alle waren lecker. Je heller das Brot, desto besser kommt es bei den Kids an. Ist leider so.
Die Dinkelvariante gefällt mir persönlich am besten, ich mag den nussigen Geschmack.

Vorteig:
150 g Dinkelvollkornmehl
150 g lauwarmes Wasser (unser recht grobes Mehl nimmt etwas weniger Wasser auf)
1 TL Dinkelsauerteig oder 2 g Hefe

Zutaten vermischen und 12-18 Stunden fermentieren lassen

Quellstück:
150 g Dinkelvollkornmehl
150 g Wasser
17 g Salz

Zutaten vermischen und 12-18 Stunden quellen lassen

Zutaten Hauptteig:
200 g Dinkelmehl 630
200 g Dinkelmehl 1050
20 g Zucker
4 g Trockenhefe
10 g Weizenmalzmehl
170 g kalte Milch
75 g kalte Butter

Zubereitung:
Einen EL Mehl für die Arbeitsfläche zur Seite stellen. Die trockenen Zutaten mischen, Vorteig, Quellstück und Milch zugeben, 2 Minuten kneten. Dann die Butter stückchenweise zugeben und 5 Minuten unterkneten. 45 Minuten ruhen lassen.

Den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche strecken und falten, dann in zwei Teile teilen. Zwei Stränge wirken, miteinander verdrehen (flechten). In eine Toastbrotform geben, dabei die Ende etwas zusammenschieben. Der Teig sollte gleichmäßig in der Form liegen und an allen Stellen etwa gleich dick sein.
Ich benutze immer noch meine 1,5 kg Toastform aus Blauglanzblech, für die ich ein Dauer-Backpapier zugeschnitten habe, damit der Toast nicht anbackt. Einfetten funktioniert aber auch. Jetzt mit Deckel etwa 30-40 Minuten bei Raumtemperatur oder etwas wärmer zur Gare stehen lassen. Die Form sollte bis ca. 1 cm unterhalb des Randes gefüllt sein.
Ofen auf 210°C vorheizen. Deckel auflegen und die Form mittig in den Ofen stellen. Nach 10 Minuten auf 190°C reduzieren und weitere 40 Minuten backen.

Nach der Backzeit sofort aus der Form stürzen, Backpapier abziehen und abkühlen lassen. Danach kann man es in Wachstuch oder einer Gemüsetüte (diese dünnen, gelochten Plastikbeutel) etwa eine Woche aufbewahren.

Kräftig getoastet schmeckt das Brot am besten!

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Quelle: brotdoc

 

 

Sfogliatelle

Knusper, knusper… hmmmmmmmm!

Mein erster Kontakt mit Sfogliatelle war eher so lala. Muddern und ich kamen von einem Mutter-Tochter-Wochenende in Venedig zurück und verbummelten unsere Wartezeit in der Bar am Flughafen bei einem Glas Chianti. Nach den ganzen Leckereien der letzten Tage sollte ich nun auch noch Sfogliatelle probieren. Ich habe nicht widersprochen, denn sie sahen echt gut aus.
Die Sfogliatelle standen unter einer Glasglocke auf dem Tresen. Das war wohl auch ihr Problem, denn sie waren nicht wirklich knusprig. Aber: man konnte schon ahnen, dass die Dinger göttlich sein könnten.
Ich habe sie natürlich wieder probiert. Ganz frisch… und knusprig!

Und dann haben wir sie natürlich selbst backen müssen. Ehrensache! Etwas aufwändig, aber zur Not kann man sich mit fertigem Blätterteig behelfen…

Zutaten Teig:
500 g Manitobamehl (oder italienisches Mehl Tipo 00)
200 g Wasser
20 g Honig
5 g Salz (1/2 TL)
250g Butter, gekühlt
(ersatzweise 1 kg TK-Blätterteig)

Zutaten Füllung:
400 ml Milch
1 Vanilleschote oder (1 Pk Vanillezucker)
150 g Weichweizengrieß
125 g Zucker
1 Prise Salz
200 g Ricotta
1 Ei
50 g Weinbeeren oder Rosinen, eingeweicht (in Wasser oder Orangenlikör)
50 g Orangeat oder 1 EL abgeriebene Orangenschale

Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Am Vortag Teig und Füllung vorbereiten. Mehl mit Wasser, Honig und Salz verkneten, in Folie wickeln und im Kühlschrank gut durchkühlen lassen.

