Salsiccia-Pfanne mit Pflaumen

Über dieses Rezept bin ich in Yotam Ottolenghis Kolumne im Guardian über Summer Fruits gestolpert. Klang gut und gar nicht so kompliziert. Außerdem hatte ich fast alle Zutaten im Haus, also ab in den Ofen.
Auf meinem Foto fehlt noch die Petersilie…

Zutaten:

8 Salsicce
4 große Kartoffeln
4 Schalotten
2 Knoblauchknollen
8 Zwetschgen
200 ml Brühe
Thymian
Rosmarin
3 EL Apfelessig
1-2 EL brauner Zucker
1-2 TL Sumac
Olivenöl, Salz, Pfeffer
Petersilie

Zubereitung:

Ofen auf 200°C vorheizen.

Kartoffeln vierteln, Schalotten abziehen und vierteln, Knoblauchzehen putzen und horizontal halbieren. In einer ofenfesten Form Würste, Kartoffeln, Schalotten und Knoblauch verteilen. Thymian und Rosmarin zugeben, 100 ml Brühe angießen, etwas Olivenöl darüber träufeln. 20 Minuten backen, dann wenden. Weitere 15 Minuten backen, bis die Würste etwas bräunen.

Zwetschgen halbieren und entsteinen. Mit der Schnittseite nach oben zwischen Würsten und Gemüse verteilen. Restliche Brühe angießen. Apfelessig, Zucker und Sumac mischen und über die Zwetschgen gießen. Mit Salz und Pfeffer würzen und wieder Olivenöl darüber träufeln. Nochmal mindestens 30 Minuten backen, bis die Salsicce knusprig braun und die Zwetschgen zu Mus geworden sind.

Mit grob gehacker Petersilie bestreut servieren.

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Die fruchtig herben Pflaumen geben dem Ganzen das gewisse Etwas!

Quelle: Yotam Ottolenghi (Kolumne im Guardian)

Gemüse-Reis-Pfanne mit Hähnchenbrust

Inspiriert von einem YouTuber (Unge) hat sich der Kleine L an den Herd gestellt. Es gab: JustSpices One Pot Asia Reis Pfanne – vegan. Unge ist Veganer. Hat gut geschmeckt. Aber, wir haben ab dem 2. Versuch noch etwas gebratene Hähnchenbrust dazu geschummelt. 😊 Sehr lecker!!!

Dieses Rezept habe ich aufgeschrieben, weil die Kids es gerne nachkochen – es ist nicht meine Idee! Aber halt ein gesundes, relativ schnelles Essen.

Da wir so gut wie alle Gewürze zu Hause hatten, haben wir uns die Würzmischung selbst gemixt oder einige Zutaten durch frische ersetzt. Falls Ihr die Würzmischung von Just Spices benutzen wollt, lasst einfach die mit Sternchen gekennzeichneten Zutaten weg! Da wir die Gemüsepfanne (mit unterschiedlichen, saisonalen Gemüsen) regelmäßig kochen, mische ich gleich eine große Portion der Gewürzmischung an und habe sie griffbereit im Gewürzregal.

Für 4 Personen braucht man auf jeden Fall eine große, tiefe Pfanne! Wer hat, kann auch eine Wokpfanne benutzen.

Zutaten für 4 Personen:
1 Gemüsezwiebel
2 Karotten
1 Brokkoli oder 1 Zucchini
1 Paprika
100 g Chinakohl
1 Schalotte*
1 Knoblauchzehe*
1 cm Ingwerknolle*
2 Frühlingszwiebeln
100 g Zuckerschoten (ersatzweise TK-Erbsen)
2 EL erhitzbares Olivenöl
200 g Langkornreis natur
500 ml Gemüsebrühe
50 ml Sojasauce
1 TL Limettensaft, oder Limettenspalten*
1-2 EL Asia-Gewürzmischung (siehe unten oder Just Spices Bio One Pot Asia Reis Pfanne)
1-2 Hähnchenbrustfilets (nach Geschmack)
2 Zweige Petersilie

Asia-Gewürzmischung:
1 TL Salz
½ TL Zucker
½ TL Paprika mild
½ TL Senfsaat gemahlen
½ TL Koriandersaat gemahlen
¼ TL Chiliflocken
¼ TL Tomatenflocken
½ TL Sellerie gemahlen

