Mac and Cheese and Broccoli

Niemand kocht so gute Mac and Cheese wie Carla in Indiana, da sind sich die Kleine M. und der Kleine L. ausnahmsweise einig. Selbst wenn ich mich streng an ihr Rezept halte, ist es nicht das selbe. Klar: anderer Käse, anderes Mehl, die Milch schmeckt anders… ich habe auch noch nicht einmal die richtigen Elbow Macaroni in Deutschland gefunden!

Daher versuche ich gar nicht mehr, es genauso hinzubekommen, sondern habe meine eigene Version des Mac and Cheese entwickelt – mit Gemüse. Echt! Das geht!!!

Zutaten:
1 kg Brokkoli oder 600 g Erbsen (TK)
500 g kurze Nudeln (z.B. Dinkel-Hörnchennudeln von Alnatura)
50 g Butter
30 g Mehl (550er Weizen oder 630er Dinkel)
600 ml (fettarme) Milch
1/4 TL gemahlene Senfkörner (oder 1/2 TL Senf)
1/8 TL Knoblauchpulver (oder 1/2 Zehe, durchgedrückt)
100 g Frischkäse (manche schwören auf Schmelzkäse)
250 g kräftiger Cheddar, gerieben
200 g Mozzarella, gerieben (z.B. Pizzakäse)
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubereitung:
In einem Topf die Butter schmelzen lassen und das Mehl darin anschwitzen, dabei rühren. Milch auf einmal zugeben und schnell untermixen. Zum Kochen bringen und 10 Minuten köcheln lassen, bis der mehlige Geschmack verschwunden ist.
Backofen auf 180°C vorheizen. Nudeln nach Packungsangaben in Salzwasser kochen. Brokkoli putzen, in Röschen teilen und in etwas Salzwasser bissfest garen. Beides abgießen, dabei etwas Kochwasser aufheben.
Während die Nudeln kochen die Sauce zubereiten: Hitze reduzieren, Senf und Knoblauch zur Mehlschwitze geben, verrühren, Frischkäse zugeben und unterrühren, dabei wieder wärmer werden lassen. Geriebenen Cheddar und die Hälfte des Mozzarellas zufügen und unter rühren schmelzen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, etwas Nudelwasser hinzugeben.
Eine große Auflaufform ausbuttern. Nudeln zur Sauce geben und gründlich mischen. Brokkoli zugeben und vorsichtig unterheben. Dann alles in die Auflaufform geben, mit dem restlichen Mozzarella bestreuen und im Ofen überbacken, bis die Oberfläche leicht bräunt.
(Wenn Ihr es eilig habt, rührt den gesamten Mozzarella in die Sauce und lasst das Überbacken weg!)

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Und wem das alles zu gesund ist, der lässt halt das Gemüse weg… vielleicht schmeckt es ja dann doch, wie bei Carla?

Möhrenkuchen

Möhrchen… im Herbst wird es wieder orange! Neben den vielen Kürbissen kommen bei uns immer gerne Möhren in den Topf, oder beides  – unsere geliebte Kürbiscremesuppe!!! Oder auch mal in die Backform – ein ganz klassischer Möhrenkuchen, lecker!
Gepimpt mit etwas Zitronen-Frischkäse-Frosting wird daraus sogar eine Sonntagstorte…

Zutaten Kuchen:
500 g Bio-Möhren
4 Eier
250 g (Rohrohr-)Zucker
100g Haselnüsse
300 g Mehl (Weizen oder Dinkel, hell oder gemischt)
2 TL Weinstein-Backpulver
1 TL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 gestr. TL Zimt
1 Prise Muskatnuss
200 ml Pflanzenöl (z.B. Rapsöl)

Zutaten Frosting:
200 g Frischkäse, zimmerwarm
75 g Butter
1 Tl abgeriebene Bio-Zitronenschale
1 Tl Zitronensaft
75 g Puderzucker

Zubereitung:
Ofen auf 160°C (Umluft) / 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Möhren schälen und fein reiben.

Eier und Zucker mit der Küchenmaschine schaumig schlagen (Schneebesen). Das dauert ein paar Minuten… In der Zwischenzeit die Haselnüsse fein mahlen. Mehl und Backpulver sieben, mit Vanillezucker, Salz, Zimt und frisch geriebener Muskatnuss mischen. Das Öl abmessen und bereitstellen.

Mehl und Öl unter den Eierschaum rühren. Anschließend die Möhrenraspel und die Nüsse mit einem Spachtel kurz und gründlich unterheben. Sofort in die gefettete Form füllen und backen.

Je nach Größe der Form ca. 50 Minuten backen (Stäbchentest!). In der Form erst auskühlen lassen, dann in den Kühlschrank stellen.

Für das Frischkäse-Frosting die Butter schmelzen, mit Frischkäse, Zitronenschale und -saft mit der Küchenmaschine (Schneebesen) glatt rühren, Puderzucker nach und nach zugeben. Das Frosting 2 Minuten lang aufschlagen, bis es schön cremig ist und der Puderzucker den Geschmack nicht mehr dominiert.

Den gekühlten Kuchen mit dem Frosting bestreichen und bis 1 Stunde vor dem Servieren im Kühlschrank kühlen.

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Quellen: Tim Mälzer und zimtzuckerundliebe.de

Dattel-Tapas (gefüllt / im Speckmantel)

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Diese kleinen Schweinereien leben von der Qualität der Datteln. Ich benutze hier nicht die festen, trockenen „Datteln ohne Stein“ aus dem Holzschälchen, sondern die persischen Datteln, die ich bei meinem (türkischen?) „Feinkostbazar“ im Kühlregal finde. Sie sind groß, halbgetrocknet und mit Stein. Sehr lecker!