Für die Füllung Milch mit ausgekratztem Vanillemark aufkochen, Gries unter Rühren einstreuen, kurz aufkochen, dann vom Herd nehmen und ausquellen lassen. Wenn der Gries abgekühlt ist, mit Ricotta, Zucker, Salz und Ei vermischen. Weinbeeren und Orangenschale untermischen oder Orangeat fein hacken und unterrühren. Bis zum Füllen in den Kühlschrank stellen.

Für das Tourieren des Blätterteiges brauchst Du viel Geduld und Platz. Oder eine Nudelmaschine…
Teig und Butter sollten etwa die gleiche Temperatur haben. Zuerst den Teig zu einem Rechteck ausrollen, Butter zu einem etwa halb so großen Rechteck ausrollen und um 45° verdreht darauflegen. Jetzt die Ecken des Teiges wie bei einem Briefumschlag über die Butter falten und zusammendrücken, so dass die Butter gut versiegelt ist.
Den Teig in eine Richtung etwa 1 cm dick zu einem länglichen Rechteck ausrollen. Die seitlichen Drittel über das mittlere Drittel schlagen und festdrücken. Jetzt wandert der Teig für 20 Minuten in den Kühlschrank…
und dann geht es weiter: ausrollen, falten, kühlen. Insgesamt sollte der Blätterteig 5-mal touriert werden. Dann fest zu einer Rolle aufrollen, in Folie wickeln und über Nacht in den Kühlschrank legen.
Wenn Du die Nudelmaschine benutzt, musst Du den Teig leider in mindestens 4 Teile teilen und einzeln verarbeiten. Ist weniger anstrengend, aber zeitlich kein großer Vorteil.
Man kann den Teig alternativ auch sehr dünn ziehen, mit flüssiger Butter bestreichen und aufrollen. Schreibt mir, wenn Ihr Euch das getraut habt!

Am nächsten Tag werden die Sfogliatelle geformt. Ofen auf 200°C vorheizen, am besten bei Umluft. 2 Backbleche mit Backpapier ausgelegt vorbereiten.
Die Teigrolle in daumendicke Scheiben schneiden. In der hohlen Hand zügig „ausziehen“ – also mit dem Daumen der anderen Hand zu einer tiefen Schale formen. Die Form sollte eher wie ein Dreieck werden, unten spitz. Vielleicht wie eine Spritztüte…
Dann mit ca. 1 EL der Griesmasse füllen und die Ränder oben zudrücken. Die entstandenen Kissen auf die Backbleche legen. Bei 200°C ca. 25 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig (wichtig!) sind. Bei Ober- und Unterhitze musst Du die Bleche nacheinander backen.

Nach dem Backen vorsichtig auf einen Rost setzen, mit Puderzucker bestäuben und abkühlen lassen.

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Die Sfogliatelle solltet Ihr am besten noch ein wenig warm essen, auf jeden Fall frisch. Sobald sie verpackt werden, werden sie leider zäh, deshalb lieber gleich aufessen… sollte kein Problem sein!

Quellen: Muddern!
und mehlstaubundofenduft und peppinella (Rezept Millefoglie) und hier wird das Tourieren gut erklärt…

 

Oma Hannas Käsekuchen

Im Februar 2017 haben wir Oma Hannas 100. Geburtstag gefeiert. Sie selbst konnte leider nicht dabei sein, Oma ist 2009 gestorben. Aber: ganz in ihrem Sinne hält uns das nicht vom Feiern ab!
Wir haben also die Familie eingeladen und Omas (zumindest in unserer Familie) berühmte Kuchenrezepte nachgebacken. Die Klassiker: Käsekuchen, Frankfurter Kranz, Zitronenkuchen… und natürlich auf Omas „Rosengeschirr“ serviert!