(vorab mischen)

Zubereitung:

Gemüse waschen. Gemüsezwiebel halbieren und in 2 cm große Würfel schneiden, Karotten schälen und in 5 mm große Würfel oder 3 mm dicke Scheiben schneiden. Vom Brokkoli ca. 3 cm große Röschen abschneiden bzw. Zucchini längs halbieren und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Paprika auf die Blüte stellen, eine Scheibe neben dem Stiel herunterschneiden, dann weitere Längsschnitte immer neben den weißen Häuten machen, bis nur noch das Kerngehäuse übrigbleibt. Fruchtfleisch in 5mm breite Streifen schneiden. Von den Zuckerschoten den Stilansatz abschneiden. Chinakohl in 5 mm breite Streifen schneiden. Frühlingszwiebel in 5 mm breite Ringe schneiden. Schalotte, Knoblauch und Ingwer fein würfeln.

Fleisch in 1-2 cm große Stücke schneiden und in einer mittelgroßen Pfanne in etwas Öl scharf anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, dann zur Seite oder in den warmen Ofen stellen und garziehen lassen. (Geübte Köche können das Fleisch später braten, während der Reis 15 Minuten kocht.)

Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Gemüsezwiebel hinzufügen, 1 Minute braten, Karotten hinzufügen, 1 Minute weiterbraten. Gemüse außer Erbsen und Frühlingszwiebeln zugeben, 5 Minuten braten. Den Reis in einem Sieb gut abspülen, abtropfen lassen und in die Panne geben, mit Brühe ablöschen, Sojasauce, Limettensaft und Gewürz zugeben. 15 Minuten köcheln lassen.

Eventuell noch etwas Brühe oder Wasser angießen, wenn der Reis noch fest ist. Sobald der Reis (fast) gar ist, Erbsen und Frühlingszwiebeln zugeben, unter vorsichtigem Rühren ca. 5 Minuten weiter braten, bis die Erbsen gar sind. Fleisch zugeben und unterrühren.

Limette in Spalten schneiden (längs achteln), von der Petersilie die Blätter abzupfen, evtl. etwas kleinhacken.

Mit Petersilie und Limettenspalten garnieren und servieren.

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Wer mag, gibt noch etwas Sojasauce dazu.

Quelle: Unge / Just Spices

Ofentomatensauce

Wenn die Tomatensaison zu Ende geht, werden noch einmal sehr viele Tomaten gleichzeitig reif. Wir haben jetzt wochenlang Tomatensalat, Tomate-Mozzarella und Co. gegessen und die anfängliche Freude über die leckeren Tomaten ist etwas abgeebbt. Man könnte auch sagen, wir können sie nicht mehr sehen…
An unseren eigenen Pflanzen hängen nur noch ein paar gelbe und rote Murmeln, die naschen wir noch weg. Aber vom Kattendorfer Hof bekommen wir immer noch jede Woche eine große Portion Tomaten. Leider halten sich die späten Früchte nicht mehr gut, daher verarbeite ich sie zu Sauce für die nächsten (tomatenfreien) Monate. Das Rezept für die Ofentomatensauce habe ich bei Tim Mälzer gefunden. Es ist perfekt für eine Basis-Sauce, die ich dann später mit einem Gemüse oder Fleisch nach Wahl ergänzen kann.
Von Vorteil für die Zubereitung der Ofentomatensauce ist, dass die Tomaten alle etwa gleich groß sind. So werden sie schön gleichmäßig gar, und es gibt keine Probleme beim Abzupfen der Haut…

Zutaten:
2 kg Tomaten
1 EL Zucker
1-2 gehackte Knoblauchzehen
2 EL Thymianblättchen
3 EL Olivenöl
1 TL Salz
½ TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Basilikum

Zubereitung:
Ofen auf 240 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit dem Zucker bestreuen. Tomaten halbieren Stielansatz herausschneiden, mit den Schnittflächen nach unten nebeneinander (wichtig!) auf das Blech legen. Im vorgeheizten Ofen auf einer Schiene oberhalb der Mitte 15 Min. rösten, bis die Haut beginnt schwarz zu werden. Backblech aus dem Ofen nehmen, Haut von den Tomaten abziehen. Sollte sich die Haut noch nicht ganz leicht von den Tomaten lösen, noch ein paar Minuten weiter rösten lassen.
Tomaten mit einer Gabel zerdrücken, Knoblauch sehr fein würfeln, mit Öl, Thymian, Salz und Pfeffer zu den Tomaten geben. Im Ofen bei 220 Grad auf mittlerer Schiene weitere 30 Min. köcheln lassen.

