Marshmallows

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Eigentlich brauchte ich Marshmallow-Creme für ein Weiße-Schokolade-Fudge. Natürlich war es Sonntagnachmittag und ich hatte KEINE Marshmallow-Creme im Haus. Unser Marshmallow-Vorrat war beim letzten Grillen geplündert worden… Was liegt da näher, als Marshmallows selbst zu machen?

Es ist wirklich super einfach und schnell!

Zutaten:
50 g Maisstärke
350 g Puderzucker
18 g gemahlene Gelatine (2 Tüten)
2 Tüten Vanillezucker
1 Prise Salz
200 ml Wasser

Zubereitung:
Stärke mit 1EL Puderzucker mischen. Die Hälfte der Mischung in eine Auflaufform oder ähnliches sieben.

Puderzucker in die Schüssel der Küchenmaschine sieben. In einem Topf Gelatine, Vanillezucker, Salz und Wasser mischen und 10 Minuten quellen lassen. Unter Rühren erwärmen bis die Flüssigkeit fast kocht. Dann zum Puderzucker geben und aufschlagen. Nach einigen Minuten ist ein fluffiger weißer Schaum entstanden, der herrlich nach Vanille duftet…
In die Form gießen und schnell mit einem geölten Spatel glattstreichen. Mit etwas Stärke-Zucker-Mischung übersieben und einige Stunden fest werden lassen. Dann aus der Form stürzen und in Stücke schneiden. Oder mit Ausstechförmchen ausstechen (Förmchen vorher kurz in Öl dippen). Auf jeden Fall sollte man die Schnittkanten noch mal mit etwas Stärke-Zuckere-Mischung bestäuben, sonst klebt alles wieder zusammen! Anschließend in Gläser, Kekstüten o.ä. verpacken und verschenken…

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Für rosa Marshmallow-Herzchen etwas rote Lebensmittelfarbe in die Masse rühren und nach dem Erstarren mit herzförmigen Keksausstechern ausstechen!

Quelle: (abgewandelt) amerikanisch-kochen.de

Blondies

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Als wären Brownies nicht schon schlimm genug… es geht noch schlimmer! Blondies sind die böse kleine Schwester der Schoko-Bomben. Gespickt mit Nüssen und Schoko-Stückchen sind sie super-saftig und unwiderstehlich!

Zutaten:
5 Eier
¼ TL Salz
250g Zucker (150g Rohrohrzucker, 100g dunkler Rohrzucker)
1 TL Vanillezucker oder etwas Vanilleextrakt
250g Butter, geschmolzen
120g helles Mehl
100g Walnüsse, grob gehackt (8-teln)
100g Zartbitterschokolade, in Würfel gehackt
100g weiße Schokolade, in Würfel gehackt

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Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen, eine große flache Backform (ca. 25 x 35cm) ausbuttern oder mit Backpapier auskleiden.

Zuerst die Eier trennen. Mir geht das recht flott von der Hand, aber die Kinder haben noch etwas Respekt davor. Da hilft dieser lustige Becher, der aussieht, als hätte jemand einen Smiley reingeschnitten: ein Eiertrenner! Einfach das Ei vorsichtig hinein aufschlagen, dann das Eiweiß durch die „Mundöffnung“ abgießen, fertig. Danke dafür, Tante U.!!!

Eiweiß mit Salz steifschlagen, zur Seite stellen. Eigelb mit Zucker und Vanille aufschlagen, bis die Creme weiß wird. Die flüssige Butter einrühren. Mit einem Rührlöffel erst das gesiebte Mehl, dann das Eiweiß unterheben. Wer es etwas fluffiger haben möchte, mischt vorher 1 TL Backpulver unter das Mehl. Gehackte Nüsse und Schokolade kurz unterheben. Den Teig in die Form geben und glattstreichen.

Auf mittlerer Schiene backen, bis sich auch die Mitte etwas angehoben hat. Das wird ca. 35 Minuten dauern. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen, abdecken und über Nacht stehen lassen. Das ist schwer, ich weiß, aber am nächsten Tag schmeckt es wirklich noch besser!

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Quelle: mindestens 10 Rezepte quer durch das Internet kombiniert, inspiriert vom Foto von smittenkitchen

Geburtstagskuchen: Rainbow Cake

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Wundert Euch nicht, das Kleine M hat die Deko ausgesucht!
Sieht aus wie eine Hochzeitstorte, wurde aber beim Kindergeburtstag angeschnitten.
Was für eine süße Bombe! Ich muss dringend ein Rezept für Frosting mit weniger Puuuuuuuuuuuuuuuderzucker finden!!!

