Persisches Hähnchen

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Ich war schon länger auf der Suche nach einem Rezept für ein Gericht, dass es bei uns etwa ein Mal im Jahr gab: mein Vater bekam von einer Kundin (eine Perserin) eine Schüssel frisch gekochtes Hühnchen auf Reis geschenkt. Es war immer etwas trocken (vielleicht weil wir es im Ofen aufgewärmt haben, oder weil wir es ohne Joghurt gegessen haben), und der Geruch fremd, aber irgendwie faszinierend… Nun habe ich bei stylish-living.de das Rezept für eine Makluba gefunden. Das muss es sein! Schnell noch etwas in der Erinnerung gekramt und die Zutaten angepasst und schon kam ein superleckeres Hähnchengericht dabei heraus…
Zutaten (für 4 Personen):

4-6 Hähnchenkeulen
1 Zwiebel
2 Lorbeerblätter
2 Kardamomkapseln
2 Nelken
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 Zwiebel (gewürfelt)
1 Tasse (200 ml) Bulgur (oder Reis)
1 ½ Tassen Hähnchensud
2 EL Rosinen
6 getr. Aprikosen
100 g Cashewkerne
2 Auberginen
500 g Joghurt
Ras el Hanout, mildes Olivenöl, Salz

Zubereitung:

Hähnchenkeulen von der Haut befreien, in einen großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und langsam aufkochen. Den Schaum und die Flocken abschöpfen und bei reduzierter Hitze weiter köcheln. Zwiebel schälen und halbieren, mit Lorbeerblättern, Kardamomkapseln, Nelken, Pfefferkörnern und 1 TL Ras el Hanout zum Fleisch geben. 50 Minuten leise köcheln lassen, bis das Fleisch weich ist. Dann die Keulen aus dem Topf nehmen, vom Knochen lösen und warm stellen oder direkt zum Bulgur geben. Den Sud auffangen und filtern.

Rosinen in einen Topf geben, mit Wasser bedecken und aufkochen. Aprikosen kleinschneiden und zugeben, ziehen lassen.
Zwiebel in 2 EL Olivenöl andünsten, Bulgur dazugeben, mit Hähnchensud ablöschen und 20 Minuten köcheln lassen. Wenn Du lieber Reis nehmen möchtest, gib noch eine halbe Tasse Wasser dazu. Leicht salzen. Obst abgießen und unterheben.
2 TL Ras el Hanout mit 3 EL Olivenöl verrühren. Die Hälfte des Würzöls unter das Bulgur rühren, in den Römertopf geben und 20 weitere Minuten ziehen lassen. Auberginen würfeln, und in 2 EL Öl knusprig braun braten. Cashewkerne ohne Öl in der Pfanne anrösten. Auberginen, Nüsse und Fleisch auf dem Bulgur anrichten. Mit cremig gerührtem Joghurt servieren und mit Minze und Würzöl dekorieren.

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Der Weg durch den Garten bis zur Minze war mir zu weit, deshalb musste für das Foto Basilikum herhalten…  🙂

Quelle: stylish-living.de

Lebkuchenhaus

Es ist vollbracht: trotz der emsigen Mithilfe vom kleinen M & L wurde unser Lebkuchenhaus 2012 fertiggestellt und vollflächig verziert. Bevor morgen „Anbiss“ ist, hier schnell ein Foto:

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Unser Lebkuchenhaus ist ziemlich groß, etwa 30 cm hoch. Wir hatten letztes Jahr die wahnwitzige Idee, ein Modell unseres Wohnhauses zu bauen. Mit einem Zimmer für jeden „wie in echt“. Naja, Bäume und Autos sind noch recht realistisch, aber die Pferdefamilie, die das kleine M in den Wintergarten gestellt hat, entsprang zu 100% ihrer Fantasie!
Wer also nur ein kleines Hexenhäuschen basteln möchte, kommt bestimmt mit der Hälfte des Teiges aus.

Zutaten:

für den Teig:
500 g Honig
500 g Zucker
500 g Butter
2 kg Mehl
100 g Kakao
3-4 EL Lebkuchengewürze (getr. Orangen- und Zitronenschalen, Zimt, Koriander, Anis, Fenchelsamen, Nelken und Kardamom frisch gemörsert, Muskatnuß gerieben)
1 TL Salz
1 Pk. Backpulver oder 20 g Pottasche (in etwas Wasser auflösen)
5 Eier
etwas Milch

für den Zuckerguss:
3 Eiweiß
500 g Puderzucker

für die Dekoration:
Smarties, Zuckerperlen, Gummibärchen, Schokolade, Nüsse etc. nach Belieben

Zuerst rühren wir den Teig an: in einem Topf die Butter schmelzen, mit Honig und Zucker erhitzen bis alles aufgelöst ist (nicht kochen), dann abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit kann man sich Gedanken über die Architektur des Hexenhauses machen…

In einer großen Schüssel Mehl (etwas aufheben zum Ausrollen), Backtriebmittel, Kakao, Salz und Gewürze mischen. In die Mitte ein Loch drücken, die Honigmischung und die Eier hineingeben. Erst mit dem Mixer, dann von Hand zu einem glatten, weichen Teig kneten. Mit Frischhaltefolie abdecken und 2 Stunden kalt stellen.