Tomatensauce über gekochte Nudeln geben, mischen und mit Basilikum bestreuen.

oder:
In sterile Gläser füllen, ganze Basilikumblätter in die Soße geben und ca. 1 Std. einkochen.

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Quelle: Tim Mälzer

Linsensuppe mit Feigen und Feta

Das Große L hat offensichtlich auch Spaß an Küchen-Experimenten: dieses Rezept habe ich von ihr bekommen. Eigentlich gehört eine ordentliche Portion frischer Koriander dazu, aber außer mir mag den der leider niemand…

Hier meine leicht abgewandelte Version, den Link zum Originalrezept findet Ihr unten.

Zutaten:
220 g Beluga Linsen (getrocknet)
100 g rote Linsen (getrocknet)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
3 Stangen Staudensellerie mit Grün
1 große Mohrrübe (ca. 200 g)
2 große Fleischtomaten
4 Feigen
1 EL Ras el Hanout (ersatzweise 1 TL gemahlener Kreuzkümmel)
2 Lorbeerblätter
1 Liter Gemüsefond
1 Bio-Zitrone
1/2 Bund Koriander, wer mag
200 g Feta oder Schafskäse
Cayennepfeffer oder Chiliflocken
Salz,Pfeffer
erhitzbares Olivenöl

Zubereitung:
Die Linsen abspülen und in Wasser einweichen. Zwiebel und Möhre fein würfeln (ca. 5 mm groß), Knoblauch sehr fein würfeln. Selleriestangen in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. In einem großen Topf 1-2 EL Olivenöl erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten. Knoblauch, Sellerie und Möhre zufügen und mit andünsten.
Die Tomaten und eine der Feigen würfeln und zugeben. Mit 1 EL Ras el Hanout und einer Prise Cayennepfeffer bestreuen, Linsen abgießen und zugeben. Die Zitrone abreiben und auspressen. Zitronenabrieb, Lorbeerblätter und Fond zufügen und etwa eine halbe Stunde kochen, bis die Linsen gar sind.
Suppe mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und etwas ziehen lassen (gerne auch bis zum nächsten Tag im Kühlschrank).
Feta würfeln, restliche Feigen in Spalten schneiden. Koriander abspülen und grob hacken.

Suppe mit Feta, Feigen und Koriander bestreut servieren.

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Hat sogar dem Kleinen M geschmeckt… und am nächsten Tag haben wir die Linsen statt Hackfleisch mit in den Wrap gewickelt. Sehr lecker!

Quelle: Brigitte

Caesar Salad

In diesem Frühsommer gibt es bei uns Salat ohne Ende. Vom Hof bekommen wir noch immer jede Woche zwei Köpfe, und so langsam wird der Schnittsalat im Gewächshaus erntereif…

So richtig lecker und zum Sattessen finden wir alle Caesar Salat. Ich habe es schnell mal gegoogelt: seinen Namen erhielt der Salat von seinem „Erfinder“ – einem italo-amerikanischen Restaurantbetreiber namens Caesare Cardini. Bereits 1924 kreierte er den gehaltvollen Salat mit dem markanten Dressing.

Wir orientieren uns eng am Originalrezept, ergänzen aber noch gebratene Hähnchenbrust, um eine komplette Mahlzeit daraus zu machen. Ein super Sommer-Abendessen!

Zutaten für 4 Personen als Hauptmahlzeit:
1 Kopf Romanasalat (schmeckt aber auch mit Endivie oder anderen Salatarten)
1 Chiabatta
1 Knoblauchzehe
2 TL Butter
2 EL Olivenöl
1 Eigelb
2 Knoblauchzehen
2 TL Zitronensaft
2 TL Worchestersauce
4 Sardellen
100 ml Olivenöl
100 g Parmesan
2 Hähnchenbrustfilets
Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Die Butter im einem großen Topf erhitzen, vom Herd nehmen. 2 EL Olivenöl zugeben, Knoblauch feinhacken und zugeben. Kräftig Salzen und Pfeffern. Das Chiabatta in ca. 3 x 3 cm große Würfel schneiden und mit dem Knoblauchöl mischen. Auf ein Backblech geben und im Ofen rösten, bis die Würfel leicht braun und schön knusprig sind.

