Gegrillter Oktopus mit Limettensaitling-Risotto

Dieses Rezept ist eher ein Zufallsprodukt, dass beim gemeinsamen Einkauf mit dem Großen M „gewachsen“ ist. Eigentlich sollte es Risotto mit Hähnchen geben, aber dann gab es frischen Oktopus – da konnten wir nicht wiederstehen.

So wanderten dann auch Limettensaitlinge statt brauner Champignons in den Einkaufswagen, und ein wunderbares Abendessen war gesichert. Nicht ganz so zur Freude vom Kleinen L, der konsequent die Pilze und den Oktopus zur Seite schob… Egal – ich fand es lecker!

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Zutaten für (4 Personen):
1 Oktopus (frisch, ca. 1kg)
200 ml Weißwein
1 Zwiebel
2 Lorbeerblätter

2 EL Olivenöl
50 g Butter
300 g Risottoreis (z.B. von Reishunger)
1 Zwiebel (fein gewürfelt)
1 Möhre (sehr fein gewürfelt)
5 getrocknete Tomaten in Öl
50 g Limettensaitlinge
1 l Gemüsebrühe oder 400 ml Fond und 600 ml Wasser
50 ml Weißwein
150 ml Sahne
50 g Parmesan

1 Limette, unbehandelt
200 g Limettensaitlinge (ersatzweise Kräutersaitlinge oder braune Champinons)
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zuerst müssen wir den Oktopus etwas vorbereiten. Waschen, trockentupfen und dann zerlegen. Das ist etwas fummelig, aber ich war erfolgreich: unterhalb der Augen durchschneiden, den Schnabel nach innen herausdrücken und dann die „Sonne“ in einzelne Beine zerteilen. Den Kopf habe ich von Augen und restlichen Innereien befreit. Mit Weißwein, Zwiebel und Lorbeerblättern in einen Topf geben, mit Wasser auffüllen, bis die Beine bedeckt sind. Etwa 50 Minuten köcheln, bis das Fleisch eine angenehme Konsistenz hat.

In der Zwischenzeit koche ich das Risotto: Zwiebeln, Möhre, Tomaten und Pilze kleinschneiden. In einem großen Topf Butter und Olivenöl erhitzen, Reis und Zwiebeln darin glasig andünsten, Möhrenwürfel und Pilze zufügen, weiterrühren. Mit Wein ablöschen, mit 1/3 der Flüssigkeit bedecken. Leise offen köcheln lassen. Getrocknete Tomaten unterrühren. Den Reis ständig umrühren. Wenn die Flüssigkeit aufgesogen ist, wieder angießen, bis er bedeckt ist. Wiederholen, bis der Reis gar ist. Das dauert je nach Sorte 20-30 Minuten.
Ich habe derzeit den Risottoreis von Reishunger. Der ist nicht nur wunderschön verpackt, er schmeckt auch super und wird prima cremig. Auch die anderen Sorten haben uns gut gefallen, wir werden bald wieder eine Bestellung aufgeben!
Wenn der Reis gar ist, die Pfanne vom Herd nehmen, die Sahne, ein Stückchen Butter und den Parmesan unterziehen, ggf. etwas salzen, pfeffern und mit Limettensaft abschmecken.

Die Pilze putzen und in einer großen Pfanne mit einem ordentlichen Stück Butter kross anbraten. Dabei salzen, am Ende pfeffern.

Die Oktopusteile aus dem Sud nehmen und trockentupfen. Mit Olivenöl einreiben. Auf dem Grill oder in einer Grillpfanne kurz und sehr heiß grillen, bis die Haut knusprig wird.

Risotto mit einem Ring auf den Tellern anrichten, mit den Pilzen garnieren und den Oktopus daneben legen, mit Limettensaft beträufeln. Mit etwas abgeriebener Limettenschale bestreut servieren.

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Ein Oktopus ist natürlich ideal für 4 Personen, aber da nicht jeder 2 Beine essen möchte, kann man ihn natürlich auch auf bis zu 8 Personen aufteilen – bei mehr Gästen wird es schwierig 😉 !
Aber: einfach zwei Tiere kaufen, man kann die Oktopus-Teile nach dem Garen einfrieren und später grillen oder als Salatzutat o.ä. verwenden!

 

Zucchini-Tarte

Solche „Gemüsekuchen“ essen wir in der kalten Jahreshälfte immer wieder gerne. Und die hat eindeutig begonnen: 7°C waren es heute morgen! Brrr…
Da haben die kleine M und ich schnell was Warmes gezaubert. Ihr werdet sehen: ich lasse das Gemüse roh, nach dem Backen ist es noch ziemlich bißfest. Schlabbriges Grünzeug findet hier keine Abnehmer, insbesondere Möhre essen wir lieber „roh“. Noch-nicht- und Nicht-mehr-Gemüseknabberer braten es einfach vorher ein paar Minuten an, auch lecker!
Wenn Dir das Rezept gefällt: Glückspilz! Denn ich werde sicher in diesem Winter noch unzählige Varianten posten…

 

Zutaten:
1 Packung TK-Blätterteig (könnt Ihr auch selbst machen, viel Spaß!) oder Hefeteig oder Mürbeteig (Rezepte folgen)
200g Frischkäse
200ml Sahne
100ml Milch
4 Eier Größe L
100g weicher Feta
1/2 TL Thymian
Salz, Pfeffer
200g gekochter Schinken, sehr dünne Scheiben
2 Zucchini
1 Möhre
200g Kirschtomaten (gerne auch gelbe)
2 EL getrocknete Tomaten in Öl
2 EL schwarze Oliven (nach Geschmack mild oder würzig)
50g geriebener Appenzeller

Eine geölte Auflaufform mit dem Blätterteig auslegen. Ich lege die Platten einfach gefroren darauf, während ich die Füllung vorbereite tauen sie auf und rutschen wie von Zauberhand fast in die richtige Position…

Für den Guss Frischkäse, Sahne, Milch und Eier mixen, mit Salz, Pfeffer und Gewürzen (Thymian geht immer) abschmecken. Dann den Feta würfeln und unterrühren.
Das Gemüse kleinschneiden: Zucchini in dünne Scheiben und Möhrchen in Stifte, ca. 3-4mm dick. Oder dickere Scheiben schneiden und anbraten, oder, oder. Die Kirschtomaten lasse ich ganz, sonst verwässern sie die Tarte. Die getrockneten Tomaten kleinschneiden, die Oliven bleiben ganz.

Den Schinken in fingerbreite Streifen schneiden und locker auf dem Blätterteig verteilen. Etwas Guss darüber geben und das Gemüse mit viel Schwung von möglichst hoch oben in die Sauce klatschen lassen. So macht es die kleine M. Grrr… Nachdem wir aufgewischt hatten, kam noch der restliche Guss darüber, mit etwas Reibekäse bestreuen und ab in den Ofen.
Vorgeheizt oder nicht, egal, das Backen dauert ewig! Faußtformel: pro 1cm Dicke etwa 10 Minuten bei 175°C. Gerne auch Umluft. Vor dem Servieren teste lieber, ob das Ei auch wirklich gestockt ist.

Dazu ein wenig Schmand oder Kräuterquark, hmmmm!