Jetzt die Schablonen für die Bodenplatte, Wände, Decken, Dachflächen etc. aus (Back-)Papier schneiden.

Den Teig in drei Teile teilen und 6-8 mm dick ausrollen: einen Teil für die Bodenplatte rechteckig schneiden (bei uns fast so groß wie das Backblech), aus den anderen Teilen die Wände etc. ausschneiden. Fenster und Türen kann man anritzen, ausschneiden oder ausstechen. Alle Teile mit Milch bepinseln und bei 180°C etwa 15 Minuten backen.

Prüfen, ob alle Teile ausgeschnitten sind, dann aus den Resten des Teiges Männchen, Autos, Bäume, Pferde, Sterne etc. ausstechen und backen. Die Platten müssen gut abkühlen, dabei schön glatt liegen. Verformte Teile kann man noch zurechtbiegen, solange sie heiß sind!

Am nächsten Tag geht es weiter: Eiweiß steifschlagen und den Puderzucker nach und nach untermischen, bis der Guss schön cremig ist. In zwei Gefrierbeutel füllen, verschließen, einen davon für später in den Kühlschrank legen, den anderen aufschneiden: eine winzige Ecke abschneiden.
Die Wände des Hauses auf der Bodenplatte zusammenkleben, trocknen lassen.

Jetzt können die Süßigkeiten angeklebt werden! Vielleicht in zwei Etappen, sonst rutscht die ganze Geschichte am Dach runter, und man muß das mit Stecknadeln fixieren… Schnell noch Schnee und Eiszapfen aus dem Zuckerguss formen…

Fertig? Dann laßt es Euch schmecken! Die ganze Wohnung duftet tagelang nach dem frischen Lebkuchen – Weihnachtsfeeling pur!

orientalischer Bulgur-Salat

Muddern war in ihren kölner Slow-Food-Kreisen unterwegs, und kam mit einem neuen Linsensalat-Rezept zurück. Dankeschön! Da ich nun so gar nicht auf Linsen stehe, das Rezept sich aber irgendwie doch sehr lecker angehört hat, habe ich es mal etwas abgewandelt: Bulgur statt Linsen!
Das „Originalrezept“ mit Linsen findet Ihr bei Mary Scherpe (sollte man eh gelegentlich besuchen) oder in der Zeit.

Zutaten:
2 Tassen Bulgur, grob
4 EL erhitzbares Olivenöl
1 Zwiebel (fein gewürfelt)
2 Tassen Geflügelfond
1 Tasse Wasser

3 EL Olivenöl
2 EL Aceto Bianco
1 EL Ahornsirup
1 TL Dijonsenf
2 TL frisch gemahlene/gestoßene Gewürze, gemischt aus: Kreuzkümmel, Kurkuma, Koriander, Cayenne Pfeffer, Kardamom, Nelken, Muskat, Zimt, schwarzer Pfeffer
Salz

3 kleine dünne Möhren
1 Tasse Rosinen
30g Pinienkerne
30g Kapern
1/3 Salatgurke (entkernt, mit Schale gewürfelt)
1 Frühlingszwiebel (fein gewürfelt)

In einem großen Topf Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten. Wer die Schärfe von frischen Frühlingszwiebeln nicht mag, dünstet sie jetzt mit. Dann Bulgur dazugeben und einige Minuten dünsten. Fond und Wasser hinzugeben, 20 Minuten abgedeckt leise köcheln bis der Bulgur bißfest gar ist, leicht salzen, 20 Minuten ohne Hitze stehen lassen.

Die Gewürze (Anteile nach Geschmack) im Mörser mischen und zerstoßen. Die kleine M hatte ihren Spaß daran… (Faulpelz-Tip: vielleicht hast Du eine Curry-Gewürzmischung mit passender Zutatenliste im Haus?) Dann durch ein Sieb geben und mit Öl, Essig, Sirup, Senf und etwas Salz vermischen. Dann über den Bulgur geben und gut durchheben.

Die Möhrchen schälen und in dünne Scheiben schneiden, Rosinen verlesen, Pinienkerne ohne Öl kurz anrösten, Kapern abgießen. Alles mit Gurkenwürfeln und Frühlingszwiebel unter den abgekühlten Bulgur mischen. Gut durchziehen lassen und ggf. nachwürzen. Das kleine M fand es lauwarm superlecker (sie steht auf Zimt, egal wie), ich bevorzuge Zimmertemperatur.

Vielleicht bin ich mutig, und versuche es auch mal mit Linsen…