Zutaten:
getrocknete Datteln
Frühstücksspeck (Bacon)
50g Frischkäse Doppelrahmstufe
1 Bio-Zitrone
Walnüsse oder Pistazien
Puderzucker

Zubereitung:
Die Datteln längs aufschneiden und vorsichtig den Kern herauslösen, ohne die Dattel zu zerreißen…
Damit ist die Hauptarbeit geschafft, der Rest geht schnell!

Die Hälfte der Datteln jeweils mit einer halben Scheibe Speck umwickeln. In einer heißen Pfanne mit der Nahtstelle nach unten anbraten, bis der Speck dort kross ist und die Naht verschweißt. Dann wenden und von allen Seiten braun braten. Aus der Pfanne nehmen.

Für die Füllung der anderen Hälfte den Frischkäse mit etwas abgeriebener Zitronenschale und ein paar Tropfen Zitronensaft mischen und nach Geschmack mit etwas Puderzucker süßen. In jede Dattel etwa einen halben Teelöffel von der Frischkäsecreme drücken und die Dattel wieder halb zudrücken. Mit einer längs halbierten Walnuss oder einer Pistazie garnieren.

Die Dattel abwechselnd auf einem Teller anrichten.

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Beim Anrichten nicht vergessen zu probieren oder sich selbst ein paar Datteln zur Seite zu stellen! Erfahrungsgemäß sind sie so schnell weg, dass man nichts abbekommt…

Poppy Seed Cake

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Happy Birthday to me…

Zum 100. Blogeintrag darf es ruhig eine kleine Torte geben, aber nur eine ganz kleine! Also habe ich am Sonntag nach dem Frühstück schnell ein paar Blogs durchstöbert, nicht so ganz das richtige gefunden, aus 1000 Informationen ein Rezept zusammengeschrieben, meinen Küchenhelfer angeworfen und einen Zitronen-Mohn-Kuchen mit Frischkäse-Frosting gezaubert. Herrlich!

Den würde ich am liebsten mit Euch allen teilen!!!

Zutaten:
60 g Mohn
60 ml Milch
1 Bio-Zitrone
150 g Butter
200 g Zucker
¼ TL Vanillezucker
4 Eier (M)
60 ml Orangensaft
250 g Weizenmehl (550er)
1 TL Backpulver
1 Prise Salz

125 g Puderzucker
125 g Butter
200 g Frischkäse
4 EL Zitronensaft

Zubereitung:
Mohn vorbereiten: Körner im Mörser leicht anstoßen, mit der Milch aufkochen und 1 Stunde quellen lassen. Ofen auf 175°C vorheizen.

Schale von der Zitrone abreiben (wirklich nur das Gelbe!), danach den Saft auspressen. Weiche Butter mit Zucker aufschlagen, Vanillezucker und 2 TL Zitronenschale zugeben. Dann die Eier einzeln untermixen. Mohn-Milch und Orangensaft einrühren. Mehl, Salz und Backpulver sieben und mischen, zugeben und mixen.

Den Boden einer 26cm-Springform mit Backpapier beziehen, Seiten einfetten. Teig einfüllen und durch leichtes Klopfen verteilen.
Etwa 35 Minuten backen, Stäbchentest! 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Rost stürzen und auskühlen lassen. Horizontal aufschneiden.

Für das Frosting erst Puderzucker und Butter cremig aufschlagen, dann Zitronensaft und Frischkäse einrühren. Die Hälfte des Frostings auf den unteren Boden streichen, Deckel auflegen und restliches Frosting aufstreichen. Jetzt noch etwas Deko: ein wenig Mohn, Zitronenzesten oder (zur Feier des Tages) ein paar Silberkügelchen… fertig!

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Warum ein englischer Titel? Poppy Seed klingt doch einfach nach guter Laune, oder?

Avocadocreme

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Unglaublich, dass ich die noch nicht gepostet habe: Avocadocreme ist doch unser Dienstags-Klassiker! Da gibt es nämlich Schnittchen. Superlecker: getoastetes Graubrot mit Käse und Avocadocreme (frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer nicht vergessen)!
Avocadocreme lässt sich leider schlecht einplanen. Man muss sie halt machen, wenn es gerade beim Obstmann schön reife Avocados gibt! Das „Liegenlassen bis sie reif ist“ hat sich irgendwie nicht bewährt: entweder bin ich zu ungeduldig und schneide sie schon an, wenn sie noch zu hart ist (dann schmeckt sie im besten Fall nach nichts), oder sie wird reif, ist dann aber meist innen schon braun gefleckt…
Ach, und lasst Euch lieber nicht dazu hinreißen, Frischkäse „light“ zu benutzen… zum einen sagt ein Blick auf dessen Zutatenliste schon alles (!), zum anderen schmeckt es einfach nicht! Wenn es unbedingt fettarm sein soll: die Hälfte des Frischkäses durch Quark ersetzen. Schmeckt ok.

Zutaten:
200g Doppelrahmfrischkäse (pur!)
1 sehr reife Avocado
1-2 EL Zitronensaft
1-2 frische Knoblauchzehen (sehr fein gewürfelt)
½ Bund glatte Petersilie (fein gehackt)
Salz, Pfeffer, Chili

Die Avocado halbieren und mit dem Löffel auskratzen. Sofort im Mixer mit etwas Zitronensaft pürieren. Knoblauch und Petersilie zufügen und gründlich pürieren. Dann den Frischkäse untermixen und mit Zitronensaft, Salz, schwarzem Pfeffer und ggf. etwas Chili abschmecken. Fertig!

 

Wer die Petersilien- und Knoblauchstückchen nicht mag, püriert zuerst diese mit etwas Zitronensaft zu einer glatten Paste, fügt dann die Avocado und anschließend die restlichen Zutaten hinzu – das ergibt eine sehr feine Creme.