Rumkugeln

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Es bedurfte viel guter Zurede, das Hexenhäuschen endlich abreißen zu dürfen… Mitte Januar war es dann auch wirklich völlig ausgetrocknet. Für Lebkuchentiramisu nicht besonders geeignet!
Die Fahndung hat Rezepte für Rumkugeln ausgespuckt. Prima, ich liebe die Dinger! Ich mag auch Rum, aber 6 (!) Esslöffel auf 150g Kuchenreste – whow! Ich habe es drastisch reduziert, trotzdem noch ziemlich rummig – hicks…

Zutaten:
200g Lebkuchenreste vom Hexenhäuschen… oder Kuchenreste, Kekse etc.
50ml lauwarme Milch, Sahne oder Saft
2 EL Rum
150g Zartbitterschokolade, Schokoweihnachtsmannreste oder Kuvertüre
Zucker nach Bedarf
Schokostreusel

Zubereitung:
Die Schokolade im Wasserbad langsam schmelzen. Währenddessen den Lebkuchen kleinschneiden oder zerbröseln. Mit der Milch und dem Rum mischen, ggf. etwas Zucker hinzufügen. Unser Lebkuchen bestand ja quasi nur aus Butter und Honig und war sehr würzig. Wenn ihr Kekse benutzt, vielleicht etwas Butter und Honig hinzufügen. Dann die geschmolzene Schokolade einrühren.

Jeweils einen Teelöffelvoll Teig zu einer Kugel formen und in reichlich Schokostreusel rollen. Nochmal kurz in den fettigen Händen rollen, damit die Streusel gut ankleben und die Kugeln schön glänzen. Abkühlen lassen, fertig!

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Die Rumkugeln sollten sich im Kühlschrank (wg. der Milch) theoretisch ein paar Tage halten, praktisch halten sie nur bis zum nächsten Kaffee…

Lebkuchenhaus

Es ist vollbracht: trotz der emsigen Mithilfe vom kleinen M & L wurde unser Lebkuchenhaus 2012 fertiggestellt und vollflächig verziert. Bevor morgen „Anbiss“ ist, hier schnell ein Foto:

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Unser Lebkuchenhaus ist ziemlich groß, etwa 30 cm hoch. Wir hatten letztes Jahr die wahnwitzige Idee, ein Modell unseres Wohnhauses zu bauen. Mit einem Zimmer für jeden „wie in echt“. Naja, Bäume und Autos sind noch recht realistisch, aber die Pferdefamilie, die das kleine M in den Wintergarten gestellt hat, entsprang zu 100% ihrer Fantasie!
Wer also nur ein kleines Hexenhäuschen basteln möchte, kommt bestimmt mit der Hälfte des Teiges aus.

Zutaten:

für den Teig:
500 g Honig
500 g Zucker
500 g Butter
2 kg Mehl
100 g Kakao
3-4 EL Lebkuchengewürze (getr. Orangen- und Zitronenschalen, Zimt, Koriander, Anis, Fenchelsamen, Nelken und Kardamom frisch gemörsert, Muskatnuß gerieben)
1 TL Salz
1 Pk. Backpulver oder 20 g Pottasche (in etwas Wasser auflösen)
5 Eier
etwas Milch

für den Zuckerguss:
3 Eiweiß
500 g Puderzucker

für die Dekoration:
Smarties, Zuckerperlen, Gummibärchen, Schokolade, Nüsse etc. nach Belieben

Zuerst rühren wir den Teig an: in einem Topf die Butter schmelzen, mit Honig und Zucker erhitzen bis alles aufgelöst ist (nicht kochen), dann abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit kann man sich Gedanken über die Architektur des Hexenhauses machen…

In einer großen Schüssel Mehl (etwas aufheben zum Ausrollen), Backtriebmittel, Kakao, Salz und Gewürze mischen. In die Mitte ein Loch drücken, die Honigmischung und die Eier hineingeben. Erst mit dem Mixer, dann von Hand zu einem glatten, weichen Teig kneten. Mit Frischhaltefolie abdecken und 2 Stunden kalt stellen.

Jetzt die Schablonen für die Bodenplatte, Wände, Decken, Dachflächen etc. aus (Back-)Papier schneiden.

Den Teig in drei Teile teilen und 6-8 mm dick ausrollen: einen Teil für die Bodenplatte rechteckig schneiden (bei uns fast so groß wie das Backblech), aus den anderen Teilen die Wände etc. ausschneiden. Fenster und Türen kann man anritzen, ausschneiden oder ausstechen. Alle Teile mit Milch bepinseln und bei 180°C etwa 15 Minuten backen.

Prüfen, ob alle Teile ausgeschnitten sind, dann aus den Resten des Teiges Männchen, Autos, Bäume, Pferde, Sterne etc. ausstechen und backen. Die Platten müssen gut abkühlen, dabei schön glatt liegen. Verformte Teile kann man noch zurechtbiegen, solange sie heiß sind!

Am nächsten Tag geht es weiter: Eiweiß steifschlagen und den Puderzucker nach und nach untermischen, bis der Guss schön cremig ist. In zwei Gefrierbeutel füllen, verschließen, einen davon für später in den Kühlschrank legen, den anderen aufschneiden: eine winzige Ecke abschneiden.
Die Wände des Hauses auf der Bodenplatte zusammenkleben, trocknen lassen.

Jetzt können die Süßigkeiten angeklebt werden! Vielleicht in zwei Etappen, sonst rutscht die ganze Geschichte am Dach runter, und man muß das mit Stecknadeln fixieren… Schnell noch Schnee und Eiszapfen aus dem Zuckerguss formen…

Fertig? Dann laßt es Euch schmecken! Die ganze Wohnung duftet tagelang nach dem frischen Lebkuchen – Weihnachtsfeeling pur!