Salat putzen, waschen und in 1 cm breite Streifen schneiden. In eine sehr große Salatschüssel oder eine flache Schale geben.
Für das Dressing zuerst die Knoblauchzehen fein hacken und die Sardellen kleinschneiden. Das Eigelb mit Knoblauch, Sardellen, Zitronensaft, Worchestersauce und etwas Salz und Pfeffer  im Mixer glattrühren. Dann das Olivenöl langsam dazugeben. Wenn alles gut emuliert ist, 2 EL geriebenen Parmesan untermixen. Das Dressing über den Salat geben und gut durchheben.

Die Hähnchenbrustfilets horizontal halbieren und in heißen Olivenöl scharf anbraten. Aus der Pfanne nehmen, salzen und pfeffern und auf einem Teller abgedeckt gar ziehen lassen. Dann in Streifen schneiden.

Croutons und Hähnchenstreifen auf den Salat geben, restlichen Parmesan darüberhobeln und servieren.

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Natürlich kann man den Salat mit Tomaten, Gurken oder ähnlichem ergänzen. Und statt Hähnchen schmecken auch Steakstreifen oder Bacon dazu!!!

Spinat-Käse-Zigarrenbörek aus dem Ofen

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Zigarrenbörek sind einfach lecker! Uns quält nur immer die Frage „Spinat oder Käse?“ – warum ODER ???
Deshalb machen wir sie selbst – mit Spinat UND Käse!
Und lieber im Ofen gebacken statt frittiert. Ist weniger fettig und besser aufzuwärmen (im heißen Ofen oder der Bratpfanne).

Der Yufka-Teig wird in unterschiedlichen Größen und Formen in jedem türkischen Supermarkt angeboten. Wir hatten sehr große, runde Blätter bekommen und diese in ca. DIN A5 große Abschnitte geteilt. Es gibt aber auch dreieckig geschnittenen Teig, der ist sicherlich perfekt für Zigarrenbörek geeignet.

Zutaten für 12 Stück:
400 g Blattspinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 Eier
100 g Feta
50 g kräftiger Käse
1/2 TL Oregano
12 Blätter Yufkateig für Zigarrenbörek (oder 3 große Bögen, geviertelt)
100 g Butter
1 EL Milch
Schwarzkümmel
Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel würfeln, Knoblauch fein würfeln, Spinat gründlich waschen, trockenschleudern und grob kleinhacken. Dabei die dicken Stiele ggf. entfernen. In einer großen Pfanne 1 EL Öl erhitzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Dann den Spinat zufügen und kurz mitbraten, bis er zusammengefallen ist.

Feta würfeln, Käse reiben, in einer Schüssel mit dem Spinat vermischen. 1 Ei und das Eiklar des 2. Eies zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Alles gut vermischen.

Ofen auf 180°C vorheizen. Die Butter sehr weich werden lassen oder (in der Mikrowelle) schmelzen. Auf der Arbeitsfläche ein Filoblatt ausbreiten.  An eine kurze Seite des Teiges 1/12 der Füllung geben und am Rand entlang verteilen. Dabei rechts und links ca. 2 cm. frei lassen. Diese freien Ränder einschlagen, dann den Börek zu einer Zigarre aufrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Bachblech legen. Jetzt die anderen Börek rollen.

Das übrige Eigelb mit etwas Milch mischen, die Börek damit großzügig einpinseln. Mit etwas Schwarzkümmel bestreuen.

Im heißen Ofen etwa 20 Minuten backen, dann gerne noch einmal ein paar Minuten mit Umluft weiterbacken, damit sie schön knusprig werden!

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Vorsicht: ganz frisch aus dem Ofen schmecken die Zigarrenbörek natürlich am besten, man verbrennt sich aber definitiv den Gaumen an der heißen Füllung!!!