Meine Version ihres Käsekuchens hat sie zu Lebzeiten „abgesegnet“, deshalb kann ich mich trauen, hier das Rezept zu veröffentlichen. Ich gebe zu, dass ich das Rezept inzwischen ein wenig an den Zeitgeist angepasst habe. Ich benutze statt Vanillinzucker lieber Vanillemark oder zumindest Vanillezucker mit echter Vanille, ersetze einen Teil des Weizenmehls durch helles Dinkelmehl, benutze statt „Käsekuchenhilfe“ Stärke und etwas mehr Vanille, nehme Weinsteinbackpulver und gebe zu guter Letzt ein wenig fein abgeriebene Zitronenschale in die Masse. Ich drücke den Teig nur als Boden in die Form, Oma hat ihn immer am Rand hochgezogen. Nach dem Backen darf der Kuchen bei mir in der Form abkühlen… Außerdem sind meine Zutaten bio, das wäre Oma auch nicht „in den Sinn gekommen“.

Hier kommt jetzt aber „das Originalrezept“, wie Oma es mir aufgeschrieben hat:

Zutaten Teig:
150 g Weizenmehl
1 TL Backpulver
75 g Zucker
75 g Butter
1 Pk. Vanillinzucker
1 Ei
etwas Butter für die Form
1 Zwieback, fein gerieben

Zutaten Käsemasse:
750 g Magerquark
200 g Zucker
2 Pk. Vanillinzucker
5 Eier, getrennt
1 Pk. Käsekuchenhilfe Dr. Oetker
250 ml Schlagsahne

Zubereitung Teig:
Zutaten kurz (mit der Küchenmaschine) verkneten. Den Boden einer Springform (26 oder 28cm) mit Backpapier bespannen, Form buttern (Rand bis ganz oben!) und mit Zwiebackbröseln panieren.
Teig in die Form drücken, dabei dünn bis oben hochziehen und einen „Rand“ ausbilden. Aufpassen, dass der Teig in der Ecke nicht zu dick bleibt.

Zubereitung Käsemasse:
Backofen auf 175°C vorheizen. Eiweiß mit 1 EL vom Zucker steif schlagen, beiseite stellen.
Restlichen Zucker, Vanillezucker und Käsekuchenhilfe mischen, mit der Sahne durchschlagen. Quark und Eigelbe untermixen. Eiweiß vorsichtig unterheben.
Die Masse auf den Kuchenboden geben und glattstreichen.
Bei 175°C auf mittlerer Schiene ca. 70 Minuten backen, evtl. auch etwas länger. Stäbchenprobe hilft hier nicht. Der Kuchen wird etwas „wabbelig“ bleiben, solange er heiß ist.
Kuchen in der Form etwas abkühlen lassen, dann mit einem Messer vom Rand lösen. Ein rundes Rost auflegen, Kuchen stürzen, die Form entfernen und ganz auskühlen lassen.

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Natürlich ist eine ordentliche Portion Schlagsahne dazu Pflicht!!!

Quelle: Oma Hanna

 

Baumkuchenwürfel

„Wenn ich groß bin, wünsche ich mir mal zum Geburtstag einen ganzen Baumkuchen!“ schwärmte der Kleine L, nachdem wir eine Reportage über die Salzwedeler-Baumkuchen-Bäcker gesehen hatten. Er liebt Baumkuchen. Da lag es doch nahe, dass wir welchen selber backen. Auf jeden Fall mit Vollmilchschokoladen-Überzug!
Es war gar nicht so einfach, da sowohl die Umluft-Funktion als auch der halbe Grill an meinem Ofen den Geist aufgegeben haben. Aber wir waren geduldig und es hat funktioniert. Und der Kleine L hat Schicht für Schicht den Teig aufgetragen… Nur den „Deko-Kram“ hat er dann mir überlassen.