Hier das Rezept, hochgerechnet für eine 24er Form:

Zutaten Kuchen:
300g helles Weizenmehl
250ml Milch, 20°C
3 Eiweiß (Gr. L), 20°C
1 Röhrchen Vanilline-Butter-Aroma (ganz, ganz ausnahmsweise!)
1 Prise Salz
300g feiner weißer Zucker
4 TL Backpulver
70g gemahlene Mandeln (ohne Schale)
175g Butter, 20°C

Zubereitung:
Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen. Backofen auf 175°C vorheizen. Den Boden einer 24er Springform mit Backpapier bespannen und die Seiten einbuttern.
In einer kleinen Schüssel Milch, Eiweiß und Aroma kurz verschlagen. In einer größeren Schüssel Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und Mandeln mischen. Butter in Flöckchen dazugeben und eine Minute untermixen. Die Hälfte der Milch dazugeben und bei mittlerer Geschwindigkeit eine Minute lang untermixen. Dann die zweite Hälfte ebenso.
Den Teig in sechs Portionen teilen und mit den sechs Farben einfärben. Eine Portion Teig in die Form gießen und mit einem Esslöffel in der Form verteilen. Ab in den Ofen für etwa 20 Minuten (Stäbchentest!).
Nacheinander alle Böden backen und auskühlen lassen. Dann mit Frischhaltefolie abdecken.

Zutaten Frosting (Buttercreme):
125g Butter
500g Puderzucker
30ml Milch, 20°C
1 Prise Salz

Zubereitung:
Butter vorsichtig schmelzen. Salz dazugeben. Mit dem Mixer langsam rühren, abwechselnd Puderzucker und Milch untermixen. Details hier.

Und los: alle Böden mit etwas Buttercreme aufeinanderkleben (dem Regenbogen entsprechend blau-grün-gelb-orange-lila), dann das Frosting schön gleichmäßig auf den Kuchen auftragen, insbesondere den Rand schön glatt ziehen. Mit Frosting verzieren… und mit Zuckerstreuseln dekorieren. Das Kleine M wollte statt der farblich passenden Zucker-Konfetti lieber die Hochzeitstorten-Deko: rote Herzen und silberne Kugeln. Was solls, ist IHR Geburtstag!

Als Farben haben das Große L und ich Crazy Colors benutzt. Knallt, oder?

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Quelle: white cake und frosting sind inspiriert von iambaker

Geburtstagskuchen: Layer Cake

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Nun ratet mal, wer hier Geburtstag hatte! Richtig … das Kleine M!
Und der Kleine L hatte richtig Spaß am Backen-helfen. Mag an der Faszination, die Lebensmittelfarben ausüben können, gelegen haben…

Wir haben etwas experimentiert. Mit den Farben. Ich habe gaaaaanz super gesunde Lebensmittelfarbe bestellt, reines Naturprodukt und so. Klang toll. Färben mit Himbeer- und Johannisbeerpulver. Ich mache es kurz: funktioniert nicht für Kuchenteig oder Frosting.

Zum Glück hatte ich noch etwas von der fiesen Gel-Farbe in der Schublade. Und das blaue Pulver vom R2D2-Kuchen. Das Experiment Farbe ist noch nicht beendet! Carla sagt, ich soll mal Wilton-Farben ausprobieren. Mach ich!

Jetzt wird erstmal gebacken:

Zutaten Kuchen:
150g helles Weizenmehl
125ml Milch, 20°C
3 Eiweiß (Gr. L), 20°C
1 TL Vanillinzucker (ausnahmsweise!)
1 Prise Salz
150g feiner weißer Zucker
2 TL Backpulver
50g gemahlene Mandeln (ohne Schale)
100g Butter, 20°C

Zubereitung:
Alle Zutaten auf Zimmertemperatur bringen. Backofen auf 175°C vorheizen. Den Boden einer 18er oder20er Springform mit Backpapier bespannen und die Seiten einbuttern.
In einer kleinen Schüssel Milch und Eiweiß kurz verschlagen. In einer größeren Schüssel Mehl, Zucker, Backpulver, Salz, Mandeln und Vanillinzucker mischen. Butter in Flöckchen dazugeben und eine Minute untermixen. Die Hälfte der Milch dazugeben und bei mittlerer Geschwindigkeit eine Minute lang untermixen. Dann die zweite Hälfte ebenso.
Dann haben wir den Teig in drei Portionen geteilt: ein Drittel in die Form und ab in den Ofen für etwa 20 Minuten (Stäbchentest!).
Die anderen Drittel in zwei Schüsseln mit Lebensmittelfarbe einfärben. Wir haben rosa und lila versucht.
Nacheinander die Böden backen und gut auskühlen lassen.