Quelle: inspiriert von Ottolenghis Instagram Story, aber mit anderen Gewürzen

 

Griechischer Hackfleischauflauf

Ich präsentiere: das neue Lieblingsessen vom Kleinen M! Herzhaft, wärmend, tomatig-süss und ohne sichtbares Gemüse…
Es ist eigentlich ein typisches Sonntagsessen: die Zutaten habe ich alle zu Hause im Vorrat  😉
Eventuell fällt dann mal die „Gemüsekomponente“ weg, aber die tut beim Geschmack eh nichts zur Sache, ist nur für mein Gewissen im Auflauf!
Die Kritharaki -Nudeln kann man im Ernstfall durch andere Nudeln ersetzen. Dann verliert der Auflauf zwar seinen „griechischen“ Charakter, schmeckt aber trotzdem super!
Man könnte sogar das Hackfleisch durch kross angeröstete Pilzwürfelchen oder Auberginenstücke ersetzen, aber ich habe immer Hackfleisch im Gefrierfach…

Zutaten:
250 g griechische Kritharaki- oder italienische Risoni-Nudeln
400 g stückige Tomaten (aus der Dose)
400 ml Passata
2-3 EL getrocknete Tomaten
200 g Kirschtomaten
100 g schwarze Oliven (z.B. mit Kräutern trocken eingelegt)
400 g Hackfleisch (Rind, Lamm, Huhn, Schwein oder gemischt)
1 große Zwiebel oder 2 Schalotten
1 Knoblauchzehe (nach Geschmack und Job)
1 Zucchini oder ½ Aubergine
100 g Tomatenmark
400 ml Rinder- oder Geflügelfond oder Gemüsebrühe
1 TL Oregano
½ TL Zimt
frisch geriebene Muskatnuss
200 g griechischer Joghurt
200 g Feta
erhitzbares Olivenöl, Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitung:
Backofen auf 200°C vorheizen. In einer großen Schüssel Nudeln, Tomaten und Passata mischen. Getrocknete Tomaten, Oliven und Kirschtomaten kleinschneiden und dazugeben.
In einer Pfanne 1 EL Olivenöl erhitzen und das Hack darin scharf anbraten, es muss nicht ganz durchbraten. Das Hack in die Schüssel geben. Zucchini oder Aubergine würfeln und ebenfalls in etwas Öl in der Pfanne anbraten (nach Geschmack durchgaren) und zur Sauce geben. Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. In etwas Olivenöl bei reduzierter Hitze langsam glasig dünsten, zur Sauce geben. Tomatenmark anbraten, mit Fond ablöschen und zur Sauce geben.
Die Auflaufmasse mit Oregano, Zimt und Muskatnuss würzen, kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dann in eine gefettete Auflaufform (ca. 20 x 30 cm) füllen. Joghurt mit einem Esslöffel als dicke Kleckse darauf geben, Feta würfeln und darüber streuen.
Auf mittlerer Schiene ca. 45 Minuten backen (in der Auflauf-Mitte prüfen, ob die Nudeln gar sind).

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Zum Hackfleischauflauf schmeckt ein grüner Salat (mit Joghurt-Dressing) super!

Quelle: monda-magazin

 

Tonkotsu-Ramen mit Chashu

Die Kids lieben Nudelsuppe. Eigentlich könnte es jede Woche Hühnersuppe mit Nudeln, Eierstich und Erbsen geben. Gähn!

Ich habe ja ein kleines Faible für die asiatische Küche – nicht erst seit unserer Vietnam-Reise 2017. Was ich dann koche, kann ich aber meistens alleine essen… Scharfe Gerichte kommen hier gar nicht an, also koche ich gerne alles, was man „bei Tisch“ würzen kann.
Bei Ramen ist das etwas anderes. Der Kleine L. liebt die japanische Suppe und auch die anderen essen gerne mit.

Es gibt mehrere Hauptvarianten des Ramen. Ich stelle Euch hier Tonkotsu-Ramen (豚骨ラーメン) also Schweineknochen-Ramen vor. Leider ist das Ganze etwas zeitaufwändig, aber die Mühe schmeckt man!