Das Ergebnis waren fluffig-saftige Baumkuchenwürfel, die sehr lecker waren! Hier unser Rezept, Nachmachen dringend empfohlen:

Zutaten
375 g weißer Rübenzucker
375 g Süßrahmbutter, zimmerwarm
225 g helles Weizenmehl (550er)
150 g Maisstärke
9 Eier (getrennt)
1 Vanilleschote (nur das Mark) oder 2 Pk. Vanillezucker
4 ½  TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Bio-Orange
60g Gelierzucker 2:1
200 g Vollmilchkuvertüre
essbares Deko-Silber zum Verzieren (alternativ silberne Zuckerperlen)

Zubereitung
Eine ofenfeste Form (für diese Teigmenge ca. 20 x 30cm groß) unten mit Backpapier auslegen. Eine kleine ofenfeste Form mit Wasser füllen und unten in den Backofen stellen. Den Backofen auf höchste Stufe (250°C Oberhitze oder Grill) vorheizen. Einen Rost so weit oben einschieben, dass die Backform, wenn sie darauf steht, etwa 15 cm Luft nach oben hat.

Die Orange heiß abwaschen und die Schale abreiben. Den Saft auspressen, 100ml davon mit 1 TL Zesten und 60g Gelierzucker aufkochen, 4 Minuten kochen lassen, durch ein Sieb gießen, abkühlen lassen.

Die Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz zu steifem Schnee schlagen und zur Seite stellen. Ich mache das immer zuerst, da ich mir so das gründliche Abwaschen des Quirls meiner KitchenAid erspare…
Butter und Zucker in einer großen Schüssel schaumig aufschlagen. Eigelb nach und nach unterrühren. 2 EL Orangensaft dazugeben.
Vanilleschote halbieren, auskratzen und das Mark zur Buttercreme geben. Mehl und Speisestärke mischen und löffelweise unterrühren. Zum Schluss das steifgeschlagene Eiweiß unter den Teig heben.

Etwa 2 gehäufte EL Teig in der Form gleichmäßig verstreichen, dabei sorgfältig bis zum Rand der Form streichen. Der Teig fließt zwar ein wenig, muss aber relativ genau aufgetragen werden. Auf den Rost schieben und ca. 2 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Hier muss man den genauen Moment abpassen! Stellt Euch auf jeden Fall einen Timer!!! Aus dem Ofen holen. Während der Ofen wieder 2-3 Minuten lang aufheizt wieder eine Schicht Teig aufstreichen. Goldbraun backen. So weitermachen, bis der Teig aufgebraucht ist. Bei unserer Form war der Kuchen am Ende ca. 5 cm hoch.

Den Baumkuchen in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig auf ein Brett stürzen und ganz abkühlen lassen. Auf ein Brett stürzen, das Backpapier abziehen und in gleichmäßige Würfel schneiden.

Das Orangengelee etwas erwärmen und die Würfel damit ringsherum bestreichen. Dann an einen kühlen Ort stellen. Bei mir war das ein Kellerraum mit 12°C.

Die Kuvertüre hacken und 2/3 davon in der Mikrowelle oder im Wasserbad schmelzen. Die restliche Kuvertüre unterrühren und gut abkühlen lassen, bis sie anfängt wieder fest zu werden. Die gekühlten Kuchenwürfel mit der geschmolzenen Schokolade überziehen und sofort mit Orangenzesten und kleinen Stückchen Dekosilber verzieren. Jetzt muss die Schokolade nur noch fest werden.

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Die Backzeit hängt sehr stark vom Ofen ab. Ist er zu kalt, gart der Teig und wird trocken, bevor er die gewünschte braune Farbe bekommt. Ist er zu heiß, wird zwar die Oberseite schön braun, die Teigschicht bleibt aber halb roh und wird klebrig-teigig. Dann kann man aber abhelfen, indem man die Schicht dünner macht – probiert einfach etwas rum. Die Streifen müssen ja nicht perfekt sein, ist ja ein „Baum“!

Die Baumkuchenwürfel halten sich etwa eine Woche, wenn der Teig gut durchgebacken ist. Man kann die Würfel auch (glasiert!) einfrieren.

Quelle Teig: Brigitte