Zutaten Frosting (Buttercreme):
67g Butter
270g Puderzucker
18ml Milch, 20°C
1 Prise Salz

Zubereitung:
Die Butter vorsichtig schmelzen. Salz dazugeben. Mit dem Mixer langsam rühren, abwechselnd Puderzucker und Milch untermixen. Die Konsistenz vorsichtig (quasi tropfenweise) durch Zugabe von Milch einstellen.
Und jetzt zur Farbe: macht Euch erstmal schlau, ob ihr wasserlösliche oder fettlösliche Farbe habt. Dann entweder in der Butter oder der Milch auflösen. Nachdosieren ist schwierig…
Naja, es ist ein sattes schweinerosa geworden – alles ok!

Und jetzt darf ich die Modellbauerin in mir rauslassen: Die Böden mit etwas Buttercreme aufeinanderkleben, dann das Frosting schön gleichmäßig auf den Kuchen auftragen, und mit dem Rest verzieren… fertig! Unser erster Layer Cake!!!

Der Kuchen ist, vorsichtig gesagt, ziiiiiiiemlich süüüüüüß !!! Aber hübsch, oder?

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Quelle: white cake und frosting sind inspiriert von iambaker

Marmorkuchen

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Unser Geburtstags-Klassiker, ganz schön saftig und lecker…

Zutaten:
150g Kuvertüre oder übriggebliebene Weihnachtsmänner, kleingehackt
450g weiche Butter
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Pk. Vanillezucker
1 Prise Salz
450g (Roh-Rohr-) Zucker
3 EL brauner Rum (geht notfalls auch ohne)
450g 550er Weizenmehl
3 TL Backpulver
10 Eier
200g Sahne
30g Kakao
100g gehobelte Mandeln
50g Butter für die Form
2 Zwiebäcke, gerieben (oder Semmelbrösel)
200g Kuvertüre zum Überziehen (150g weiße, 50g dunkle)

Zubereitung:
Backofen auf 175°C vorheizen. 2 Stücke (!) Butter vorsichtig erwärmen, bis sie weich ist. Die Form (Gugelhupf XXL) dick ausbuttern und mit den Zwiebackbröseln ausstreuen.
Restliche Butter mit Zitronenschale, Salz, Zucker, Vanillezucker und Rum in einer ziemlich großen Schüssel mit dem Mixer schaumig schlagen.
Mehl und Backpulver mischen, Eier aufschlagen und abwechseln unter die Buttermasse rühren. Dann die Sahne unterrühren.
Den Teig etwas ungerecht halbieren. Unter die größere Hälfte die Mandeln mischen, unter die andere den Kakao und die Kuvertüre/Schokolade.
Jetzt löffelweise (nimm einen größeren Löffel) abwechseln in die Form füllen. Jede Fülltechnik ergibt ein anderes Muster – ausprobieren! Ich beginne und ende mit dem hellen Teig, dann sehe ich besser, ob der Kuchen im Ofen zu dunkel wird. Wenn man beim Füllen etwas faul war, kann man den Teig vorsichtig (!) mit einem Löffelstiel durchziehen, um ein Muster herzustellen.
Den Kuchen auf einem Rost mittig im Ofen positionieren und ca. 1 Stunde backen, dann ggf. mit Alufolie abdecken und 30-45 Minuten weiterbacken, bis er gar ist – Stäbchenprobe!
Kleinere Kuchen (Kastenform etc.) wesentlich kürzer backen, etwa 10 Minuten Backzeit pro 1cm Dicke.

Den fertigen Kuchen gut abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen, abpinseln und mit Kuvertüre überziehen. Dafür die weiße und die braune Kuvertüre getrennt im Wasserbad schmelzen, abkühlen lassen, bis sie wieder fest ist, dann wieder kurz ins Wasserbad, bis sie cremig ist. Die weiße Kuvertüre über den Kuchen gießen, bis er vollständig überzogen ist, dann die dunkle Kuvertüre darüber sprenkeln, so dass sich ein wildes Muster bildet. Oder halt mit Smarties bombardieren…

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Garantiert kalorienfrei!