Zutaten Ramen:
1 Stück Kombu-Alge
1 kg Schweineknochen
1/2 Schweinshaxe (Haxe vom Metzger 4 Scheiben schneiden lassen, 2 einfrieren)
1 kg Hähnchenflügel
300 g geräucherter Bauchspeck (am Stück)
1 Gemüsezwiebel
6-10 Knoblauchzehen
60 g Ingwer
2 große Karotten, grob gehackt
250 g getrocknete Shiitake-Pilze (eingeweicht)
Miso-Paste
Salz, Sojasauce, Mirin

Einlagen (pro Person):
50 g Ramen-Nudeln
2 Scheiben Chashu
2 EL gegartes Gemüse: Bambussprossen, Mais, Edamame, Shitake-Pilze o.ä.
Frühlingszwiebel in Ringen
Shichimi tōgarashi (scharfe Gewürzmischung mit Orangenschalen) 

Zutaten Chashu:
1000 g Schweinebauch am Stück (ohne Knochen)
250 ml Sojasauce
250 ml Sake
250 ml Mirin
100 g Zucker
1 Scharlotte, halbiert
6 Frühlingszwiebeln (grob in Ringe geschnitten)
6 Zehen Knoblauch
50 g Ingwer (in Scheiben geschnitten)

 

Zubereitung Chashu:
Schweinebauch mit der Schwarte nach außen der Länge nach aufrollen. Die Rolle mit Küchenzwirn schnüren.

In einem Topf die restlichen Zutaten zum Kochen bringen. Der Topf sollte nicht viel größer als das Fleisch sein, damit die Rolle von der Flüssigkeit umgeben ist. Schweinebauch hineingeben, Deckel auflegen und leicht simmernd etwa 4 Stunden garen, bis das Fleisch zart ist. Alternativ kann der Topf im 120°C heißen Ofen garen.

Auskühlen lassen, aus der Flüssigkeit nehmen, Zwirn entfernen und Chashu in dünne Scheiben schneiden.

Zubereitung Ramen:
Kombu-Alge gut abspülen und über Nacht in 1 Liter Wasser einweichen. Langsam zum Kochen bringen, Alge entfernen.
Knochen, Haxe und Hähnchenflügel unter kaltem Wasser gründlich waschen, in einen sehr großen Topf geben. Bauchspeck und Gemüse dazugeben. Algenwasser zugießen und mit Wasser auffüllen, bis das Fleisch bedeckt ist. Langsam aufkochen, dabei ggf. den Schaum abschöpfen. Etwa 3-4 Stunden köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen, durch ein Tuch gießen. Mit Miso-Paste, Salz, Sojasauce und Mirin abschmecken.

Für die Einlage die Ramen-Nudeln nach Packungsangabe kochen, auf die Teller verteilen. Brühe darübergeben. Die anderen Einlagen in die Brühe geben, nach Geschmack mit Shichimi tōgarashi würzen.

Guten Appetit: Itadakimasu (頂きます) !

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Naruto oder Wakame geben auch eine gute Einlage ab. Die Kleine M. mag am liebsten weich gekochte Eier im Ramen. Bei mir darf es eine Extra-Portion Shichimi tōgarashi sein…

Quellen: nekobento, ladyandpups, seriouseats and many more

Ligurischer Kartoffelsalat à la Tarik Rose

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Klassischer Kartoffelsalat ist mir im Sommer irgendwie zu schwer… Da ist mir der „ligurische“ zum Steak lieber. Junge Kartoffeln, begleitet von knackigem Gemüse und kräftig gewürzt. Gefunden bei den Beef Buddies, ergänzt um ein paar frische Tomaten und braune Champignons – perfekt!

Zutaten:
1 kg kleine, junge Kartoffeln (Drillinge)
2 Paprika (1x rot, 1x gelb)
1 Fenchelknolle
3 Schalotten
4 Knoblauchzehen
2 Zucchini
200g Kirschtomaten
200g braune Champignons
100g Taggiasche Oliven (ligurische Oliven)
100g getrocknete Tomaten in Öl
erhitzbares Olivenöl

3 EL Balsamicoessig
2 EL gutes Olivenöl
1 TL klassischer Senf mit Körnern
Fenchelgrün
Petersilie
Schnittlauch
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Die Kartoffeln in Salzwasser kochen, abgießen und pellen.

