orientalischer Bulgur-Salat

Muddern war in ihren kölner Slow-Food-Kreisen unterwegs, und kam mit einem neuen Linsensalat-Rezept zurück. Dankeschön! Da ich nun so gar nicht auf Linsen stehe, das Rezept sich aber irgendwie doch sehr lecker angehört hat, habe ich es mal etwas abgewandelt: Bulgur statt Linsen!
Das „Originalrezept“ mit Linsen findet Ihr bei Mary Scherpe (sollte man eh gelegentlich besuchen) oder in der Zeit.

Zutaten:
2 Tassen Bulgur, grob
4 EL erhitzbares Olivenöl
1 Zwiebel (fein gewürfelt)
2 Tassen Geflügelfond
1 Tasse Wasser

3 EL Olivenöl
2 EL Aceto Bianco
1 EL Ahornsirup
1 TL Dijonsenf
2 TL frisch gemahlene/gestoßene Gewürze, gemischt aus: Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander, Cayenne Pfeffer, Kardamom, Nelken, Muskat, Zimt, schwarzer Pfeffer
Salz

3 kleine dünne Möhren
1 Tasse Rosinen
30g Pinienkerne
30g Kapern
1/3 Salatgurke (entkernt, mit Schale gewürfelt)
1 Frühlingszwiebel (fein gewürfelt)

In einem großen Topf Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten. Wer die Schärfe von frischen Frühlingszwiebeln nicht mag, dünstet sie jetzt mit. Dann Bulgur dazugeben und einige Minuten dünsten. Fond und Wasser hinzugeben, 20 Minuten abgedeckt leise köcheln bis der Bulgur bißfest gar ist, leicht salzen, 20 Minuten ohne Hitze stehen lassen.

Die Gewürze (Anteile nach Geschmack) im Mörser mischen und zerstoßen. Die kleine M hatte ihren Spaß daran… (Faulpelz-Tip: vielleicht hast Du eine Curry-Gewürzmischung mit passender Zutatenliste im Haus?) Dann durch ein Sieb geben und mit Öl, Essig, Sirup, Senf und etwas Salz vermischen. Dann über den Bulgur geben und gut durchheben.

Die Möhrchen schälen und in dünne Scheiben schneiden, Rosinen verlesen, Pinienkerne ohne Öl kurz anrösten, Kapern abgießen. Alles mit Gurkenwürfeln und Frühlingszwiebel unter den abgekühlten Bulgur mischen. Gut durchziehen lassen und ggf. nachwürzen. Das kleine M fand es lauwarm superlecker (sie steht auf Zimt, egal wie), ich bevorzuge Zimmertemperatur.

Vielleicht bin ich mutig, und versuche es auch mal mit Linsen…

Ragù Bianco

Beim Anblick von zartrosa Kalbsgehacktem lief mir das Wasser im Mund zusammen und mir fiel ein Rezept ein, das schon länger auf meiner to-cook-Liste herumschwirrt: Ragú bianco. Erstmals gelesen habe ich es bei Claudio von den Anonymen Köchen (einer meiner liebsten Koch-Blogs).
Es sollte aber etwas mehr in Richtung Bolognese gehen, herausgekommen ist dieses Rezept:

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Zutaten:
1 Zwiebel oder 2-3 Scharlotten
2 kleine oder 1 große Pastinake
1/2 Knolle Sellerie
2 EL erhitzbares Olivenöl
500g Kalbs- oder Geflügelgehacktes (nicht zu mager)
1/2 Tasse Weisswein
2 Tassen Geflügelfond
1 Tasse Wasser

500g Spirelli
50g Kapernäpfel
Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence
Schmand

Das Gemüse schälen und sehr fein würfeln. In einem (gußeisernen) Schmortopf Öl erhitzen, das Gemüse darin anschwitzen. Die Temperatur erhöhen, das Hack untermischen und alles unter Rühren kräftig braten. Mit Weisswein ablöschen und einkochen, dann mit Fond angießen und Wasser zugeben, bis alles knapp bedeckt ist. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern sehr kräftig würzen. Jetzt darf das Ganze mit Deckel einige Stunden vor sich hin köcheln…
Wenn man den Duft dann nicht mehr aushält und richtig Hunger bekommen hat, die Nudeln al dente kochen.  Währenddessen noch schnell die Kapernäpfel von den Stilen befreien (einige für die Deko aufheben) und unter die Sauce mischen. Nochmal abschmecken. Die Nudeln abgießen und mit dem Ragú mischen. Mit Schmand und den restlichen Kapernäpfeln dekoriert servieren.
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Aufgewärmt noch mal so gut…

Claudio kocht sein Ragú mit Lammfleisch und Salsiccia. Das werde ich beim nächsten Mal versuchen!