Osterzopf

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Im 2. Anlauf ist er super geworden! Nachdem der 1. Versuch mich zum Verzweifeln gebracht hat, und partout nicht aufgehen wollte, hat es Nummer 2 etwas übertrieben und ist auf das vierfache seiner Ausgangsgröße gewachsen…. Also: flechtet locker und backt ihn lieber frei – auf dem Blech!

Zutaten für einen Zopf:
350g 550er Weizenmehl
3 Eier Gr. M, kalt
50ml Wasser, 10°C
16g frische Hefe oder 5g Trockenhefe
4g Salz
45g Zucker
150g  Süssrahmbutter, kalt

für die Eistreiche:
1 Eigelb
1 EL Milch
½ TL Puderzucker

Zubereitung:
Alle Zutaten außer der Butter (Mehl, Eier, Wasser, Hefe, Salz und Zucker) mit dem Mixer verkneten. Je kälter sie waren, desto besser lässt sich nachher die Butter unterkneten. Es dauert knapp 10 Minuten, bis das Gluten anfängt sich zu entwickeln, also lieber mit der Maschine kneten, sonst gibt es Muskelkater und der Teig wird zu warm!
Jetzt die kalte Butter in Stückchen schneiden und unterkneten. Ruhig alles auf einmal! Das dauert eine Weile… Dann weiterkneten, bis sich das Gluten voll entwickelt hat (Fenstertest). Bei Zimmertemperatur etwa eine Stunde gehen lassen, dabei wird sich der Teig kaum vergrößern.

Nun folgt das Falten und Strecken, das dem Teig später seine Konsistenz geben wird. Wer sich darunter nichts vorstellen kann, liest beim brotdoc die Foto-Anleitung (mein Brot-Guru!)…
Gut verschlossen ruht der Teig nun über Nacht im Kühlschrank. Nach einer Weile noch mal entgasen.

Nach mindestens 12 Stunden Ruhe darf der Teig sich etwa 20 Minuten auf der Arbeitsplatte entspannen, bevor ich ihn in Form bringe. Dafür in drei gleiche Teile schneiden und unter Strecken, Falten und Rollen zu Strängen formen. Die sind etwas länger, als der Zopf werden soll! Dabei nicht zu viel Mehl benutzen, damit sich der Zopf gut verbindet.
Alle drei Stränge an einem Ende aufeinanderdrücken, etwas plattdrücken und nach unten umschlagen. So gibt es ein schönes Ende. Jetzt locker flechten und das Ende wie den Anfang formen.

Ich habe den Teigling jetzt in eine Kastenform gegeben, die er zu 1/3 füllte. Nach zwei Stunden Gare war er fast so groß, wie die Form. Im Ofen ist er aber noch einmal fast doppelt so groß geworden, was das schöne Zopfmuster etwas zerstört hat. Nächstes Mal (Ostern!) backe ich ihn frei geformt auf dem Blech!

Nach 1½ – 2 Stunden Gare bei Raumtemperatur sollte der Teig backreif sein (Probe). Den Ofen auf 190°C aufheizen. Aus Eigelb, Milch und Zucker eine Eistreiche mischen und den Zopf damit einpinseln.
Ab in den Ofen (ohne Schwaden)! Nach 20 Minuten prüfen, ob der Zopf zu dunkel wird, ggf. mit Alufolie locker belegen. Nach weiteren 20 Minuten sollte der Zopf gar sein!

Noch warm mit Butter und Marmelade oder Käse genießen!

Milchreis

Milchreis steht hier immer hoch im Kurs. Warm oder kalt. Nur schön cremig muß er sein. Wenn ich Glück habe, bleibt ein kleines Portiönchen übrig und ich habe morgen im Büro etwas zu Essen… Hier das Super-Lazy-Rezept: morgens schnell gekocht und dann quellen lassen bis man abends nach Hause kommt – so wird er wunderbar cremig. Natürlich mit Apfelmuß aus Omas Garten!

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Zutaten für 4 Portionen:
200-220 g Milchreis
1 l Milch
30 g Butter
2 EL Zucker
1 Pk Vanillezucker
1 Pr. Salz
200 ml Sahne
evlt. 1 Ei
Apfelmuß, Zimt, Zucker…

Milch langsam im Topf erhitzen, während dessen rühren und Reis, Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz zufügen. Unter Rühren aufkochen, dann den Herd ausstellen. Deckel aufsetzen und einige Stunden quellen lassen. Dann den Reis auflockern, Sahne erwärmen und unterrühren. Mit Apfelmuß servieren, fertig. Weltbester Nachtisch für die Kleinen…

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Wenn man es noch fluffiger mag, schlägt man ein Eiweiß auf, rührt das Eigelb mit der Sahne unter den Milchreis und hebt am Ende das Eiweiß unter.