Das frische Gemüse gründlich waschen. Die Paprika in Streifen schneiden, den Fenchel erst länges halbieren, dann längs in Streifen schneiden, die Schalotten und Knoblauchzehen abziehen und halbieren, die Zucchini halbieren und in Stücke schneiden, die Kirschtomaten halbieren. Pilze abwischen, den Stil kürzen und halbieren oder dritteln. In einer großen Pfanne etwas Öl erhitzen und das Gemüse darin nacheinander scharf anbraten und bissfest garen. In einer großen Schüssel mit den Kartoffeln, Oliven und getrockneten Tomaten mischen.

Für das Dressing Essig, Öl und Senf mischen. Fenchelgrün, Petersilie und Schnittlauch kleinhacken und unterrühren, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Dressing mit dem Gemüse mischen und lauwarm servieren.

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Schmeckt am besten zu kräftigem, scharf gebratenen Fleisch, gerne Entrecote, aber auch Lamm. Reste kann man kurz in der Pfanne anbraten, sie schmecken aber genauso gut kalt.

Quelle: http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/blob/28973162/1/data.pdf

 

Falafel

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Zugegeben, meine Meinung zu Falafeln ist eher ambivalent. Hier im hamburger Schanzenviertel gibt es ein paar Läden, die wirklich gute Kichererbsenbällchen machen, cremig und herzhaft. Leider sind meine anderen Versuche, leckere Falafel zu erstehen, bisher kräftig in die Hose gegangen. Meistens ziemlich fade und vor allem trocken… wird immer mehr im Mund…

Durch einen Zufall und mutiges Probieren sind mein Testesser (Großer M) und ich hinter das Geheimnis der Konsistenz der kleinen Bällchen gekommen: Ich habe sie für eine Feier zubereitet. Neues Rezept, deshalb haben wir sie kurz probiert, bevor ich sie eingepackt habe. Frisch frittiert waren die Falafel herzhaft, außen knusprig und innen cremig – whow! Wirklich lecker!
Und dann die Enttäuschung: nur zwei Stunden später standen die Bällchen auf dem Buffet, nicht mehr knusprig und leider auch ein wenig trocken. Da half auch ganz viel Dip nicht mehr. Schade!
Aber zumindest ist es jetzt klar: Falafel muss man einfach frisch frittiert sofort essen!

Zutaten:
200g Kichererbsen (über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht)
200g (Abtropfgewicht) weiße Bohnen aus der Dose (z.B. Butterbohnen)
1-2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 EL fein gehackter frischer Koriander
1-2 TL Gewürze (Kreuzkümmel, Koriander, Bockshornklee, Paprikapulver etc. frisch im Mörser zerkleinert)
1 Msp. Backpulver
1 rote Spitzpaprika
Salz, Pfeffer
erhitzbares Oliven- oder Rapsöl
ca. 100 g Sesam

Zubereitung:
Die eingeweichten Kichererbsen in ein Sieb abgießen, kalt abspülen und abtropfen lassen. Dann in einem Mixer grob zerkleinern und in eine Schüssel geben. Mit den Bohnen genauso vorgehen. Die Schalotten fein würfeln, in etwas Olivenöl anschwitzen. Knoblauch sehr fein hacken oder durchpressen, zur Schalotte geben und noch etwas weitergaren. Diesen Schritt kann man weglassen, wenn man rohe Zwiebeln verträgt und mag! 😉
Nun wird das ganze portionsweise fein püriert. Die Konsistenz ändert sich von krümelig in breiig…
Koriander, Gewürze und Backpulver zugeben, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Spitzpaprika sehr fein würfeln und ebenfalls untermischen.

In einem Topf Öl auf ca. 175°C erhitzen. Wenn man viel Zeit aber nicht viel Öl hat, kann man einen recht kleinen Topf benutzen – in jedem Fall sollte das Fett ca. 4-5 cm hoch im Topf stehen.

Mit einem Löffel golfballgroße Portionen des Teiges abteilen und mit den Händen zu Kugeln formen, in Sesam wälzen. Portionsweise frittieren. Je nach Fettmenge ca. 6-8 Bällchen auf einmal ins Fett geben. Vorsichtig mit einem Holzlöffel umdrehen. Wenn die Falafel gleichmäßig goldbraun sind, aus dem Fett heben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Und dann sofort genießen!!!

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Dazu darf ein guter Dip nicht fehlen, z.B. Joghurtsauce oder Avocadocreme!

Quelle: (abgewandelt) eatsmarter Magazin Januar 2015