Lazy Bread: Baguette

Es ist soooo einfach… und duftet sooooo herrlich: selbstgebackenes Brot!
Ich frage mich, warum ich noch kein Rezept gepostet habe. Legen wir also los – zuerst mal das „Grundrezept“:

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Zutaten:
350 ml lauwarmes Wasser
1/4 Würfel Hefe (entspricht ca. 10 g, oder 1/2 Tüte Trockehefe)
1/4 TL Zucker
500 g Weizenmehl (500er) oder ein beliebiges helles Mehl, z.B. Dinkel 600er (bei Roggenmehl Sauerteig zugeben)
2 gestr. TL Salz

Zucker und Hefe im Wasser auflösen, 5 Minuten warm stellen. Mehl und Salz mischen. Auf der Hefemischung sollten sich jetzt Bläschen zeigen. Zum Mehl gießen und mit einem Kochlöffel unterrühren. Abgedeckt 2 Stunden bei Zimmertemperatur, danach mehrere Stunden oder Tage im Kühlschrank gehen lassen.

Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche ein paar Sekunden kneten (Seiten von außen in die Mitte schlagen), länglich formen, danach 30-60 Minuten ruhen lassen. Währenddessen den Ofen (mit Pizzastein oder zumindest Backblech) auf 220°C aufheizen. Eine feuerfeste Schale unten in den Ofen stellen. Das Brot vorsichtig in den Ofen legen, eine Tasse Wasser in die Schale gießen und die Ofentür schnell, aber ohne Erschütterung schließen.

Das Brot wird jetzt förmlich explodieren und aufreißen. Durch das Wasser wird es schön knusprig! Wer es lieber soft mag (Chiabata), läßt es nach dem ruhen noch 30 Minuten an einem warmen Ort gehen, heizt nur auf 200°C auf und gibt kein Wasser in den Ofen.

Nach 10 Minuten die Temperatur auf 180°C reduzieren und 30-60 Minuten ausbacken. Ein Baguette benötigt ca. 25-30 Minuten, ein runder Laib fast 60. Ich teste einfach, ob es schon gar ist: auf die Unterseite klopfen – klingt das Brot hohl, ist es gar!

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Ich mache einfach gleich die doppelte Menge Teig – hält sich im Kühlschrank 1-2 Wochen! – und backe es bei Bedarf. Oder es wird eine Pizza daraus…
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Quellen: Chaosqueen,  Ilka

Nougatplätzchen

Da wundere ich mich seit Jahren, wie sie das macht: meine Schwiegermutter backt wirklich die besten Plätzchen der Welt! Das Wort „Kekse“ wäre eine Beleidigung für diese kleinen zarten, buttrigen Verführer. Nun habe ich es immer wieder versucht, aber unsere Kekse waren einfach nicht so gut. Manchmal muss man sich aber einfach nur mal ganz genau an das Rezept halten, dann wird das auch. Und siehe da: mürbe, buttrig, nougatig – perfekt!

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Zutaten:
250 g Mehl
1/2 TL Backpulver
75 g Puderzucker
1 Pk. Vanillezucker
150 g gemahlene Nüsse (z.B. 100 g Haselnüsse, 50 g Mandeln, frisch gemahlen)
1 Ei
200 g kalte Butter

200 g Nougat

Mehl, Backpulver, Puderzucker, Vanillezucker und Nüsse mischen, die Butter in dünnen Scheiben zufügen und mit dem Messer im Mehl zerschneiden. Dann das kalte Ei zufügen und den Teig kurz durchkneten. Ich habe ihn an dieser Stelle sehr lange gekühlt. Das hatte aber eher terminliche Gründe… hat nicht geschadet!
Nun sehr schnell sehr dünn ausrollen (2-3 mm reichen, auf Mehl!), mit kleinen Formen ausstechen, mit dem Messer auf ein mit Backpapier ausgelegtes, kaltes Backblech legen, und ab in den Ofen, bei 175°C etwa 10 Minuten backen, bis die Kekse ganz leicht bräunen. Mit dem Papier vom Backblech ziehen und abkühlen lassen. Dann das Nougat schmelzen (im lauwarmen Wasserbad), wieder abkühlen lassen, bis es gerade noch weich ist, und die Hälfte der Kekse von der Rückseite damit bestreichen. Ich habe es mit der Spritze versucht, ging gut! Die andere Hälfte der Kekse mit der Rückseite darauf kleben, abkühlen lassen.

Noch schnell einen Latte macchiato dazu machen, soviel Zeit muss sein und dann:  Hmmmmmmmmmmmm!

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Quelle: Oma A.

Lebkuchenhaus

Es ist vollbracht: trotz der emsigen Mithilfe vom kleinen M & L wurde unser Lebkuchenhaus 2012 fertiggestellt und vollflächig verziert. Bevor morgen „Anbiss“ ist, hier schnell ein Foto:

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Unser Lebkuchenhaus ist ziemlich groß, etwa 30 cm hoch. Wir hatten letztes Jahr die wahnwitzige Idee, ein Modell unseres Wohnhauses zu bauen. Mit einem Zimmer für jeden „wie in echt“. Naja, Bäume und Autos sind noch recht realistisch, aber die Pferdefamilie, die das kleine M in den Wintergarten gestellt hat, entsprang zu 100% ihrer Fantasie!
Wer also nur ein kleines Hexenhäuschen basteln möchte, kommt bestimmt mit der Hälfte des Teiges aus.

Zutaten:

für den Teig:
500 g Honig
500 g Zucker
500 g Butter
2 kg Mehl
100 g Kakao
3-4 EL Lebkuchengewürze (getr. Orangen- und Zitronenschalen, Zimt, Koriander, Anis, Fenchelsamen, Nelken und Kardamom frisch gemörsert, Muskatnuß gerieben)
1 TL Salz
1 Pk. Backpulver oder 20 g Pottasche (in etwas Wasser auflösen)
5 Eier
etwas Milch

für den Zuckerguss:
3 Eiweiß
500 g Puderzucker

für die Dekoration:
Smarties, Zuckerperlen, Gummibärchen, Schokolade, Nüsse etc. nach Belieben

Zuerst rühren wir den Teig an: in einem Topf die Butter schmelzen, mit Honig und Zucker erhitzen bis alles aufgelöst ist (nicht kochen), dann abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit kann man sich Gedanken über die Architektur des Hexenhauses machen…

In einer großen Schüssel Mehl (etwas aufheben zum Ausrollen), Backtriebmittel, Kakao, Salz und Gewürze mischen. In die Mitte ein Loch drücken, die Honigmischung und die Eier hineingeben. Erst mit dem Mixer, dann von Hand zu einem glatten, weichen Teig kneten. Mit Frischhaltefolie abdecken und 2 Stunden kalt stellen.

Jetzt die Schablonen für die Bodenplatte, Wände, Decken, Dachflächen etc. aus (Back-)Papier schneiden.

Den Teig in drei Teile teilen und 6-8 mm dick ausrollen: einen Teil für die Bodenplatte rechteckig schneiden (bei uns fast so groß wie das Backblech), aus den anderen Teilen die Wände etc. ausschneiden. Fenster und Türen kann man anritzen, ausschneiden oder ausstechen. Alle Teile mit Milch bepinseln und bei 180°C etwa 15 Minuten backen.

Prüfen, ob alle Teile ausgeschnitten sind, dann aus den Resten des Teiges Männchen, Autos, Bäume, Pferde, Sterne etc. ausstechen und backen. Die Platten müssen gut abkühlen, dabei schön glatt liegen. Verformte Teile kann man noch zurechtbiegen, solange sie heiß sind!

Am nächsten Tag geht es weiter: Eiweiß steifschlagen und den Puderzucker nach und nach untermischen, bis der Guss schön cremig ist. In zwei Gefrierbeutel füllen, verschließen, einen davon für später in den Kühlschrank legen, den anderen aufschneiden: eine winzige Ecke abschneiden.
Die Wände des Hauses auf der Bodenplatte zusammenkleben, trocknen lassen.

Jetzt können die Süßigkeiten angeklebt werden! Vielleicht in zwei Etappen, sonst rutscht die ganze Geschichte am Dach runter, und man muß das mit Stecknadeln fixieren… Schnell noch Schnee und Eiszapfen aus dem Zuckerguss formen…

Fertig? Dann laßt es Euch schmecken! Die ganze Wohnung duftet tagelang nach dem frischen Lebkuchen – Weihnachtsfeeling pur!